Die schwarzäugige Susanne zählt mit ihren strahlenden Blüten zu den beliebtesten Kletterpflanzen in den heimischen Gärten. Trotz ihrer üblicherweise einjährigen Kultivierung bietet sie sich für nahezu jeden Standort im Garten, der Terrasse oder dem Balkon an.
Worauf bei der Standortauswahl und der Pflege des filigranen Rankgewächses zu achten ist, ist im nachfolgenden Artikel zusammengestellt.
Standortauswahl und Bodensubstrat
Die schwarzäugige Sonne bevorzugt einen vollsonnigen und warmen Standort, der sich an einer vor Witterungseinflüssen geschützten Stelle befindet. Insbesondere Wind und Regen hemmen das Wachstum und die Blütenausbildung der Rankenpflanze und führen zu einem unschönen Erscheinungsbild.
Das für die Pflanzung verwendete Bodensubstrat sollte eine durchlässige, humose und nährstoffreiche Konsistenz aufweisen. Aufgrund der Wuchshöhe von bis zu zwei Metern empfiehlt es sich bereits frühzeitig eine Rankhilfe wie ein Rankgitter an der Pflanzstelle anzubringen.
Bewässerung

In Bezug auf den Feuchtigkeitsgehalt der Erde präferiert die schwarzäugige Susanne einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Sowohl anhaltende Trockenheit als auch konsistente Staunässe werden nur sehr schlecht vertragen, weshalb auf eine ratierliche und mäßige Bewässerung gesetzt werden sollte. Bei in Kübeln verpflanzten Exemplaren wird insbesondere die Staunässe aufgrund der begrenzten Substratmenge schnell zu einem Problem. Um diese zu vermeiden, sollte das Pflanzgefäß mit einer Drainageschicht sowie einem Abflussloch an der Unterseite ausgestattet sein. Zudem sollten vorhandene Topfuntersetzer regelmäßig entleert werden.
Zur Bewässerung eignen sich sowohl Regenwasser als auch kalkhaltiges Leitungswasser, da die Kletterpflanze eine ausgeprägte Kalktoleranz aufweist.
Düngung

Die Kletterpflanze benötigt einen gleichbleibend hohen Nährstoffbedarf, weshalb bereits bei der Pflanzung ein Langzeitdünger in Form von Hornspänen, Kompost oder Guano in den Boden eingearbeitet werden sollte. Darüber hinaus sollte in einem zweiwöchentlichen Rhythmus von Mai bis Oktober die Gabe eines Flüssigdüngers in Kombination mit dem Gießwasser erfolgen.
Rückschnitt
Für ein besonders buschiges Wachstum empfiehlt sich rund drei Wochen nach der Pflanzung der Rückschnitt der schwarzäugigen Susanne um etwa ein Drittel mithilfe einer handelsüblichen Gartenschere.
Um ganzjährig eine gleichbleibend hohe Blühkraft zu gewährleisten, sollte die schwarzäugige Susanne zudem regelmäßig von verblühten Trieben und Blüten befreit werden. Diese entziehen der Pflanze weiterhin Nährstoffe und verlangsamen damit das generelle Wachstum und die Ausbildung neuer Knospen.
Überwinterung
Aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit ist das Rankgewächs hierzulande nur schwerlich zu überwintern. Temperaturen von unter 15 Grad Celsius werden nur schwer vertragen, weshalb eine Überwinterung im Freiland unmöglich ist. In einem beheizten Wintergarten ist es dennoch möglich, die kalte Winterzeit zu überstehen. Darüber hinaus ist sollte die schwarzäugige Susanne auf eine Höhe von maximal 50 Zentimetern zurückgeschnitten und während der Winterzeit von November bis April nicht gedüngt und nur spärlich gegossen werden.
Vor der erneuten Aussetzung ins Freiland im Mai hat es sich in der Praxis bewährt, die Wurzeln der Pflanze vom alten Substrat befreien und sie mit frischer Erde zu versorgen.
Umtopfen
Ein Umtopfen der schwarzäugigen Susanne ist in der Regel nur bei mehrjährig kultivierten Exemplaren notwendig. Nach einer erfolgreichen Überwinterung ist ein Umtopfen jedoch dringend zu empfehlen, um der Pflanze für die anstehende Wachstumsphase ausreichend Platz zur Verfügung zu stellen. Weitere Indizien für einen erforderlichen Topfwechsel sind die vollständige Bewurzelung des Substrats und das oberseitige Austreten der Wurzeln.
Expertentipp
Für ein prächtiges Höhenwachstum sollten die Triebe der schwarzäugigen Susanne direkt bei der Pflanzung an die Rankhilfe gebunden werden. Dies führt zu einer höheren Stabilität des Gewächses und ermöglicht eine frühzeitige Steuerung des Rankenwachstums.
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