Süßkartoffeln richtig zu lagern ist zum einen wichtig für den typischen Geschmack der Knolle. Zum anderen wird dadurch die Haltbarkeit bestimmt. Dabei findet sich bei dem Gemüse eine Besonderheit. Worauf dabei zu achten ist, zeigt der folgende Ratgeber.
An der Wärme lagern für den Geschmack
Direkt nach der Ernte weisen Süßkartoffeln noch nicht ihren charakteristischen, süßen Geschmack auf. Hierzu benötigen sie etwa zwei Wochen bei über 20°C. Sie können dazu im Freien verbleiben oder werden in einen warmen Raum gestellt. Wichtig ist, dass kein Sonnenlicht auf sie trifft, sie trocken und luftig aufbewahrt sind.
Andernfalls kann es zu Schimmel oder Fäulnis sowie zu Austrieben kommen. Wird die anfängliche Lagerung bei Wärme vergessen oder vernachlässigt, schmecken Süßkartoffeln eher wie Kürbis. Sie sind dann jedoch nicht giftig oder ungenießbar. Nur das Aroma leidet.
Lagerung für die Haltbarkeit

Damit sich die Knollen lange halten, sollten sie im Anschluss kühl gelagert werden. Ideal sind beispielsweise:
- Keller
- Vorratsraum
- Gemüsefach im Kühlschrank
Infrage kommen auch eine Garage oder ein unbeheizter Bereich im Haus. Entscheidend ist zudem, dass die Lagerung dunkel und trocken erfolgt.
Um Druckstellen an den Süßkartoffeln zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Knollen einzeln in Zeitungspapier einzuwickeln. Auf diese Weise werden Schale und Fleisch geschont und der Druck wird besser verteilt. Zudem werden die Süßkartoffeln dunkel gehalten. So vorbereitet halten sich die Knollen bei etwa 15°C bis zu fünf Monate.
Steht kein passender Raum zur Verfügung, kann eine andere Form der Haltbarmachung die Lösung sein.
Süßkartoffeln haltbar machen

Wenn eine längere Lagerung der Knollen an sich nicht möglich ist – beispielsweise, weil die Ernte sehr groß ausfiel und somit nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht – bietet sich das Einfrieren an.
Allerdings sollten die Süßkartoffeln oder Bataten nicht als ganze, rohe Knolle eingefroren werden. Hierbei geht Geschmack verloren. Zudem leidet die Konsistenz. Das Gemüse wird matschig und fad. Besser ist es daher, die Süßkartoffeln zuvor zu garen und zu verarbeiten.
Möglich ist beispielsweise, sie zu würfeln und zu kochen oder Pommes vorzubereiten und diese bereits vorzubacken. Auch Süßkartoffel-Püree ode -Gratin sind potenzielle Optionen. Durch das Einfrieren ist eine Haltbarkeit von bis zu zwölf Monaten möglich. Dabei spielen jedoch einige Faktoren eine Rolle.
Bei diesen handelt es sich um:
- die Frische der Süßkartoffeln
- Sauberkeit
- Temperaturen von -18°C oder weniger
- luftdichte Verpackung
Ideal ist es, die vorbereiteten Bataten zu vakuumieren. Hierdurch werden Konsistenz, Geschmack und Nährstoffe besser erhalten. Zudem wird die Haltbarkeit erheblich verlängert. Eine Gefahr für Gefrierbrand besteht nicht. Dadurch bleibt die Qualität für lange Zeit hoch.
Expertentipp
Es empfiehlt sich, Süßkartoffeln versetzt anzupflanzen und damit auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu ernten. Auf diese Weise lassen sich die Knollen besser nach Bedarf entnehmen und direkt frisch verbrauchen. Es muss also nur ein kleiner Teil eingelagert oder eingefroren werden.
Häufig gestellte Fragen
Müssen die Knollen unversehrt sein?
Ja, für die Einlagerung im Keller beziehungsweise bei 15°C ist es erforderlich, dass die Schale keine Schäden aufweist. Diese könnte einen Ansatzpunkt für Schimmel und Fäulnis darstellen. Bei der ersten, warmen Lagerung können sich eventuelle Verletzungen, die bei der Ernte entstanden sind, schließen.
Können Kartoffeln und Süßkartoffeln zusammen gelagert werden?
Solange sie in getrennten Kisten aufbewahrt werden, können sowohl Bataten als auch Kartoffeln, Zwiebeln und Rüben im Keller gelagert werden. Andernfalls könnten die Ausdünstungen des Gemüses gegenseitig für ein schnelles Verderben sorgen.
Ist bei der Lagerung eine Kontrolle notwendig?
Ja, eine regelmäßige Kontrolle hilft dabei, verdorbene Knollen frühzeitig zu erkennen und diese entfernen zu können. Dadurch wird das Verderben von mehreren Süßkartoffeln vermieden.
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