Kamelien, die ein wenig an Rosen erinnern, gehören zu den beliebtesten Garten- und Kübelpflanzen. Die fernöstliche Schönheit blüht je nach Sorte von Mai bis September und begeistert aufgrund ihrer vielfältig geformten Blütenpracht in den unterschiedlichsten Farben. Darüber hinaus verfügt sie über wohlgeformte immergrüne Blätter. Die Pflanze zählt zur Familie der Teestrauchgewächse und ist ursprünglich in Ostasien beheimatet. Kamelien sind nicht ganz pflegeleicht, denn die asiatische Blühpflanze reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen während der Blütezeit.
Kamelien überwintern und vor Frost schützen
Tatsächlich gelten Kamelien gerne als winterhart, doch die meisten Arten vertragen keinen Frost. Ob die Pflanze den Winter im Freien gut übersteht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt die jeweilige Region und das dortige Klima eine Rolle und zum anderen der Standort im Freien. Dieser sollte Kamelien vor kalter Morgensonne, eisigen Winden sowie rauen Frostnächten schützen. Um Frostschäden am Wurzelballen von Kamelien zu vermeiden, sollte dieser mit einer Schicht aus Mulch bedeckt werden. Hierfür ist beispielsweise Laub geeignet, welches nicht nur als Kälteschutz dient, sondern den Zierstrauch auch gleichzeitig vor dem Austrocknen schützt. Darüber hinaus wird verhindert, dass sich Unkraut ausbreitet. Laubmulch können Sie mit Kompost und Stroh mischen, was den empfindlichen Wurzeln der Pflanze zugutekommt. Es ist empfehlenswert, sowohl den unteren Stamm als auch die Wurzelballen von Kamelien mit Vlies oder Tannenzweigen vor frostigen Temperaturen zu schützen.
Kamelien im Topf oder Kübel überwintern

Kamelien in Töpfen oder Kübeln vertragen Temperaturen bis zu – 5 Grad Celsius und sollten deshalb so lange wie möglich im Freien verbringen. Als Winterquartier eignen sich helle, kühle und frostfreie Plätze wie zum Beispiel Treppenflure, Wintergärten, Garagen oder ein windgeschützter, niederschlagsfreier Standort nahe der Hauswand. Die Raumtemperatur sollte idealerweise nicht über 15 Grad Celsius liegen. Zusätzlichen Schutz vor eisiger Kälte bieten isolierende Bodenplatten sowie Vlies, mit dem Sie die Pflanze umwickeln können. Bereits ab Ende Februar, wenn die stärksten Fröste überstanden sind, können Kamelien wieder zurück ins Freie verbracht werden. Kontrollieren Sie die Pflanze im Winterquartier hin und wieder auf Schädlinge, da hier gelegentlich Wollläuse, Schildläuse oder Dickmaurüssler auftreten. Kamelien, deren Blütezeit auf das Frühjahr fällt, überstehen frühen Frost besser als solche Sorten, die erst im Herbst blühen.
Expertentipp
Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit während des Überwinterns der Pflanzen empfiehlt es sich, diese mit kalkfreiem Wasser regelmäßig zu besprühen. Gewöhnen Sie die Kamelien ab Februar langsam an höhere Temperaturen und gießen Sie die Pflanzen regelmäßig. Vermeiden Sie Staunässe, damit die empfindlichen Wurzeln nicht absterben. Um ein üppiges Blütenwachstum zu fördern, eignet sich nach der Winterruhe ein heller Standort im Freiland. Kamelien benötigen viel Stickstoff, deshalb sollten Sie die Pflanzen vor Austriebsbeginn vorzugsweise mit Langzeitdünger für Rhododendren versorgen. Der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen von Kamelien ist der Herbst, wenn die Blütezeit zu Ende ist.
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