Die Köpfe des Rotkohls – leuchtend violett sind sie oder doch eher blau oder gar rot? Ob Sie es als Rotkohl oder doch als Blaukraut bezeichnen, dieses Gemüse ist perfekt für die Winterzeit und erinnert viele Menschen sofort an ein typisches Weihnachtsgericht. Erfahren Sie nachfolgend, wie Sie dieses heimische Kohlgemüse im Garten anbauen und was bei der Ernte zu beachten ist.
Welcher Standort eignet sich für Rotkohl?
Am liebsten steht Rotkohl an einem vollsonnigen Standort. Doch sollten Sie in einer Region leben, die im Sommer schnell zu Hitze und Trockenheit neigt, ist es ratsamer, das Gewächs in den Halbschatten zu pflanzen. Es mag ein gemäßigtes Klima und keine Temperaturen über 30 °C.
Ansprüche an den Boden
Dieser Starkzehrer setzt wie andere Vertreter der Kohlgewächse eine hohe Dichte an Nährstoffen im Boden voraus. Das Substrat sollte schwer und dennoch locker, humos und gleichmäßig feucht sein. Gern können Sie der Erde etwas Kalk beispielsweise in Form von zermahlenen Eierschalen beimengen. Um gleich von Beginn an gesund wachsen zu können, sollte die Erde bereits im Herbst des Vorjahres zum Beispiel mit Kompost gedüngt werden.
Rotkohl im Frühling vorziehen

Am einfachsten ist es wohl, Jungpflanzen in einer Gärtnerei zu kaufen. Doch die Aussaat ist auch nicht schwer. Beachten Sie dabei folgende Punkte:
- Aussaatzeitraum: Februar bis Juni
- Samen 1 cm tief säen
- Aussaattemperatur: 16 bis 20 °C
- Keimdauer: 5 bis 8 Tage
Die Jungpflanzen ins Beet setzen

Ab April und bis Ende Juni können Sie die Jungpflanzen ins Freiland setzen. Halten Sie zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von 40 cm und zwischen den Reihen einen Abstand von 50 cm! Die Keimblätter sollten sich kurz über dem Erdboden befinden. Innerhalb der ersten Wochen empfiehlt es sich, den Rotkohl mit einem Kulturschutznetz zu versehen, um ihn vor Schädlingen zu schützen.
Rotkohl – Vorkultur und Mischkultur
Mindestens 2 Jahre lang vor der Rotkohlkultur sollte kein anderer Kohl an seinem Platz gestanden haben. Gute Pflanzen im Vorjahr sind Hülsenfrüchte, da sie den Boden mit Stickstoff anreichern. Ideale Nachbarn für den Rotkohl sind unter anderen Salate, Zwiebeln, Kartoffeln, Spinat, Kräuter, Sellerie und Tomaten. Gewürzkräuter wie Kümmel und Koriander sollen sogar das Aroma des Rotkohls verbessern.
Ernte – den ganzen Winter über
Es gibt Frühsorten, die bereits im Sommer geerntet werden können. Grundsätzlich gilt: 14 bis 21 Wochen nach der Aussaat kann die Ernte erfolgen. Hauptsächlich wird Rotkohl für die Herbst- und Winterernte angebaut. Die späten Sorten können ab August und bis November geerntet werden. Reißen oder heben Sie mithilfe eines Spatens den Rotkohl mitsamt seiner Wurzel aus dem Erdboden! Sind die äußeren Blätter stark beschädigt, entfernen Sie diese. Die Wurzel wird am Strunk abgeschnitten. Nun kann der Rotkohl an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort wie zum Beispiel im Keller in einer Holzkiste gelagert werden.
Expertentipp
Sie ersehen eine reiche Rotkohlernte? Späte Sorten bilden größere Köpfe als frühe Sorten, da ihre Vegetationszeit länger ist.
Häufig gestellte Fragen
Ist es empfehlenswert, Rotkohl direkt ins Beet zu säen?
Eine Direktsaat ist nicht zu empfehlen, da die Gefahr besteht, dass der Rotkohl bei zu geringen Temperaturen frühzeitig Blüten bildet.
Welche Schädlinge können bei der Kultur von Rotkohl störend sein?
Rotkohl wird gern als Eiablage vom Kohlweißling genutzt. Außerdem mögen ihn Blattläuse und die Kohlfliegen.
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