Es gibt zahlreiche Springkräuter, die zur Gattung der Balsaminengewächse gehören. Die meisten dieser Gewächse gedeihen in Afrika und Asien. In Deutschland war in der Natur bis vor wenigen Jahrzehnten vor allem das Große Springkraut, das im Volksmund Rühr-mich-nicht-an genannt wird, mit seinen gelben Blüten weit verbreitet. Kinder machen sich bei Waldspaziergängen einen Spaß daraus, es zu berühren, um das Wegspringen der Samen zu beobachten. Mittlerweile hat sich jedoch auch das Drüsige Springkraut, oft Indisches Springkraut genannt, bei uns verbreitet.
Das Drüsige Springkraut
Das Drüsige Springkraut wird in manchen Teilen Deutschlands wie Hessen oder Bayern bekämpft, da es gerade in feuchten Gebieten ganze Flächen überwuchert. Die Fakten zum Indischen Springkraut lauten:
- wissenschaftlicher Name: Impatiens glandulifera
- Herkunft: westlicher Himalaya
- Besonderheiten: hochwachsend mit auffälligen rosafarbenen Blüten
- einjähriges Gewächs
- bevorzugt nährstoffreiche Böden
- erreicht Wuchshöhen von bis zu drei Metern
- Blütezeit von Juli bis September
- 10 bis 25 Zentimeter lange, lanzettliche Blätter
- kugelige, fast schwarze, essbare Kapselfrüchte
Das Drüsige Springkraut breitet sich durch seine zahlreichen Samen massiv aus, die vermutlich über mehrere Jahre hinweg keimfähig bleiben. Die Ausbreitung erfolgt über Fließgewässer, durch samenbelastete Erde und durch Tiere. Die Auswirkungen des Krauts auf die Biodiversität sind noch nicht vollständig geklärt.
Die Blüten des Drüsigen Springkrauts sind sehr nektarreich, was Insekten zugutekommt. Es werden jedoch auch negative Auswirkungen auf bestimmte Tierarten vermutet, wie beispielsweise auf Prachtlibellen.
Springkraut – eine potenziell invasive Pflanze

Das Drüsige Springkraut wächst vor allem an Ufern von Fließgewässern, in Auen und Grünlandbrachen. Weitere Namen der Pflanze sind Himalaya-Balsamine und Bauernorchidee. Bereits im 19. Jahrhundert wurde es als Zierpflanze in Amerika und Europa eingeführt.
Das Indische Springkraut ist wie alle Springkräuter leicht giftig. Aus den Blüten kann ein Gelee hergestellt werden. In der Volksmedizin hat es keine nennenswerte Bedeutung. Das Drüsige Springkraut steht seit 2017 auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung, die von der Europäischen Kommission seit 2016 regelmäßig veröffentlicht wird.
Expertentipp
Wer Springkraut aus dem eigenen Garten entfernen möchte, muss gründlich zu Werke gehen. Denn die Pflanze besitzt ein großes Regenerationspotential. Werden die Sprossen oberhalb des unteren Knotens abgemäht, treiben sie erneut aus, abgeknickte Pflanzen können bei Bodenkontakt neue Wurzeln bilden.
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