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Schädlinge

Wollläuse an Kakteen

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Wollläuse an Kakteen

Zu ihrem Schutz haben Kakteen ein ausgeprägtes Dornenkleid. Dieses interessiert kleine Schädlinge wie Wollläuse jedoch nicht. Der Pflanzensaft der Kakteen ist hierbei deren Hauptziel. Ein Wollläuse-Befall bleibt jedoch nie ohne Konsequenzen und bereits nach kurzer Zeit ohne entsprechende Bekämpfung, macht sich dies auch optisch an den Kakteen bemerkbar.

Wollläusebefall – Anzeichen erkennen und Maßnahmen ergreifen

Wollläusebefall - Anzeichen erkennen und Maßnahmen ergreifen


Ob die Kakteen einem Wollläusebefall zum Opfer gefallen sind, lässt sich recht einfach erkennen. Winziges, watteähnliches Gewebe hat sich auf der grünen Pflanzenhaut ausgebreitet. Unter diesem Gewebe haben sich die Wollläuse angesiedelt und entziehen den Kakteen den Pflanzensaft. Dieser Belag ist meist schmierig und lässt sich auf den Schädlingsbefall zurückführen.
Liegt ein solcher Befall nun vor, sind alle Pflanzen im näheren Umkreis genau zu untersuchen. Alle befallenen Pflanzen sind dann unverzüglich von den gesunden Pflanzen zu isolieren. Anschließend wird der Schädlingsbefall wie folgt bekämpft:

Wollläuse entfernen

Alle ersichtlichen Schädlinge sind mit einer Pinzette abzusammeln. Die watteähnliche Wolle sowie die Eier sind dann mit einer weichen Zahnbürste zu entfernen.

Umtopfen

Im Kakteensubstrat befinden sich meist noch die Eier der Wollläuse. Deshalb ist das Substrat vorsichtig vom Kaktus zu entfernen und der Topf mit heißem Wasser und Seife auszuspülen. Anschließend wird dieser mit frischem Substrat befüllt und der Kaktus kann wieder eingepflanzt werden.

Kontrolle

Häufig haben sich nicht alle Schädlinge restlos entfernen lassen. Deshalb ist es wichtig, dass die befallenen Pflanzen weiterhin isoliert bleiben und behandelt werden. Erst nach einer Laus-freien Zeit von mindestens zwei Wochen sind die Kakteen wieder gesellschaftsfähig.

Bekämpfung der Wollläuse mit Hausmitteln

Bekämpfung der Wollläuse mit Hausmitteln
Einige Hausmittel haben sich bei der Bekämpfung von Wollläusen bewährt. So sind die befallenen Pflanzen beispielsweise mit einem Spiritus getränkten Wattestäbchen regelmäßig zu betupfen. Eine weitere Methode ist die Befüllung einer Parfümflasche mit Melissengeist, welcher regelmäßig auf die Kakteen gesprüht wird. Neemöl eignet sich ebenfalls gut, um die Wollläuse loszuwerden. Mit einem Pinsel oder Wattestäbchen wird das Öl auf die Kakteen getupft. In geringen Maßen kann Neemöl auch ins Gießwasser gegeben werden. Nur in letzter Instanz sollte zu chemischen Mitteln bei der Bekämpfung von Schädlingen gegriffen werden. Erzielen die Hausmittel nach erneuter Anwendung nicht das gewünschte Ergebnis, können dann auch Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

So kann dem Schädlingsbefall vorgebeugt werden

Oft werden Wollläuse durch neu gekaufte Pflanzen eingeschleppt und befallen dann alle Gewächse in ihrer näheren Umgebung. Die neuen Kakteen sollten also direkt umgetopft und mit neuem Substrat versorgt werden. Staunässe ist hierbei dringend zu vermeiden, da Feuchtigkeit und schlechte Belüftung den Befall fördern können. Das neue Kaktusgewächs ist anschließend zwei Wochen zu isolieren und anschließend mit allen anderen Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge zu überprüfen.

Expertentipp

Auch Wollläuse haben natürliche Feinde. Die sogenannten Nützlinge bekämpfen die Schädlinge, in dem sie diese verspeisen. So können beispielsweise Australische Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) ausgesetzt werden. Diese eignen sich besonders für Kakteen in Wintergärten. Wer seine Kakteen in einem Gewächshaus stehen hat, der kann alternativ auch Schlupfwespen gegen den Wolllaus-Befall einsetzen.

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Bildquellen:

© www.flickr.com/Maja Dumat
© www.istockphoto.com/Sabine Wagner
© www.istockphoto.com/Viorel Poparcea

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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