Die Blätter der Magnolie sind das Tor zu ihrer Seele. Geht es ihr nicht gut, zeigt sie das dem Gärtner anhand verfärbter oder gar ausfallender Blätter. Die Gründe dafür sind vielfältig. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Ursachen erkennen und dagegen vorgehen können.
Blattverlust im Herbst
Wer keine immergrüne Magnolienart sein Eigen nennt, muss sich im Herbst nicht über fallende Blätter wundern. Wie die Mehrzahl der Laubgewächse wirft sie ihre Blätter im Herbst ab und bereitet sich auf den Winter vor.
Blattverlust im Frühjahr oder Sommer
Besorgniserregend ist es, wenn die Magnolie bereits im Frühjahr oder Sommer damit beginnt, ihre Blätter abzuwerfen. Begutachten Sie in einem solchen Fall die Blätter der Pflanze. Ihre Farbgebung verrät Ihnen die Ursache des unerwarteten Blutverlustes:
Die Blätter verfärben sich gelb

Wahrscheinlich leidet Ihre Pflanze an einem Magnesiummangel. Düngen Sie die Magnolie in diesem Fall mit einem magnesiumhaltigen Dünger. Zudem können Sie einmal im Jahr etwas Bittersalz in die Erde einarbeiten. Auf diese Weise beugen Sie einem Mangel an Magnesium künftig vor.
Hellgrüne, blasse Blätter an der Magnolie

Eine solche Verfärbung deutet in der Regel auf einen Mangel an Stickstoff hin. Mit stickstoffhaltigem Dünger (beispielsweise Hornspäne) versorgen Sie Ihre Magnolie mit diesem wichtigen Nährstoff.
Braun verfärbte Blätter
In erster Linie sind braune Blätter ein Zeichen für Wasserknappheit. Aber Vorsicht, auch Staunässe kann zu dieser Verfärbung führen. Überprüfen Sie die Erde um die Pflanze herum. Handelt es sich um Staunässe, sollten Sie die Erde vorsichtig auflockern und die Magnolie umsetzen. Können Sie fehlende Flüssigkeit sowie Staunässe ausschließen, kann ein Mangel an Kalium vorliegen. Arbeiten Sie etwas Thomasmehl in die Erde ein. Dieses versorgt die Magnolie zusätzlich zum Kalium mit Phosphor, Schwefel und Magnesium.
Weiße Flecken auf den Blättern
Bilden sich weiße Flecken auf den Blättern, liegt ein Befall mit Mehltau vor. Echter Mehltau ist unter Nutz- und Zierpflanzen eine weit verbreitete Pilzerkrankung. In diesem Fall sollten Sie die Magnolie zurückschneiden und ein Fungizid einsetzen, um den Pilz zu bekämpfen. Als schonende Alternative hat sich eine Mischung aus Vollmilch und Wasser im Verhältnis 1:8 bewährt. Besprühen Sie die Pflanze damit mehrmals wöchentlich.
Einzelne braune oder schwarze Flecken
Hier handelt es sich wahrscheinlich um die Blattfleckenkrankheit. Sie wird meist durch Pilze, selten auch durch Viren oder Bakterien übertragen. Schneiden Sie die betroffenen Triebe zurück und behandeln Sie die Pflanze mit einem Breitbandfungizid.
Blattverlust aufgrund eines Standortwechsels
Nach dem Umpflanzen oder Einpflanzen muss die Magnolie sich an den neuen Standort gewöhnen. In seltenen Fällen erleiden hierbei auch die Wurzeln der Magnolie leichte Schäden. Beobachten Sie Ihre Pflanze in der folgenden Zeit, um sicherzugehen, dass sie sich an ihrem neuen Standort wohlfühlt. Hält der Blattverlust an, sollten Sie den Standort überdenken.
Expertentipp
Nutzen Sie Kaffeesatz als kostenlosen Dünger. Dieser versorgt die Magnolie mit wertvollen Nährstoffen und sorgt dafür, dass der Boden sauer bleibt. Streuen Sie hierfür das getrocknete Pulver über den Wurzeln auf die Erde und arbeiten Sie es oberflächlich ein.
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