Waldreben, vielen Hobbygärtnern besser als Klematis bekannt, sind beliebte, attraktiv blühende Rank- und Kletterpflanzen für heimische Gärten, mit denen Spaliere, Wände oder Zäune begrünt werden können. Rankende Blühpflanzen sind auch auf Balkonen und Terrassen ein Blickfang. Ob es möglich ist, Waldreben auf dem Balkon zu kultivieren, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Waldreben – Sträucher mit schönen Blüten
Waldreben gehören mit ihren rund 300 Arten zu den Hahnenfußgewächsen, die weltweit in den gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Amerikas zu finden sind. Die meist kletternden, zuweilen aufrecht stehenden Sträucher mit den sich windenden Blattstielen bilden glockige bis tellerförmige Blüten in den Farben Weiß, Violett, Blau oder Rosa. In unseren Breiten wachsen die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) und die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), auch Hexenzwirn genannt, in der freien Natur und können Wuchshöhen von bis zu sieben Metern erreichen. Bei den im Fachhandel erhältlichen Sorten handelt es sich um Hybride.
Schutzmaßnahmen im Winter

Die Blütezeit von Juni bis September macht Waldreben für Balkone besonders interessant. Sorten wie die Italienische Waldrebe (Clematis viticella) oder die Glockenblütige Waldrebe (Clematis campaniflora) überzeugen mit ihrer einmaligen Blütenfülle und sind zudem winterhart.
Die Kultur in Pflanzgefäßen unterscheidet sich jedoch von der in Beeten. Die meisten Arten gedeihen in Kübeln recht gut, benötigen im Winter jedoch Schutzmaßnahmen, sodass die Wurzelballen nicht erfrieren. Das Unterlegen von dicken Holz- oder Styroporplatten und das Umwickeln der Pflanzgefäße mit Vlies oder Schilfmatten kann ein Durchfrieren und das Absterben der Wurzeln verhindern. Zudem sollte das Substrat mit Laub, Reisig oder Stroh abgedeckt werden.
Geeignetes Pflanzgefäße

Waldreben benötigen geräumige Pflanzgefäße, um sich in all ihrer Pracht entfalten zu können. Ein Fassungsvermögen von mindestens 20 Litern ist notwendig, da die Pflanzen benötigte Nährstoffe aus dem Wurzelballen ziehen und genügend Stabilität benötigen, je größer sie werden.
Das Material der Pflanzgefäße ist ebenfalls wichtig. Ideal sind stabile, frostfeste Kübel aus Terrakotta, in denen Waldreben stets kühl stehen. Eine zusätzliche Drainageschicht und Abflusslöcher verhindern, dass sich Staunässe bilden kann. Als Substrat empfiehlt sich hochwertige Kübelpflanzenerde, die humos und strukturstabil ist.
Pflege

Kletterhilfen für Waldreben müssen stabil sein und starken Windböen standhalten, damit sich die Ranken gut festhalten können und die Pflanzen auch auf Balkonen stabil und sicher stehen. Waldreben in Kübeln müssen, auch im Winter, regelmäßig gegossen werden. Während der Blütezeit und kurz davor sollte man die Kletterpflanzen mit Flüssigdünger versorgen, der alle zwei bis drei Wochen über das Gießwasser zugeführt wird.
Geeignete Sorten
Prinzipiell eignet sich jede Sorte zur Kultivierung auf Balkonen und Terrassen. Dennoch bieten sich eher die Sorten an, die nicht zu sehr in die Höhe ranken. Ideal sind zum Beispiel die Italienische Waldrebe, Clematis integrifolia ‘Alba’ oder ‘Durandii’ und die Berg-Waldrebe (Clematis montana).
Expertentipp
Die Kübel können zusätzlich mit Sommerblumen bepflanzt werden, da Waldreben einen schattigen Wurzelbereich bevorzugen. Die Bepflanzung sollte lediglich am Rand erfolgen, damit sich die Wurzeln nicht gegenseitig behindern oder Nährstoffe entziehen.
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