Insbesondere in den achtziger Jahren galt die Thuja als beliebtes Gehölz für das Anlegen einer Sichtschutzhecke. Mittlerweile erfreut sich der so genannte Lebensraum nicht mehr an einer solch hohen Beliebtheit, da der jährliche Rückschnitt mit viel Arbeit verbunden ist und das Gehölz oft braune Nadeln und Triebe zeigt. Möchte man die Thuja-Hecke entfernen, so gibt es unterschiedliche Punkte zu beachten.
Der richtige Zeitpunkt
Zunächst ist es wichtig, die Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes zu beachten, da generell keine Gehölze während der Brutzeit der Vögel entfernt werden dürfen. Zwischen dem 1. März und dem 31. September dürfen Hecken somit nicht entfernt werden. Die Witterung ist weniger von Bedeutung, da die Hecke komplett ausgegraben werden soll. Da Wasser den Boden auflockert, ist es ratsam, unmittelbar nach einem Regenschauer zu starten. Weiterhin sollte der Boden nicht gefroren sein.
Nachbarschaftsrecht
Sollte sich die Hecke auf dem eigenen und auf dem Grundstück des Nachbarn befinden, so verfügt dieser über ein Mitspracherecht, ob die Hecke entfernt werden darf. Weiterhin könnte die Einfriedungspflicht zum Tragen kommen, welche besagt, dass die rechte Grundstücksgrenze optisch abgegrenzt werden muss. Dies ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Greift die Einfriedungspflicht, so muss die entfernte Hecke entsprechend der ortsüblichen Einfriedungsarten ersetzt werden.
Ausstattung

Um die Wurzeln der Thuja-Hecke zu entfernen, werden ein Spaten, eine Grabegabel, eine scharfe Handsäge sowie eine kleine Seilwinde benötigt. Um die Hecke zunächst zu verkleinern beziehungsweise sehr dicke Stämme zu beseitigen, werden eine Astsäge und bei Bedarf eine Kettensäge gebraucht. Damit der Erdaushub weggeschafft werden kann, ist eine Plane empfehlenswert.
Vorgehensweise

Zunächst wird die Hecke von außen nach innen sowie von oben nach unten mit einer Astschere abgeschnitten. Dicke Stämme werden mit einer Kettensäge bearbeitet. Anschließend sägt man den Hauptstamm kurz über dem Boden ab. Ein Teil sollte verbleiben, damit später das Wurzelsystem aus der Erde gezogen werden kann. Anschließend wird rund um die Stammbasis so lange das Erdreich ausgehoben, bis das Wurzelsystem sichtbar ist.
Der Wurzelstock wird komplett freigelegt und gelockert. Nach Möglichkeit kann dieser mit Hilfe einer Grabegabel aus dem Boden geholt werden. Alternativ ist der Einsatz einer Seilwinde empfehlenswert. Die entstandenen Erdlöcher werden mit frischem Substrat gefüllt. Abschließend werden die Schnittmengen entsorgt. Getrocknete Äste und Stämme können außerdem als Brennholz verwendet werden.
Expertentipp
Soll der ursprüngliche Standort der Thuja neu bepflanzt werden, so ist es empfehlenswert, den pH-Wert des Bodens mit Hilfe eines Messgerätes zu bestimmen. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob das Erdreich vor der Pflanzung neuer Gewächse zunächst aufbereitet werden muss.
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