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Heckenpflanzen

Rote Heckenkirsche – ist sie giftig?

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Rote Heckenkirsche - ist sie giftig

Heckenkirschen gehören zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die beliebten Heckenpflanzen sind durch ihre duftenden Blüten und den reichen Früchteschmuck dekorativ. Das dankbare Gehölz ist pflegeleicht, da es außer einem regelmäßigen Rückschnitt kaum Ansprüche stellt. Aber Vorsicht, denn die Beeren der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), auch Gemeine Heckenkirsche genannt, sind für Menschen und Tiere giftig.

Giftwirkung der Roten Heckenkirsche auf den Menschen

Giftwirkung der Roten Heckenkirsche auf den Menschen


Die Beeren der Roten Heckenkirsche enthalten als wesentlichen Giftstoff den noch kaum erforschten Bitterstoff Xylostein, der seinen Namen der lateinischen Bezeichnung der Pflanze verdankt. Der Verzehr der Beeren kann bei Menschen deutliche Vergiftungssymptome auslösen, auch wenn die Pflanze offiziell als schwach giftig eingestuft wurde.

Symptome können sich bereits nach dem Verzehr von nur 5 Früchten einstellen. Hierzu zählen Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, ein beschleunigter Puls, Gesichtsrötung und starkes Schwitzen. Werden zu viele Beeren verzehrt, kann es zu ernsten Herz-Kreislauf-Störungen und Fieberanfällen mit Krämpfen kommen. In einem solchen Fall sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe aufsuchen.

Die Rote Heckenkirsche dort zu pflanzen, wo Kinder spielen oder Haustiere die Beeren erreichen können, ist ein unkalkulierbares Risiko. Obwohl die Beeren unappetitlich bitter schmecken, schützt das Kinder und Tiere nicht zuverlässig vor einer Vergiftung.

Unterschiedliche Auswirkungen auf Haustiere und Vögel

Unterschiedliche Auswirkungen auf Haustiere und Vögel
Die Rote Heckenkirsche ist für die meisten Säugetiere giftig, egal ob für Pferde, Hunde, Katzen oder Kleinsäuger. Für einige kleine Säugetiere, wie Kaninchen, stellen die Beeren eine tödliche Gefahr dar. Die Tiere verenden bereits nach der Aufnahme weniger Beeren aufgrund von starkem Durchfall und Lähmungserscheinungen.

Vögel profitieren im Gegensatz zu Säugetieren von den prächtig gefärbten Früchten, die sie als zusätzliche Nahrungsquelle schätzen. Sie verzehren diese ohne erkennbare Auswirkungen. Die Rote Heckenkirsche stellt damit eine wichtige Vogelnährpflanze dar.

Expertentipp

Die blauen Früchte der Blauen Heckenkirsche (Lonicera caerulea) sind, im Gegensatz zu denen der Roten Heckenkirsche, bedenkenlos essbar. Sie schmecken angenehm süß und können roh oder gekocht genossen werden.

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