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Kletterpflanzen

Waldreben – eine Auswahl frostverträglicher Arten

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Waldreben - eine Auswahl frostverträglicher Arten

Bei Waldreben, die auch unter der Bezeichnung Klematis (Clematis) geläufig sind, handelt es sich um eine Pflanzengattung, die zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehört. Es gibt mehr als 300 verschiedene Arten, die weltweit überwiegend in gemäßigten Gebieten verbreitet sind.

In Deutschland sind mehrere Arten heimisch. Viele der oft kletternden Sträucher mit sich windenden Blattstielen und glocken- oder tellerförmigen Blüten werden als Zierpflanzen kultiviert. In diesem Beitrag wird eine kleine Auswahl an attraktiven und frostverträglichen Arten vorgestellt.

Winterharte Waldreben

Winterharte Waldreben


Als herrlich blühende Kletterpflanzen sind verschiedene Arten zur Begrünung von Zäunen, Pergolen, Mauern und Fassaden geeignet. Während der Mittagsstunden sollten Waldreben keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt und die Wurzelbereiche zudem beschattet sein.

Blühende Waldreben verbreiten mediterranes Flair. Doch nicht alle Arten sind gleichermaßen gut zum Überwintern in kühleren Breiten geeignet. Je nach Art bzw. Sorte blühen Klematis zu unterschiedlichen Zeiten.

Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)

Gewöhnliche Waldreben sind eine besonders robuste, heimische Art. Die linkswindende Kletterpflanze bildet kleine, cremeweiße Blüten, lange Staubgefäße und blüht in Dolden. Sie sind frosthart und gedeihen üppig. Gewöhnliche Waldreben passen besonders gut in naturbelassene Gärten und eignen sich als Kletterkünstler mit Wuchshöhen von bis zu 10 Metern hervorragend zum Beranken alter Bäume. Sie blühen recht spät von Juli bis Oktober.

Alpen-Waldrebe (Clematis alpina)

Bei Alpen-Waldreben handelt es sich um eine absolut winterharte Art. Die aus Europa stammenden Gewächse bilden spitz zulaufende Blütenblätter. Die Blüten sind 2,5 bis 4 Zentimeter groß und werden von sehr vielen Staubblättern geziert. Die vier Hüllblätter leuchten in den Farben blau oder violett.

Im Handel werden unter anderem die purpur-violette Sorte ‚Ruby‘, die rosa blühende und weiß geränderte Sorte ‚Willy‘ und die blau blühende ‚Frances Rivis‘ angeboten. Die Blütezeit der Alpen-Waldreben erstreckt sich von Mai bis August. Manch gezüchtete Sorte, wie Clematis alpina ‚Willy‘, blüht bereits sehr früh von April bis Mai.

Italienische Waldrebe (Clematis viticella)

Italienische Waldreben sind ebenfalls sehr winterhart. Sie können Wuchshöhen von bis zu 5 Metern und Breiten von 3,5 Metern erreichen. Sie blühen recht spät zwischen Juni und September. Der üppige Blütenschmuck mit den dekorativen fünfblättrigen Blüten zeigt sich naturgemäß in hellem Violett. Im Fachhandel sind unter anderem die dunkelvioletten Sorten ‚Etoile Violette‘ und ‚Polish Spirit‘ sowie die dunkelrote Sorte ‚Rubra‘ erhältlich.

Großblumige Waldrebe (Clematis macropetala)

Großblumige Waldreben stammen ursprünglich aus Nordchina und dem Osten Sibiriens. Sie gelten als extrem frostfest und nehmen Temperaturen von über -20 Grad Celsius klaglos hin. Sie bezaubern mit ihren großen, schalenförmigen und blau-violett gefärbten Blüten, die weiß gefüllt sind. Die Kletterpflanzen können Wuchshöhen von bis zu 3 Metern erreichen und blühen von April bis Mai.

Expertentipp

Waldreben können das ganze Jahr über in frostfreie Böden gepflanzt werden. Die beste Zeit für die Pflanzung ist der Zeitraum zwischen August und Oktober, wenn die Bodentemperaturen zwischen 15 und 22 Grad Celsius liegen. Waldreben bevorzugen kühle, frische, nährstoffreiche und humose Böden. Staunässe vertragen sie nicht. Im ersten Winter nach der Pflanzung sollte der Wurzelbereich vorbeugend mit Rindenmulch oder Reisig abgedeckt werden.

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