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Unkraut, Moos & Schimmel

Unkraut auf Gehweg entfernen

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Oftmals bildet sich auf Gehwegen mit der Zeit unschönes Unkraut. Dadurch erscheint die betroffene Fläche schnell ungepflegt. Daher sollte man möglichst kurzfristig gegen die unschönen Gräser und Wildkräuter vorgehen, um eine regelrechte Verwilderung zu vermeiden. Dies kann jedoch nicht nur enorme Rückenprobleme verursachen, sondern erfordert auch viel Kraft und Zeit. Selbstverständlich gehört Unkraut jäten auch zu den eher unbeliebteren Gartenarbeiten.

Um Unkraut effektiv zu entfernen, stehen unterschiedliche Mittel zur Verfügung. Der Fachhandel bietet bereits eine breite Palette an Unkrautentfernern an, doch nur wenige davon sind aus ökologischer Sicht unbedenklich. Alternativ wird oftmals zu Hausmitteln wie Salz oder Essig gegriffen. Aber auch diese belasten zum Teil das Grundwasser. Weiterhin gibt es diverse mechanische Methoden, um dem Unkraut auf den Gehwegen Herr zu werden.

Biologische und chemische Methoden zur Unkrautentfernung auf Gehwegen

Biologische und chemische Methoden zur Unkrautentfernung auf Gehwegen

Salz

Zu den am meisten verbreiteten natürlichen Mitteln zur Unkrautbekämpfung gehört das Salz. Dies wird in einer zehnprozentigen Lösung mit Hilfe einer Sprühflasche zwischen die einzelnen Platten des Gehweges gegeben. Die Salzlösung entzieht den lästigen Unkräutern nach einigen Tagen ihre Flüssigkeit, da es über eine austrocknende Wirkung verfügt. Sobald das Unkraut abgestorben ist, genügt ein kräftiges Nachfegen mit einem Besen, um dieses restlos zu entfernen.

Da Kochsalz ja auch in der Küche zum Einsatz kommt, erscheint diese Methode zur Unkrautbekämpfung zunächst schonend und verträglich für die Umwelt zu sein. Allerdings ist es laut Pflanzenschutzgesetz streng verboten, mit einer Salzlösung im Garten zu hantieren. Bei Verstoß gegen dieses Gesetz muss man sogar mit einer Geldbuße rechnen. Der Grund dafür ist, dass sich die Salzlösung mit dem nächsten Regenguss mit dem Grundwasser verbindet, nachdem sie in den Boden gesickert ist. Auf diese Weise können auch andere Nutzpflanzen sowie Bäume die Flüssigkeit aufnehmen und dadurch Schäden erleiden. Auch wenn der Einsatz einer Salzlösung bei der Unkrautbekämpfung gute Ergebnisse liefert, sollte man dennoch auf ein anderes Mittel zurückgreifen.

Essig

Essig wird von einer Vielzahl von Hobbygärtnern zur Entfernung und Vernichtung von Unkraut verwendet. Dies ist im Gegensatz zum Salz oder gar zu chemischen Mitteln umweltschonender, gehört aber laut Pflanzenschutzgesetz ebenfalls zu den verbotenen Substanzen und darf nicht im Garten eingesetzt werden. Die Gehwege sind davon auch eingeschlossen. Wenn man trotzdem auf Essig bei der Unkrautbekämpfung zurückgreifen möchte, so stellt man zunächst eine Lösung aus Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 her. Diese Lösung wird anschließend in die Fugen der Gehwege gespritzt. Es lässt sich beobachten, wie das Unkraut langsam eingeht und auch dessen Wurzeln beschädigt werden. Danach kann das Unkraut ohne Probleme ausgezupft und zusammengefegt werden.

Heißes Wasser

Heißes Wasser kann bei der Unkrautbekämpfung hilfreich sein, da die Unkräuter einfach mit ihm überbrüht werden. Dabei entsteht ein thermischer Effekt, infolgedessen diese einfach absterben. Heißes Wasser ist aus ökologischer Sicht vollkommen unbedenklich, zählt aber nicht zu den besonders effektiven Methoden der Unkrautvernichtung. Nachdem das Unkraut durch das heiße Wasser abgestorben ist, muss es zusätzlich mechanisch entfernt werden.

