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Weihnachtsstern richtig schneiden

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Weihnachtsstern richtig schneiden

Weihnachten ohne Weihnachtsstern? Undenkbar! Die Pflanze mit den dekorativen roten, rosa- oder cremefarbenen Hochblättern gehört ebenso zu Weihnachten, wie Lebkuchen und ein geschmückter Tannenbaum. Der Weihnachtsstern gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist zweifelsohne der Schönste seiner Gattung.

Wissenswertes

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Bei dem Weihnachtsstern, den wir hierzulande nur als Topfpflanze kennen, handelt es sich eigentlich um einen ausdauernden und immergrünen Strauch aus Süd- und Mittelamerika. Wer den Weihnachtsstern schon einmal in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gesehen hat, war höchst wahrscheinlich überrascht, denn in ihrer tropischen Heimat wachsen die Pflanzen zu bis zu sechs Meter hohen Sträuchern oder Bäumen heran.

Die kompakte Wuchsform des Weihnachtssternes, wie Sie Ihnen hierzulande bekannt ist, wird durch chemische Hemmstoffe und durch den begrenzten Platz im Topf, künstlich herbeigeführt. Weihnachtssterne, deren Wurzeln sich nicht ungehindert ausbreiten können, erreichen in der Regel eine Wuchshöhe von nur 50 bis 60 Zentimetern und werden rund 40 bis 45 Zentimeter breit.

Weihnachtsstern schneiden – so gelingt der Schnitt

Weihnachtsstern schneiden - so gelingt der Schnitt
Gehören Sie zu denen, die Ihren Weihnachtsstern nach den Weihnachtsfeiertagen entsorgen, weil er seine hübschen, roten Hochblätter verloren hat? Sie tun der Pflanze damit Unrecht, denn wer seinen Weihnachtsstern gut behandelt und ihm ein wenig Aufmerksamkeit und Pflege zukommen lässt, kann sich lange Zeit an ihm erfreuen.

Hat der mehrjährige Weihnachtsstern seine farbigen Hochblätter abgeworfen, ist es durchaus möglich, die Pflanze ohne allzu großen Aufwand zu übersommern. Mit der richtigen Pflege wird Sie das hübsche Gewächs auch im nächsten Jahr mit seinen schönen farbigen Blättern verwöhnen. Entscheidend ist, dass Sie Ihren Weihnachtsstern sofort nach der Blüte stark zurückschneiden und ihn anschließend in frisches und durchlässiges Substrat pflanzen.

Verwenden Sie zum Schneiden Ihres Weihnachtssterns eine scharfe Schere, denn die Triebe der Pflanze sind weich und können schnell gequetscht werden. Es empfiehlt sich bei der Arbeit Handschuhe zu tragen, da der Weihnachtsstern giftig ist. Wie bei allen Wolfsmilchgewächsen tritt aus den Schnittstellen ein milchiger, hautreizender Saft aus. Tauchen Sie die Schnittstelle in Wasser oder halten Sie für einen kurzen Moment eine Flamme an die Wunde, können Sie Blutung zum Stillstand bringen. Grundsätzlich sollten Sie alle Triebe abschneiden, die sich überkreuzen, die abgeknickt sind oder andere Beschädigungen aufweisen. Der Weihnachtsstern selbst verträgt starke Rückschnitte, die bis ins Holz reichen. Die Pflanze wird nach einigen Wochen neu austreiben und buschiger werden als zuvor.

Entdecken Sie vertrocknete Triebe, kann das an zu großer Feuchtigkeit, aber auch an übermäßiger Trockenheit liegen. Fällt Ihnen beim Schnitt auf, dass der Wurzelballen zu nass ist, sollten Sie ihn großzügig mit Küchenpapier umwickeln, um ihn zu trocknen. Einen zu trockenen Ballen sollten Sie so lange in Wasser tauchen bis keine Blasen mehr aufsteigen. Warten Sie ab, ob sich die Triebe in den nächsten Tagen erholen. Wenn nicht, sollten Sie auch diese zurückschneiden.

Expertentipp

Versuchen Sie doch einmal den Weihnachtsstern über Stecklinge zu vermehren. Die nötigen Stecklinge fallen beim Rückschnitt der Pflanze im Frühjahr und auch bei Schnitt in den Sommermonaten an. Sie sollten Ihre Stecklinge auf eine Länge von etwa sieben bis zehn Zentimetern stutzen. Beachten Sie dabei, dass aus den Enden der Stecklinge Milchsaft austritt. Tragen Sie Handschuhe, um Ihre Haut zu schützen. Tauchen Sie die Enden Ihrer Stecklinge kurz in Wasser ein, um die zu Blutung stillen. Bereiten Sie ein Pflanzgefäß vor, das Sie mit einer Mischung aus Anzuchterde und grobem Sand befüllen. Setzen Sie Ihre Stecklinge in das Substrat. Bringen Sie den Topf an einen warmen Standort, denn die Stecklinge benötigen Temperaturen über 22 Grad Celsius, um Wurzeln zu bilden. Wer sicher gehen will, dass aus den Stecklingen neue Weihnachtssterne heranwachsen, kann sich zur Anzucht ein Mini-Gewächshaus mit Bodenheizung zulegen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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