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Kräuterpflanzen

Segge schneiden – macht das Sinn?

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Segge schneiden - macht das Sinn

Was tun Menschen, wenn sie ihre Haare nicht mehr gebändigt bekommen? Zwar verlieren wir sie zum Teil auf natürliche Weise durch Haarausfall, aber die wenigsten lassen ihre Mähne unkontrolliert wachsen. Ob es Sinn macht eine Segge zu schneiden? Die Pflanze gehört zu den Sauergrasgewächsen, umgangssprachlich sprechen Gärtner von Riedgräsern, und es gibt tausende Sorten dieser Gewächse. In den meisten Fällen blühen sie länger als ein Jahr, wenngleich die Pflanzen als kurzlebig gelten. In den Augen vieler Betrachter stellen Seggen wohl nicht viel mehr dar als Kraut oder Gestrüpp. Dabei eignen sie sich wunderbar zu dekorativen Zwecken – beispielsweise für ein Beet mit Rindenmulch.

Überschüssiges Gras abschneiden

Überschüssiges Gras abschneiden


Wer eine Segge anbaut, steht häufiger vor der Frage, wann der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt ist. So wie man sich fragt, wann ist es Zeit für den nächsten Besuch beim Friseur? Des Gärtners Glück: Bei einer Segge kann er nichts falsch machen. Die Pflanze lässt sich einen Kahlschlag verpassen oder Büschel raus schnippeln ohne es dem Gärtner krumm zu nehmen. Solange die Wurzeln unverletzt bleiben, ist das kein Problem. Im Prinzip schneiden Sie überschüssiges Gras weg. Und seien Sie unbesorgt: Es wächst nach! Eine Segge zu pflegen ist was anderes, als einem Engel die Flügel zu stutzen.

Seggen schneiden im Herbst

Seggen schneiden im Herbst
Für den Schnitt bietet sich der Herbst an. Wenn der Sommer vorbei ist, beginnen die Halme zu welken. Das Schneiden erfolgt nicht zuletzt unter ästhetischen Gesichtspunkten. So manche Gärtnerin macht sich die Mühe, einzelne Halme herauszuschneiden, um ihre Segge schön zu halten. Ausreichend wäre: nichts tun, bis zum Herbst warten, und die Segge dann bis auf Stoppel kürzen. Manche lassen ihre Riedgräser stehen, und schneiden erst nach dem Winter. Im kommenden Frühjahr blühen die Pflanzen erneut – bis zu fünf Jahre lang. Das entspricht zwanzig Jahreszeiten.

Welche Seggen gibt es?

Die Segge bevorzugt zum Leben mildes, oder kaltes Klima und braucht konstant Wasser. Was die Sorten angeht, haben Gartenfreunde die freie Auswahl. Viele Seggen fühlen sich bei uns heimisch – unter anderen die Westfälische Segge. Botaniker teilen die Pflanzengattung ein durch Zählung der Ähren, die eine Segge aufweist. Es gibt Geheimtipps, wie die Stink-Segge, die in den Alpen blüht. Andere sollte jedermann kennen, wie die Hänge-Segge, die in vielen Wäldern Deutschlands an Wegrändern zu finden ist. Alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.

Expertentipp: Die Schere macht den Schnitt

Wenn Sie Ihre Segge, oder andere Pflanzen im Garten schneiden wollen, kommt es auf das Werkzeug an. Ärger und Verdruss mit minderwertigen Produkten bleibt Gärtnern erspart, die bei der Gartenschere auf Qualität achten. Gerade wer regelmäßig größere Seggen schneidet, braucht keine Schere, die nach ein paar Einsätzen ausleiert oder abstumpft. Wer eine nachhaltige Lösung anstrebt, schaut bei der Gartenschere nicht zuerst auf das Preisschild.

Häufig gestellte Fragen

Woher kommt der Name Segge?

Das Sauergrasgewächs heißt in der Botanik Carex. Die umgangssprachliche Bezeichnung Segge leitet sich laut dem Etymologischen Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen vom Indogermanischen ab.

Was kann ich beim Schnitt von Seggen falsch machen?

Solange die Pflanze in der Blütezeit ihre Ruhe hat, und die Wurzeln heil bleiben: nichts.

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© www.istockphoto.com/3DFOX

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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