Chlor und Soda

Chlor gilt bekanntermaßen als äußerst umweltschädlich und sollte somit nicht als Methode zur Unkrautentfernung in Betracht gezogen werden. Häufig wird daher zu Soda gegriffen, um lästige Beläge auf Terrassen- oder Gehwegplatten zu beseitigen. Handelt es sich jedoch um empfindliche Oberflächen, so sollte beachtet werden, dass diese durch den Einsatz von Soda geschädigt werden können. Nach einer Behandlung sehen diese dann oftmals unschön aus, noch dazu wird ihre Lebensdauer enorm gekürzt. Zusätzlich werden die Oberflächen bei der Verwendung von Soda aufgeraut, was den Grünbelägen ermöglicht, sich noch schneller abzusetzen. Im Endeffekt bietet daher auch Soda keinen wirklichen Vorteil bei der Beseitigung von Unkraut.

Chemische Unkrautvernichtungsmittel

Im Fachhandel sind zahlreiche chemische Unkrautvernichtungsmittel erhältlich. Diese versprechen eine schnelle Wirkung, dürfen jedoch aus Umweltschutzgründen offiziell nicht auf Gehwegen, Zufahrten oder Terrassen eingesetzt werden. Alternativ bietet sich die Verwendung eines biologischen Unkrautvernichters an. Er verfügt über natürliche Wirkstoffe, welche Insekten, Nutzpflanzen oder auch Haus- und Waldtiere keinen Schaden zufügen können. Biologische Unkrautvernichter sollten grundsätzlich streng nach Dosierungsanleitung benutzt werden. Oftmals werden diese mit Wasser verdünnt oder sind bereits für eine sofortige Anwendung vorgemischt. Die so genannten Moos- oder Algenentferner, welche besonders für den Einsatz auf Gehweg- oder Terrassenplatten bestimmt sind, unterscheiden sich ebenfalls durch ihre entweder biologischen oder auch chemischen Wirkstoffe. Es gilt, dass generell ausschließlich biologische Unkrautvernichtungsmittel im Garten eingesetzt werden sollten, da die chemischen Varianten das Grundwasser langfristig belasten und negative Auswirkungen sowohl auf Zier- und Nutzpflanzen als auch auf die Tierwelt haben können.

Mechanische Methoden zur Unkrautvernichtung auf Gehwegen

Mechanische Methoden zur Unkrautvernichtung auf Gehwegen

Unkrautbrenner

Wird das Unkraut mit einem Abflammgerät abgebrannt, so wird so viel Hitze auf diese abgegeben, dass sie komplett entfernt werden und absterben. Es sollte beim Einsatz eines solchen Gerätes unbedingt darauf geachtet werden, aus welcher Richtung der Wind weht, damit angrenzende Flächen nicht von der Flamme betroffen werden und kein Schaden entstehen kann. Während längerer Trockenperioden sollte die Benutzung eines Abflammgerätes vermieden werden. Je nach herrschender Waldbrandstufe ist es möglich, dass der Einsatz eines Abflammgerätes zur Unkrautvernichtung übergangsweise gesetzlich verboten ist. Handelt es sich bei den Gehwegplatten um Feinsteinzeug, so können diese durch die Methode des Abflammens leicht beschädigt werden. Man sollte also dementsprechend behutsam dabei vorgehen.

Fugenkratzer

Die herkömmlichste und zudem auch umweltschonendste Methode besteht darin, die Fugen auf den Gehwegen durch das manuelle Auskratzen von lästigem Unkraut zu befreien. Die Arbeit mit einem Fugenkratzer stellt jedoch unter Umständen eine langwierige und anstrengende Variante dar. Insbesondere bei sehr großen Flächen ist sie deshalb nicht besonders geeignet. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Fugen nach Möglichkeit nach einem Regenguss ausgekratzt werden sollten. Gerne kann man auch bereits während des Regens damit starten, da sich das Unkraut im nassen Zustand deutlich leichter entfernen lässt. Für das Auskratzen lässt sich ein Fugenkratzer oder auch eine Fugenbürste verwenden. Die Fugen sollten sorgfältig ausgekratzt und gebürstet werden, nach der Arbeit kann man das Unkraut zusammenfegen. Wichtig ist, dass man das entfernte Unkraut nicht auf dem Kompost entsorgen darf, da sich seine Samen ansonsten im kompletten Garten verbreiten können. Daher ist die Entsorgung durch den Restmüll der geeignetere Weg.

Hochdruckreiniger

Solange es die Beschaffenheit der Fugen erlaubt, kann auch ein Hochdruckreiniger zur Unkrautvernichtung eingesetzt werden. Mit Hilfe des kräftigen Wasserstrahls werden die Unkräuter dann einfach aus den Gehwegen gedrückt. Sollte es sich bei Breite und Tiefe der Fugen nicht um eine ungewöhnliche Variante handeln, so lassen sich auch die Pflastersteine selbst mit dem Hochdruckreiniger behandeln und ungebetenes Grün einfach wegspülen.

