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Wie winterhart ist Flieder?

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Wie winterhart ist Flieder

Flieder ist eine der beliebtesten Blütenpflanzen, denn bereits im Mai zeigt er üppige Blütendolden aus weißen und hell- bis dunkellila gefärbten Blüten. Nicht nur die überschwängliche Blütenfülle macht ihn beliebt, sondern auch sein betörender Blütenduft. Eine zweite Blütenwelle folgt von Juni bis August mit schmaleren, leicht überhängenden Blütendolden, die eine breitere Farbskala aufweisen, in der auch Gelbtöne nicht fehlen.

Alle Fliederarten haben endständige Blütendolden. Die in Mitteleuropa verwendeten Fliederarten werfen ihre Blätter im Herbst ab. Vor der Entscheidung, welcher Flieder gut in den Garten passt oder sogar im Kübel Balkon oder Terrasse schmückt, fragen sich Fliederliebhaber: Wie winterhart ist mein Flieder?

Verschiedene Arten Flieder

  • Der früh blühende Flieder, auch echter oder gewöhnlicher Flieder genannt, hat die botanische Bezeichnung Syringa vulgaris.
  • Der Sommerflieder oder Schmetterlingsflieder ist dagegen botanisch eine Buddleja davidii.
  • In den vergangenen Jahren hat sich eine exotische Schönheit dazu gesellt. Sie blüht von Juli bis September und wird Flieder des Südens genannt, manchmal als Kreppmyrte bezeichnet und heißt botanisch Lagerstroemia.

Flieder wächst im Beet und im Kübel. Die drei Arten unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild und in ihrer Winterhärte.

Syringa vulgaris

Syringa vulgaris


Die Art entwickelt sich zu einem dichten Strauch und sieht mit ihren dunkelgrünen, herzförmigen Blättern auch außerhalb der Blütezeit ansehnlich aus. Syringa kam schon im 16. Jahrhundert nach Mitteleuropa und hat sich als äußerst robust erwiesen. Der Strauch verträgt über längere Zeit Frost mit zweistelligen Minusgraden. Die vielfältigen Sorten, auch Edelflieder genannt, sind ebenfalls winterhart.

Buddleja davidii

Buddleja davidii
Die Pflanze wächst als niedriger, vielfach verzweigter Strauch, hat häufig überhängende Zweige und lanzettliche, gezähnte Blätter, gedeiht an vielen Stellen und ist weitgehend winterhart. In milden Regionen mit Weinklima überstehen Äste und Zweige unbeschadet die Wintermonate. Wächst die Pflanze in Gegenden mit rauem Klima und langen Frostperioden, frieren die Zweige zurück. Frische Triebe entstehen neu aus dem Wurzelstock, an deren Spitzen sich auch die Blüten bilden. Nachteilig wirken sich dagegen Spätfröste aus, die frische Zweige, Blätter und Blütenknospen schädigen.

Lagerstroemia

Lagerstroemia
Die Pflanze stammt aus Asien, gehört zu den Weiderichgewächsen (Lythraceae) und entwickelt sich überwiegend als Baum. Die Blüten haben weiße, gelbe und rote, gekreppt aussehende Blüten, an den Zweigen entstehen ledrige, elliptische Blätter. In sehr milden Regionen Mitteleuropas gilt die Lagerstroemia indica als frosthart. Sie übersteht kurze Zeit niedrige, einstellige Minusgrade und gedeiht mit gutem Winterschutz in warmen Lagen der Weinanbaugebiete auch im Freien. Generell sind die Lagerströmien in Mitteleuropa jedoch Kübelpflanzen, die im frostfreien Quartier überwintern.

Winterschutz für den Flieder im Kübel

Anders als der Flieder des Südens müssen die beiden anderen Fliederarten auch als Kübelpflanze nicht in ein Winterquartier. Es reicht, den Topf mit einem Gewebe zu ummanteln, das mit trockenen Blättern, beispielsweise der Buche, aufgefüllt ist. Zwischen die Zweige kommt Reisig und an exponierten Standorten erhält der Strauch ein Wärmevlies. Hilfreich ist auch der Rückschnitt des Schmetterlingsflieders im Herbst.

Expertentipp

Wird ein Lieblingsflieder von Spätfrost bedroht, hilft eine Haube aus Wärmevlies, das locker über die Zweige gezogen wird. So überstehen die frischen Knospen kurzzeitig Minusgrade und entwickeln sich unbeschadet weiter.

Häufig gestellte Fragen

Mein Flieder hat kleine Blüten und blüht im Sommer. Ist er winterhart?

Es gibt Edelflieder, der kurze Blütendolden entwickelt und erst im Juli oder August, manchmal noch einmal im Herbst blüht. Er ist winterhart.

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© www.istockphoto.com/Tamara Volodina

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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