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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Waldmeister zum richtigen Zeitpunkt ernten und lagern

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Waldmeister zum richtigen Zeitpunkt ernten und lagern

Waldmeister (Galium odoratum) ist allgemein bekannt. Sein charakteristisches Aroma ist aus Eis und Getränken nicht wegzudenken. Waldmeister wird auch Wohlriechendes Labkraut genannt und kann selbst im eigenen Garten angebaut oder in Laubwäldern geerntet werden, wo man es in großen Ansammlungen findet. Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Waldmeister, beispielsweise als Tee, in Bowle, als Sirup oder zum Vertreiben von Motten.

Der Zeitpunkt der Ernte

Der Zeitpunkt der Ernte


Waldmeister kann nur innerhalb eines kurzen Zeitraumes geerntet werden. Zumindest wenn er zum Verzehr verwendet werden soll, denn es sammeln sich Cumaringlykoside in der Pflanze an, die in größeren Mengen schwer verträglich sind und zu Unwohlsein, Kopfschmerzen und bei regelmäßiger Einnahme zu Leberschäden führen. Soll das Kraut in Sträußchen oder in Mottensäckchen eingesetzt werden, kann es auch später geerntet werden.

Die Erntezeit zum Verzehr liegt zwischen März und Mai. Dabei ist zu beachten, dass es nicht ausreicht sich für den geeigneten Zeitpunkt am Kalender zu orientieren. Viel wichtiger ist, dass bei der Ernte beachtet wird, dass die Pflanzen noch nicht blühen, denn in der Blütezeit reichern sich die Cumaringlykoside verstärkt an. Deshalb ist es wichtig den richtigen Erntezeitpunkt abzupassen. Die weißen Blüten sind leicht zu erkennen. Wann die Pflanze blüht, kann je nach Standort und Lichtverhältnissen variieren.

Wo wächst Waldmeister?

Wo wächst Waldmeister
Waldmeister wächst an schattigen Standorten. Daher findet man ihn hauptsächlich im Wald, wo er ganze Teppiche bildet. Die Pflanze ist leicht zu identifizieren. Sie wird maximal 30 bis 35 cm hoch und ihre schmalen, länglichen Blätter sind in Etagen rings um den Stiel angeordnet. Wenn die Pflanze blüht, befinden sich die kleinen, weißen, kreuzförmigen Blüten an der Spitze.

Am Duft, für den Waldmeister bekannt ist, erkennt man die Pflanze im Wald eher nicht. Das typische Aroma entfaltet sich erst nach dem Ernten, nämlich beim Trocknen.

Wie wird Waldmeister richtig geerntet?

Wie wird Waldmeister richtig geerntet
Der gesamte oberirdische Teil der Pflanze kann geerntet werden. Am einfachsten ist es Stängel und Blätter direkt über der Erde mit einem Messer oder mit einer Schere abzutrennen. Werden die Wurzeln nicht herausgezogen oder beschädigt, kann der Waldmeister neu austreiben und weiterwachsen. Die gesammelten Pflänzchen sollten dann mit Wasser gereinigt werden.

Waldmeister richtig lagern

Um Waldmeister auch über den Frühling hinaus verwenden zu können, muss er richtig gelagert werden. Zunächst sollten die geernteten Pflanzen über Nacht liegen gelassen werden, damit sie welken. Bei diesem Prozess wandeln sich die Cumaringlykoside in Cumarin um, was dem Waldmeister sein charakteristisches Aroma verleiht.

Anschließend sollte das Kraut an einem warmen Ort zum Trocknen ausgelegt werden. Dafür darf die Umgebung nicht zu feucht und nicht zu hell sein, denn Licht könnte dazu führen, dass sich die Blätter verfärben. Man kann Waldmeister auch in kleinen Sträußchen gebunden kopfüber an luftigen Orten zum Trocknen aufhängen. Ist der Waldmeister komplett getrocknet, kann er in luftdicht verschließbare Gläser gefüllt und gelagert werden. Alternativ kann frisch geernteter Waldmeister auch eingefroren werden. Im Gefrierfach entfaltet er ebenfalls sein bekanntes Aroma und kann das ganze Jahr über verwendet werden. Die Intensität des Aromas bleibt so sogar länger erhalten als beim Trocknen.

Genau wie Cumaringlykosid kann auch eine hohe Dosis Cumarin zu Kopf- und Magenschmerzen, Durchfall und Leberleiden führen. Waldmeister sollte daher stets in Maßen an Speisen und Getränke gemischt werden.

Expertentipp

Wer Waldmeister im eigenen Garten anbauen möchte, sollte einen schattigen Ort für die Pflanze auswählen. Wichtig ist, das Kraut nach der Aussaat erst im zweiten Jahr zu ernten. Das Wurzelsystem bildet sich im ersten Jahr aus und dieser Vorgang kann gestört werden, wenn man die Sprossen oberhalb der Erde abgetrennt. Ab dem zweiten Jahr kann Waldmeister jedoch ganz normal geerntet und verarbeitet werden.

Häufig gestellte Fragen

Kann Waldmeister im Topf gezogen werden?

Waldmeister kann an schattigen Standorten auch im Topf kultiviert werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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