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Pflanzenvermehrung

Rosmarin – Vermehrung über Ableger

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Rosmarin - Vermehrung über Ableger

Der bei uns als Gewürz des Südens bekannte und beliebte Rosmarin (Salvia rosmarinus) aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) wird nicht nur für die Geschmacksveredelung mediterraner Speisen, Braten und Tomatengerichten geschätzt. Die schmalen, aromatischen Blätter gelten dank der enthaltenen ätherischen Öle und anderen Inhaltsstoffen als anregend für den Kreislauf sowie die Durchblutung und werden gern wohltemperiertem Badewasser hinzugefügt.

Der von den kalkigen Felsenküsten des Mittelmeeres stammende Rosmarin kann in nördlichen Regionen an sonnigen Standorten in Innenbereichen, auf Balkonen und Terrassen oder Gärten kultiviert, vermehrt und während des gesamten Jahres geerntet werden. Wie man das Gewächs über Ableger vermehrt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Sortenechte Ableger

Sortenechte Ableger


Am unkompliziertesten gestaltet sich die Vermehrung von Rosmarin über Ableger, die auch Stecklinge genannt werden. Diese Art der Aufzucht ist für Hobbygärtner leichter als die aus Samen und verspricht einen schnelleren Erfolg. Denn selbst bei guten Bedingungen und Temperaturen von 25 bis 30°C benötigen die Samen in der Regel bis zu 8 Wochen, bis sich aus ihnen Keimlinge gebildet haben. Stecklinge wurzeln dagegen innerhalb von 4 bis 6 Wochen. Nicht selten keimt das Saatgut unzuverlässig. Steht eine Pflanze in der Wohnung oder im Freien, bietet sich die vegetative Vermehrung über Ableger an. Auf diese Weise wird zudem eine sortenechte Vermehrung erreicht.

In der Botanik wird unter dem Begriff ‘klonen’ die Entstehung neuer, erbgleicher Nachkommen aus den Trieben einer Mutterpflanze verstanden. Aus selbst in die Erde gebrachten Samen können Pflanzen mit unterschiedlichen Merkmalen entstehen, da sich die genetisch determinierten Wesensmerkmale der Elternpflanzen in der nachfolgenden Generation häufig aufspalten.

Stecklingsvermehrung

Stecklingsvermehrung
Für die Vermehrung im Spätsommer sind junge, grüne Triebe der Mutterpflanze mit einer Länge von bis zu 10 Zentimetern geeignet. Im unteren Bereich der Zweige werden die Nadeln vor dem Einpflanzen entfernt. Rosmarin bevorzugt sonnige, warme Standorte sowie steiniges, kalkhaltiges Substrat. Die Pflanzen gedeihen in Böden, die sandig, locker und durchlässig sind, da sie empfindlich auf Nässe reagieren.

Das Schneiden der Stecklinge erfordert scharfes und sauberes Werkzeug, damit keine Quetschungen entstehen und die Gefahr einer Infektion durch Krankheitserreger gering gehalten wird. Können die Stecklinge nicht sofort in Substrat gesetzt werden, reicht es, sie in der Zwischenzeit in ein Glas mit Wasser zu stellen. Für die Anzucht eignen sich kleine Schalen, Töpfe oder selbst geformte Behältnisse aus Zeitungspapier.

Düngeoptionen

Düngeoptionen
Da Rosmarin zu den schwachzehrenden Gewächsen gehört, benötigt er lediglich kleine Mengen an Nährstoffen, die er mit seinen verzweigten Wurzeln selbst bei schwierigen Bodenverhältnissen aus dem Boden zieht. Werden die Stecklinge Ende Mai ins Beet gepflanzt, kann es für die jungen Triebe hilfreich sein, organischen Langzeitdünger über das Gießwasser in die Pflanzlöcher zu geben. Das deckt den Düngerbedarf im ersten Jahr nach dem Einpflanzen ab, da Langzeitdünger enthaltene Nährstoffe wohl dosiert über das ganze Jahr an die Pflänzchen abgeben.

Im zweiten Jahr nach der Pflanzung sind geringe Düngergaben in Abständen von 8 Wochen bis Anfang August ratsam. Im Herbst und im Winter darf nicht gedüngt werden. Obwohl Rosmarin während der kalten Jahreszeit feuchte Nährböden mit erdigem Dünger verträgt, werden die Wurzeln bei der Verwendung von nicht vollständig kompostierten Düngemitteln jedoch häufig von Bodenpilzen befallen, weshalb die Pflanzen eingehen.

Expertentipp

Oft handelt es sich bei Rosmarin aus Lebensmittelgeschäften oder Supermärkten um frostempfindliche Arten, die sich nicht für die Vermehrung von Ablegern eignen, die später im Garten gepflanzt werden sollen.

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