Elektrische Fugenreiniger

Handelt es sich bei der vom Unkraut betroffenen Fläche und einen langen Gehweg oder einen großen Bereich, so ist ein elektrischer Fugenreiniger zur Unkrautvernichtung empfehlenswert. Aufgrund seiner ergonomischen Ausstattung schont dieser vor allem den Rücken, da er für gewöhnlich über einen Teleskopstiel verfügt, dessen Länge man an seine individuelle Größe anpassen kann. Dies erleichtert zusätzlich die Arbeit. Elektrische Fugenreiniger wurden so hergestellt, dass sie selbst in kleinsten Fugen das Unkraut erreichen und effektiv entfernen können. Die integrierte Drahtbürste fräst zunächst das Unkraut ab. Durch die Führungslinie sowie die Führungsrolle ist sichergestellt, dass das Gerät auf einer Linie bleibt. Auf diese Weise wird die komplette Fuge gründlich gereinigt. Handelt es sich um verschiedene Steine, ist hier jedoch besondere Vorsicht geboten, da nicht alle für diese Form der Reinigung geeignet sind und die Gefahr besteht, dass der Gehweg zerkratzt wird. Bevor man mit der Behandlung mit dem elektrischen Fugenreiniger startet, sollte man sich somit vergewissern, ob sich die Steine dafür eignen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen das Wachstum von Unkraut

Bei der Planung eines neuen Gehweges können bereits vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, damit sich zukünftig kein Unkraut bilden kann. Zum Beispiel kann man zu einem Unkrautvlies greifen, welches unter den Platten angelegt wird. Dies ist für gewöhnlich im Gartenfachhandel oder auch in Baumärkten erhältlich. Zunächst schneidet man das Vlies zu und bringt es auf dem ausgehobenen Weg an bevor die Platten aufgelegt werden. Selbstverständlich kann man das Vlies auch unter der Terrasse oder einem Zufahrtsweg einsetzen. Füllt man die Fugen zusätzlich mit Sand oder Kies aus, so wird das Vlies unsichtbar.

Bei bestehenden Gehwegen, welche über keinen Unterbelag in Form von Vlies verfügen, bietet sich eine andere, dauerhafte Lösung an. Zunächst werden die Fugen gründlich ausgekratzt und vom Unkraut befreit. Anschließend fegt man mit Hilfe eines Besens Pflasterfugenmörtel in die einzelnen Fugen. Handelt es sich beim Mörtel um ein Produkt auf Harzbasis, ist dieser besonders elastisch. Diese Methode eignet sich besonders gut für den Außenbereich und auch bei Frost entstehen so keine Schäden. Der getrocknete Mörtel ist ebenfalls unempfindlich gegen Nässe, welche oft Risse verursachen kann. Unkraut hat durch diese einfache Maßnahme zukünftig keine Chance mehr.

Expertentipp

Das Einfegen von Dansand stellt zwar keine Methode zur effektiven Bekämpfung von bestehendem Unkraut dar, dient jedoch als vorbeugende Maßnahme gegen zukünftiges Unkraut. Dansand ist ein unkrauthemmender Spezialsand, welcher zwar über einen hohen Mineralienanteil verfügt, jedoch so gut wie keine Nährstoffe enthält. Somit schafft er einen schlechten Boden für Unkraut.

Dansand senkt zusätzlich den pH-Wert des Bodens so weit ab, dass sich die einzelnen Samen der Unkräuter nicht öffnen können. Seine rundkörnige Struktur sorgt für eine verstärkte Verdichtung, was wiederum verhindert, dass die Wurzeln der lästigen Pflanzen ihren benötigten Halt im Erdreich finden. Trotz der hohen Dichte des Spezialsandes bleibt die Wasserdurchlässigkeit des Bodens jedoch nach wie vor erhalten, damit eine eventuelle Pfützenbildung auf dem Gehweg vermieden wird.

Für einen unkrautfreien Gehweg durch den Einsatz von Dansand sollten zunächst jegliches Unkraut und andere Beikräuter aus den Fugen zwischen den Gehwegplatten restlos entfernt werden. Anschließend wird die zu behandelnde Fläche mit Hilfe eines Hochdruckreinigers gereinigt, damit auch die Steine gründlich sauber sind. Die Ränder werden danach mit dem Fugensand aufgefüllt, welchen man dann mit einem Besen gleichmäßig verteilt und einfegt. Bei Bedarf kann auch eine Rüttelplatte für eine Verdichtung zum Einsatz kommen. Zusätzlich lässt sich Wasser verwenden, mit dem man den Sand zunächst einschlämmt und dann verteilt.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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