Connect with us

Kräuterpflanzen

Rosmarin richtig düngen

Veröffentlicht

auf

Rosmarin richtig düngen

Rosmarin ist ein beliebtes Gewürz, das fast in jedem Garten auch ohne viel Pflege gut gedeiht. Doch auch bei ihm kann man Fehler machen. Besonders häufig passieren sie, wenn Gartenfreunde es bei der Düngung zu gut mit der Pflanze meinen. Wie düngt man Rosmarin also richtig?

Braucht Rosmarin Dünger?

Rosmarin ist eine schwachzehrende Pflanze. Das bedeutet, dass er von Natur aus an ein nährstoffarmes Substrat angepasst und sehr genügsam ist, solange er nur genug Sonnenlicht und keinen zu nassen Boden hat. Ganz ohne Nährstoffe kann er aber nicht überleben und als mehrjährige Pflanze verbraucht er die vorhandenen mit der Zeit. Vor allem bei im Topf gepflanztem Rosmarin ist es daher wichtig, ihn rechtzeitig mit Dünger zu versorgen. Dabei muss man jedoch vorsichtig vorgehen, um Überdüngung zu vermeiden.

Welcher Dünger eignet sich für Rosmarin?

Welcher Dünger eignet sich für Rosmarin


Als natürliche Dünger für Rosmarin eignen sich vor allem Kompost, Hornmehl und gut verrotteter Pferdemist. Wer diese nicht zur Verfügung hat, sollte sich für einen organischen Langzeitdünger entscheiden. Er gibt seine Nährstoffe nur nach und nach ab und birgt daher ein relativ geringeres Überdüngungsrisiko. Auch die Verwendung von mineralischen Düngern ist im Notfall möglich. Bei ihnen muss man allerdings bei der Dosierung sehr sparsam vorgehen, da sie rasch eine große Menge an Nährstoffen freisetzen. Auf keinen Fall sollte man bei Rosmarin mit Kaffeesud düngen. Durch ihn wird das Substrat zu sauer für die Pflanze.

Wann sollte man Rosmarin düngen?

Wann sollte man Rosmarin düngen
Der richtige Zeitpunkt für die Düngung von Rosmarin ist das Frühjahr. Soll eine Pflanze neu in nährstoffarmen Boden ausgepflanzt werden, arbeitet man am besten schon vor der Pflanzung etwas Kompost, Hornmehl, Mist oder Langzeitdünger in das Substrat ein. Bei ohnehin nährstoffreichem Boden ist die Düngung dagegen erst im zweiten Jahr sinnvoll. Regelmäßige Düngergaben danach sind im ersten Jahr nicht notwendig. In den Folgejahren kann man aber nach der Grunddüngung im Mai jeweils im Abstand von etwa zwei Monaten bis Anfang August düngen. Spätestens im September sollte die Düngung jedoch gänzlich eingestellt werden. Dann endet die Wachstumsphase und der Nährstoffbedarf der Pflanze ist deutlich reduziert. Erst im nächsten Frühjahr wird sie wieder mehr Nahrung brauchen.

Rosmarin im Topf düngen

Bei der Pflanzung im Topf verwendet man am besten frische Gartenerde. Dann ist keine Einarbeitung von Dünger notwendig, da das Substrat ohnehin bereits mit Nährstoffen angereichert ist. Sie sollten dem genügsamen Rosmarin für das erste Lebensjahr ausreichen. Ab dem zweiten Jahr gibt man ihm dann erstmals Mitte März eine kleine Menge Dünger. Wiederholen Sie die Düngung in Abständen von etwa sechs Wochen bis Ende August. Über den Winter kommt die Pflanze dann gut ohne zusätzliche Nährstoffgaben aus.

Expertentipp

Bei im Garten gepflanztem Rosmarin muss man nicht unbedingt jährlich düngen. Dann sollte man aber stets ein Auge auf den Zustand der Pflanze haben und ihr eine einmalige Düngergabe verabreichen, falls sie beginnt Mangelerscheinungen zu zeigen. Im Topf hat der Rosmarin jedoch weniger Substrat zur Verfügung und die Nährstoffe müssen immer wieder ersetzt werden. Wer dann nicht regelmäßig düngen will, kann das nur vermeiden, indem er die Pflanze jedes Frühjahr in frisches Substrat umtopft. Das kann durchaus auch in anderer Hinsicht von Vorteil sein, da Rosmarin lockeren Boden bevorzugt und Pflanzenerde im Topf dazu neigt, sich mit der Zeit zu verfestigen.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Yuliya Taba

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär