Prachtkerzen überzeugen mit ihrer verschwenderischen Blütenfülle und dem anmutigen Wuchs. Ursprünglich in den Südstaaten der USA heimisch, hat die schöne Staude in den letzten Jahren einen Triumphzug durch Europa angetreten. Mit dem richtigen Wissen zur Pflege der Prachtkerze kann sie jedem Garten einen ganz besonderen Akzent hinzufügen.
Pflanzzeitpunkt
Ideal ist das Frühjahr, um eine junge Prachtkerze anzusiedeln. Bis zum ersten Frost kann sie in aller Ruhe am neuen Standort ankommen. Die mehrjährige Pflanze wird im folgenden Jahr dann ihr ganzes Potential entfalten. Die zierlichen Blüten öffnen sich übrigens stets nur für einen Tag. Allerdings wachsen genug nach, um eine beständige Blütenpracht zu garantieren.
Standort
Für die unkomplizierte Staude empfiehlt sich ein (vollsonniger Platz im Garten. Da Wind die langen Blütenstängel umknicken kann, sollte ein geschützter Standort gewählt werden. Andernfalls bedarf es eines entsprechenden Windschutzes. Beim Boden bevorzugt die ehemalige Präriepflanze ein trockenes, nährstoffarmes Substrat. Ein humoser Boden sollte durch Untermengen von Kies oder Sand aufgelockert werden. Ohne eine ausreichende Wasserdrainage des Substrat wird die Prachtkerze nicht gesund gedeihen.
Da die Prachtkerze nicht winterhart ist, muss in Mitteleuropa unbedingt für einen angemessenen Kälteschutz gesorgt werden. Reisig ist besonders geeignet, da er ebenfalls hilft Nässe abzuhalten. Tauwasser kann sonst die wasserscheuen Wurzeln der Prachtkerze schädigen.
Pflege

Sowohl beim Wasser als auch der Nährstoffversorgung ist die Prachtkerze im Garten schon mit wenig zufrieden. Erst wenn die Erde wieder völlig trocken ist, sollte sparsam gegossen werden. Düngen ist im Garten überflüssig und schadet der Prachtkerze meist mehr, als dass es ihr gut tut.
Ein Rückschnitt der Staude sollte stets im Herbst erfolgen. Sobald die letzten Blütenrispen vertrocknet sind, ist der geeignete Zeitpunkt gekommen. Die Blütenstängel werden dafür gut eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten.
Prachtkerze als Topfpflanze ziehen
Die pflegeleichte Staude gedeiht wunderbar als Topfpflanze. Hier gilt es auch ihre Ansprüche an Standort und Pflege zu berücksichtigen. Die pralle Mittagssonne auf dem Balkon ist genau das richtige für die Prachtkerze, aber ein Windschutz ist an diesem Platz umso wichtiger. Gießen und Düngen sollten bei Topfpflanzen regelmäßig erfolgen. Stehendes Wasser in einem Übertopf oder ein tropfnasses Substrat sind aber in jedem Fall zu vermeiden. Für eine ausreichende Nährstoffversorgung kann alle sechs Wochen Flüssigdünger dem Gießwasser beigefügt werden. Stellt die Prachtkerze ab dem Spätsommer ihr Wachstum für das laufende Jahr ein, kann die Düngergabe ausgesetzt werden bis zur nächsten Wachstumsperiode im folgenden Frühjahr.
Vermehrung
Am einfachsten lässt sich die Prachtkerze durch Stecklinge vermehren. Hierfür wird ein blütenloser Trieb von ca. 10 cm Länge abgeschnitten. Anschließend wird er entweder direkt am zukünftigen Standort oder in ein geeignetes Gefäß eingepflanzt.
Die Samen der Prachtkerze können ebenfalls zur Vermehrung genutzt werden. Sie sollten in einem Topf mit Anzuchterde ausgesät werden. Bei mäßiger Feuchtigkeit können die Keimlinge vorgezogen und bei einer Größe von ca. 5 cm ins Freiland umgesiedelt werden.
Expertentipp
Prachtkerzen sind eine Augenweide. Allerdings sollten Sie darauf Acht geben, dass sich die Staude nicht unkontrolliert im ganzen Garten ausbreitet. Ehe die Samen reif sind, sollten daher die verblühten Blütenstängel abgeschnitten werden.
Häufig gestellte Fragen
Was tun bei Blattläusen an der Prachtkerze?
Maßnahmen:
- mit Gartenschlauch abspritzen
- stark befallene Triebe abschneiden
- Standort der Prachtkerze auf Eignung überprüfen
- Spritzmittel selbst herstellen (u.a. aus Brennnessel-Sud, Kaffeesatz)
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