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Kletterpflanzen

Spindelstrauch richtig schneiden – Zeitpunkt und Anleitung

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Spindelstrauch richtig schneiden - Zeitpunkt und Anleitung

Der robuste und dekorative Spindelstrauch ist nicht nur eine beliebte Kletterpflanze, die kahle Wände und Mauern begrünt, der Spindelstrauch eignet sich auch hervorragend als Heckenpflanze. Zu den bekanntesten Gewächsen der Gattung zählen der „Euonymus europaeus“ (auch als „Pfaffenhütchen“ bekannt) und der „Euonymus japonicus“ – der Japanische Spindelstrauch.

Wissenswertes über den Spindelstrauch

Wissenswertes über den Spindelstrauch


Der vielseitige Spindelstrauch ist in verschiedenen Sorten erhältlich, die in zwei Gruppen unterteilt werden. So können Sie zwischen sommergrünen Arten (mit dekorativem Herbstlaub) und immergrünen Pflanzen, die sich fantastisch als Bodendecker oder Heckenpflanzen eignen, auswählen.

Zu den sommergrünen Spindelsträuchern gehören unter anderem das „Pfaffenhütchen“ oder „Euonymus planipes“. Ein beliebter – sehr attraktiver – Vertreter der immergrünen Spindelgewächse ist der „Euonymus fortunei radicans“, denn die Pflanze mit den kräftigen Haftwurzeln braucht nicht lange, um selbst große Flächen zu begrünen.

Was den Standort betrifft, so bevorzugen alle Arten des Spindelstrauches sonnige bis halbschattige Plätze. Achten Sie stets auf eine ausreichende Helligkeit – an zu dunklen Standorten können die Pflanzen verkümmern.

Gut zu wissen: Das „Pfaffenhütchen“ (Euonymus europaeus) hat den außergewöhnlichen Namen seinen farbenfrohen Früchten zu verdanken, denn diese erinnern den Betrachter stark an die Kopfbedeckungen von katholischen Geistlichen.

Spindelstrauch richtig schneiden – wann und wie?

Spindelstrauch richtig schneiden - wann und wie
Grundsätzlich kann der Spindelstrauch mehrmals im Jahr (vorzugsweise im Frühjahr oder im Herbst) geschnitten werden. Beachten Sie jedoch, dass einige Sorten – wie zum Beispiel die Kriechspindel – nach einem Schnitt nur sehr schlecht austreiben. Besonders ältere Pflanzen dieser Sorte zeigen sich äußerst schnittempfindlich, wenn es nicht zwingend erforderlich ist, sollten Sie hier auf einen Schnitt verzichten.

Für alle anderen Spindelsträucher gilt, dass diese zur Verjüngung zurückgeschnitten werden dürfen. Oft genügt dabei schon ein Auslichten der Pflanze, bei dem Sie ältere Triebe kurz über dem Boden herausschneiden sollten. Auch bereits abgestorbene Zweige sollten Sie bei dieser Gelegenheit aus dem Strauch entfernen. Entdecken Sie dicht beieinander stehende Triebe – oder Triebe, die sich stark überkreuzen – sollten Sie auch diese beschneiden. Auch Formschnitte sind möglich.

Bei noch jungen Sträuchern – die sich nicht selten schlecht verzweigt zeigen – kann ein Rückschnitt die Bildung neuer Seitentriebe begünstigen. Beachten Sie, dass häufige Rückschnitte (bei denen sämtliche Triebe auf die gleiche Höhe gekürzt werden) zu einem unschönen „Besenwuchs“ führen.

Nutzen Sie für den Rück- oder Formschnitt des Spindelstrauches eine sehr scharfe Gartenschere, mit der Sie die Äste nicht zerquetschen können. Zur Entfernung von dickeren Ästen empfiehlt sich die Verwendung einer kleinen Handsäge.

Expertentipp

Nutzen Sie den Schnitt, um Ihre Pflanze auf Schädlingsbefall zu untersuchen. Auch wenn das Gewächs als robust gilt, fühlen sich Schädlinge – wie zum Beispiel die Blattlaus – auf ihren Blättern wohl und können der Pflanze schaden. Sie erkennen einen Schädlingsbefall unter anderem daran, dass sich die Blätter des Strauches stark eingerollt haben. Auch ein schwarzer Pilzbelag und (oder) klebrige Pflanzenteile weisen auf Blattläuse hin. Schauen Sie sich junge Triebe und Blattunterseiten genau an, denn das sind die Stellen, an denen sich Blattläuse – meist dicht gedrängt – besonders gerne tummeln. Pflanzenteile mit einem extremen Befall, sollten schnellstmöglich entfernt werden. Zur Bekämpfung vereinzelter Blattläuse empfiehlt es sich, die Pflanze mit einer Seifenlösung oder Brennnesselsud zu besprühen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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