Schnittlauch gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern und macht mit seinen rosafarbenen Blüten auch rein optisch einiges her. Dazu kommt, dass Schnittlauch nicht nur im heimischen Garten, sondern beispielsweise ebenfalls auf dem Balkon angebaut werden kann. Um auch während der kalten Jahreszeit nicht auf Schnittlauch verzichten müssen, bietet es sich an, das Küchenkraut einzufrieren oder zu trocknen. Doch welche Methode ist die Beste?
Schnittlauch trocknen
Um die Halme zu trocknen, werden die Stängel direkt nach der Ernte unter fließendem, kaltem Wasser abgespült und anschließend mit einem sauberen Tuch gut getrocknet. Alte, verwelkte und beschädigte Halme sind auszusortieren. Anschließend werden die Halme zu lockeren, aber nicht zu dicken, Bündeln zusammengefasst und mithilfe von Küchengarn zusammengebunden. Danach sollten die einzelnen Bündel mit ausreichend Abstand an einem luftigen Ort aufgehangen werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Sehr gut zum Trocknen geeignet ist zum Beispiel ein Dachboden, Gartenhaus oder auch ein überdachter Balkon. Der ausgewählte Ort darf jedoch weder zu warm, noch zu kalt sein. In den meisten Fällen ist Schnittlauch dann nach etwa 14 Tagen trocken. Jetzt kann das Küchenkraut, entweder fein zerhackt oder zerkrümelt, in einem luftdichten Behälter an einem dunklen Ort aufbewahrt werden.
Alternativ legt man die abgeschnittenen Halme auf einem mit Backpapier versehenem Blech aus und stellt dieses an einen trockenen, dunklen sowie gut gelüfteten Platz. Zwischendurch sind die Halme zu wenden.
Eine andere, sehr gute und noch dazu schnelle Möglichkeit ist, Schnittlauch im Backofen zu trocknen. Hierzu wird der Schnittlauch gesäubert, der Backofen auf die niedrigste Temperatur, idealerweise auf 85 Grad Celsius oder niedriger, eingestellt. Dann schneidet man das Küchenkraut in kleine Stückchen, die jeweils ungefähr einen halben Zentimeter Länge aufweisen, und verteilt diese auf ein Backblech mit Backpapier
Im Backofen darf das Ganze dann für ungefähr ein bis zwei Stunden trocknen. Allerdings sollte man zwischendurch nach dem Schnittlauch sehen, um ihn, falls notwendig, früher aus dem Ofen herauszuholen. Je nach Herd und Temperatur kann die Zeit variieren. Sobald es möglich ist, die Stückchen zwischen den Fingern zu zerkrümeln, ist der Schnittlauch fertig getrocknet. Ist das Küchenkraut vollständig ausgekühlt, kommen die Stücke auch hier in ein luftdichtes Gefäß, an einen dunklen, trockenen Ort.
Schnittlauch einfrieren

Anstatt Schnittlauch zu trocknen, ist es möglich, ihn einzufrieren. Dazu wird das Küchenkraut ganz einfach mithilfe einer scharfen Schere zerschnitten. Keinesfalls sollte hierzu ein Messer verwendet werden; dies würde die Halme zerquetschen, sodass sie ihr Aroma verlieren. Anschließend gibt man alles in einen Gefrierbeutel oder eine gefriergeeignete Dose. Ebenso ist es möglich, Schnittlauch in Eiswürfelbehälter einzufrieren.
Expertentipp
Schnittlauch einfrieren ist dem Trocknen vorzuziehen. Das kommt daher, dass im Schnittlauch viel Feuchtigkeit enthalten ist, die beim Trocknen entweicht. Zudem büßt Schnittlauch durch Trocknen stark an Geschmack ein und viele Vitamine gehen verloren, was beim Einfrieren nicht der Fall ist. Dementsprechend ist das Einfrieren, falls möglich, dem Trocknen vorzuziehen.
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