Der Rote Holunder, auch als Traubenholunder bekannt, ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Vögel und Schmetterlinge. Hierzulande erfreut sich das schöne Gehölz größter Beliebtheit in heimischen Gärten. Der aufrecht wachsende Strauch bildet eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Moschuskrautgewächse.
Traubenholunder ist in Europa und Westasien weit verbreitet und wächst meist an schattigen Plätzen in Wäldern, im Unterholz und auf Lichtungen. Einige Unterarten in Mitteleuropa gedeihen auch in Höhenlagen bis zu 1800 Metern. Von Mai bis Juni präsentiert der Strauch seine cremeweißen Blütenrispen und ab Ende Juli zeigen sich die scharlachroten, kegelförmigen Früchte.
Standort und Boden
Traubenholunder lässt sich bei der Gartengestaltung vielseitig verwenden. Das Gehölz passt gut in Bauerngärten oder naturnahe Gärten und sorgt sowohl im Sommer als auch im Herbst für schöne Farbakzente. Der Strauch eignet sich als Solitär, aber auch als Blütenhecke. Im Kübel kultiviert ist er eine Zierde auf Balkonen und Terrassen.
Der Traubenholunder bevorzugt einen halbschattigen Standort im Freiland, toleriert jedoch auch sonnige Plätze. Der Boden sollte kalkarm, gut durchlässig, humos und nährstoffreich sein, damit sich das Wildgehölz gut entwickelt. Am liebsten wächst der Strauch auf lehmigen und sandigen Böden, das Substrat sollte frisch bis feucht sein. Bei guten Standortbedingungen erreicht das Gehölz eine Wuchshöhe zwischen zwei und vier Meter und kann bis zu drei Meter breit werden.
Wie pflanze ich Traubenholunder in den Garten?

Traubenholunder kann ganzjährig bei frostfreien Witterungen im Garten eingepflanzt werden. Gute Zeitpunkte sind das Frühjahr und der Sommer, sodass das Gehölz genügend Zeit zum Einwurzeln hat und für den Winter bestens gerüstet ist. Traubenholunder ist winterhart und benötigt während der kalten Jahreszeit keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen.
Um den Traubenholunder einzupflanzen, graben Sie ein Loch aus, das doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Bei einem schweren Boden empfiehlt sich eine Drainageschicht, damit überschüssiges Wasser gut abläuft, um Staunässe zu verhindern. Vor dem Einpflanzen wird das Gehölz gut gewässert und anschließend in das Pflanzloch eingesetzt. Füllen Sie dieses mit hochwertigem Substrat auf. Zu guter Letzt gießen Sie die Neupflanzung mit etwa zwanzig Litern Wasser reichlich an.
Pflege, Düngen, Gießen und Rückschnitt
Bezüglich der Pflege ist der Traubenholunder sehr anspruchslos. Neben dem bedarfsgerechten Gießen und der jährlichen Düngung stellt der Strauch keine besonderen Ansprüche an den Hobbygärtner. Je nach Witterungsbedingungen benötigt der Traubenholunder hin und wieder Wassergaben, was hauptsächlich für die jungen Exemplare gilt. Hat sich der Traubenholunder an seinem Standort etabliert, ist das Gießen lediglich bei extrem leichten Böden und bei länger anhaltenden Trockenperioden ohne Niederschlag notwendig. Pflanzen in Kübeln hingegen werden erst dann bewässert, wenn die oberste Substratschicht leicht angetrocknet ist. Flüssigdünger können Sie bei Bedarf mit dem Gießwasser verabreichen, damit der Strauch üppig gedeiht.
Im Frühjahr düngen Sie den Traubenholunder mit einem Naturdünger, der für einen guten Start in die neue Vegetationsphase sorgt. Im Herbst ist eine Mulchschicht aus verrottetem Kompost empfehlenswert, der die benötigten Nährstoffe beinhaltet und zusätzlich Feuchtigkeit spendet.
Damit der Traubenholunder seinen schönen Wuchs beibehält, blühfreudig ist und zuverlässig Früchte bildet, lohnt ein regelmäßiger Pflegeschnitt. Sie können das Gehölz regelmäßig einkürzen und alte, kranke oder falsch wachsende Äste abschneiden. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das zeitige Frühjahr, bevor der Strauch neue Triebe bildet. Traubenholunder ist äußerst schnittverträglich und lässt sich dementsprechend gut in Höhe und Breite begrenzen.
Expertentipp
Wie bei allen Holunderarten kann auch der Traubenholunder völlig unkompliziert durch Steckhölzer vermehrt werden.
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