In heimischen Gärten ist der Schneeball häufig anzutreffen. Mit seinen runden oder tellerförmigen, großen Blüten sorgt er je nach Art bereits ab November, meist jedoch im zeitigen Frühjahr für ein wahres Blütenmeer.
Eigentlich zählt der Schneeball zu den robusten und pflegeleichten Gartenpflanzen, doch einige Schädlinge können auch diesen unverwüstlichen Strauch befallen. Um den Schneeball gegen Schädlinge und die damit verbundenen Erkrankungen wirkungsvoll zu schützen, ist es wichtig den Befall rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Die häufigsten Schädlinge
Der Schneeballstrauch ist eine absolut robuste Gartenpflanze. Am richtigen Standort benötigt er kaum Pflege und gedeiht dennoch prächtig. Doch für einige Schädlinge ist er eine begehrte Futterquelle. Wird der Befall nicht rechtzeitig erkannt und eine Ausbreitung der Schädlinge verhindert, kann der Strauch ernsthaften Schaden nehmen und im schlimmsten Fall sogar eingehen.
Am häufigsten wird der Blütenstrauch von folgen Schädlingen befallen:
- Schneeballblattkäfer
- Blattläuse
- Gallmilben
Schneeballblattkäfer
Der Schneeballblattkäfer ist für den Strauch sowohl als Larve, als auch als erwachsener Käfer eine Gefahr. Die Larven fressen sich mit ihrem Lochfraß durch die Blätter, bis letztendlich nur noch das Blattskelett übrig bleibt. Die erwachsen Käfer fressen zudem taschenähnliche Löcher in die junge Triebe, um dort ihre Eier abzulegen.
Ist der Strauch leicht befallen, hilft es meist, wenn die Larven und Käfer von den Blättern abgeschüttelt werden. Einzelne Blätter können auch abgeschnitten werden. Bei stärkerem Befall ist die Anwendung eines Insektizids meist unumgänglich.
Blattläuse und Gallmilben

Ein Blattlausbefall ist meist leicht an den von Läusen übersäten schwarzen Trieben des Strauchs zu erkennen. Die kleinen Läuse saugen den Pflanzensaft aus Stängeln und Blättern und entziehen dem Schneeball so die Lebensenergie.
Auch Gallmilben saugen den Pflanzensaft aus. Erkennbar ist ein Befall durch die winzig kleinen Spinnentierchen an den verschiedenen Missbildungen der Triebe und des Blattwerks.
Bei leichtem oder mäßigem Befall dieser beiden Schädlinge reicht meist schon die Behandlung mit Hausmitteln wie das Besprühen mit Knoblauch- oder Brennnesselsud.
Schädlingen und Erkrankungen vorbeugen

Am besten ist es, wenn es erst gar nicht zu Erkrankungen oder Schädlingsbefall kommt. Schon beim Pflanzen des Schneeballs sollten daher Standort und Bodenbeschaffenheit optimal gewählt werden. Die Blütensträucher lieben einen sonnigen Standort. Der prallen Mittagssonne sollten sie jedoch nicht ausgesetzt sein. Der Boden sollte gut durchlässig und humos sein. Ein normaler Gartenboden reicht meist aus.
Schädlingsbefall kann durch ein paar einfache Maßnahmen gut verhindert werden. So lohnt es sich im Garten Nützlinge wie Ohrenkneifer, Florfliegen oder Marienkäfer anzusiedeln. So sind die Feinde der gleich vor Ort, wenn sich Schädlinge auf dem Schneeball ansiedeln.
Expertentipp
Auch wenn der Schneeball wenig Pflege benötigt und nicht unbedingt geschnitten werden muss, zahlt es sich aus, wenn darauf geachtet wird, dass der Strauch immer ausreichend mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt ist und ab und zu einen leichten Rückschnitt erhält.
So wird der Schneeball kräftiger und bleibt gesund.
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