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Schädlinge

Weintrauben vor Wespen schützen

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Weintrauben vor Wespen schützen

Die süßen Beeren der Weintrauben werden häufig von Wespen befallen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich die geliebten Trauben vor den unliebsamen Gästen schützen.

Wespenfraß schädigt die Traube

Wespenfraß schädigt die Traube


Wenn im Spätsommer die Weintrauben reif sind, freut man sich auf die Ernte. Der süße Duft reifer Weintrauben ist allerdings auch ein natürliches Lockmittel für Wespen. Mit ihren scharfen Beißwerkzeugen sind sie in der Lage, die saftigen Beeren nicht nur anzufressen, sondern sie regelrecht von innen her auszuhöhlen.

Dadurch, dass durch den Wespenfraß die Schale der Beeren verletzt wird, ist das freiliegende Fruchtfleisch anfälliger für einen Hefebefall. Dieser setzt eine vorzeitige Gärung innerhalb der Frucht in Gang. Der daraus entstehende Alkohol wird wiederum durch die in der Luft vorhandenen Essigbakterien infiziert und oxidiert zu Essig. Ist dieser Prozess einmal in Gang gesetzt, lässt er sich nicht mehr aufhalten und die Ernte ist unwiderruflich verdorben.

Organza-Beutel

Organza-Beutel
Um die Trauben gegen Wespenfraß zu schützen, hat sich das Einpacken der Früchte in Organza-Beutel bewährt. Da der Stoff luft- und sonnendurchlässig ist, stört er die Weintrauben nicht beim Wachsen und Reifen, die Wespen können sich aber nicht durch den Stoff hindurch fressen.

Alternativ können auch Papiertüten zum Schutz vor Wespen verwendet werden. Kunststoffbeutel sollten nicht zum Einsatz kommen, da sich unter ihnen leicht Kondenswasser bilden kann und die Früchte rasch anfangen zu faulen.

Bevor die Weintrauben eingetütet werden, sollten beschädigte oder kranke Beeren mit einer Schere herausgeschnitten werden.

Gesteinsmehl

Gesteinsmehl
Wird die Weintraube mit Gesteinsmehl, fein gemahlenem Stein, bestäubt, bildet sich auf der Beerenhaut eine für Wespen unangenehme Oberfläche, die diesen den Appetit verdirbt.

Um das Gesteinsmehl aufzubringen, ist ein spezieller Zerstäuber nötig, der am Traktor angebracht wird und die Reben „einpudert“. Die Gesteinsmehlschicht ist dabei so fein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Außerdem ist Gesteinsmehl geschmacksneutral und setzt sich im Most dank seines Gewichts nach unten ab bzw. kann nach dem Keltern entfernt werden.

Pflanzenschutzmittel

Vom Einsatz giftigen Pflanzenschutzmittels ist aus mehreren Gründen abzuraten. Da die Weintrauben in der Regel pur oder weiterverarbeitet verzehrt werden, sollten die Reben nicht mit giftigen Substanzen in Verbindung kommen. Außerdem bieten Pflanzenschutzmittel keinen dauerhaften Erfolg gegen Wespenfraß. Im Gegensatz zu Blatt- oder Schildläusen sitzen Wespen nicht stationär an der Rebe, sondern sie kommen häufig über weite Entfernung angeflogen, fressen sich satt und fliegen dann weiter. Pflanzenschutzmittel kann hier also nicht in gewohnter Form wirken.

Expertentipp

Wer bei dem Versuch, eine Wespe abzuwehren, gestochen worden ist, sollte folgendes versuchen: Statt wie gewohnt die Stelle zu kühlen, sollte der Stich zunächst im warmen und später immer heißer werdenden Wasser gebadet werden. Dies ist zwar unangenehm, das Insektengift wird durch die Hitzeeinwirkung jedoch zerstört. Die Stelle um den Einstich juckt weniger und auch die Schwellung fällt meist geringer aus.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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