Die zu den Teeblattgewächsen gehörende Kamelie bezaubert mit ihren exotischen und anmutigen Blüten Pflanzenfreunde auf der ganzen Welt. Da die Kamelie nicht winterhart ist, wird sie hierzulande meist im Topf kultiviert und gilt oftmals als schwierig zu pflegen.
Doch unter Beachtung einiger weniger Pflegetipps ist die Haltung von Kamelien nicht so schwierig. Dabei spielen vor allem das richtige Gießen und Düngen eine große Rolle. Steht die Kamelie am richtigen Standort und wird sie richtig gegossen und gedüngt, haben auch Anfänger viel Freude an dieser hübschen Blühpflanze.
Die Kamelie liebt es hell und nicht zu warm
Die ursprünglich aus Ostasien stammende Kamelie gehört sicher nicht zu den pflegeleichtesten Topfpflanzen, doch mit ein bisschen Fingerspitzengefühl legt die immergrüne Kamelie immer wieder eine Fülle neuer Blütenknospen an.
Bei der Standortwahl ist ein halbschattiger, aber gut belichteter Platz ideal. Optimal ist ein Platz im Gewächshaus oder in einem Wintergarten. Im Sommer kann die Kamelie auch gut auf der Terrasse stehen.
Die Temperaturen sollten im Sommer nicht zu hoch sein. Kamelien benötigen einen sehr hellen, kühlen, im Winter aber unbedingt frostfreien Standort mit einer möglichst hohen Luftfeuchtigkeit. Ein warmes Wohnzimmer eignet sich daher nicht sehr gut.
Kamelie richtig gießen

Kamelien benötigen immer genügend Feuchtigkeit und müssen daher regelmäßig gewässert werden. Von Oktober bis zum nächsten Frühjahr wird die Pflanze weniger gegossen. Der Wurzelballen darf jedoch auch im Winter nicht austrocknen. Die Kamelie hat ein sehr feines Wurzelwerk und bei Trockenheit sterben die filigranen Wurzeln schnell ab. Staunässe ist genauso schädlich wie ein zu trockener Wurzelballen. Gegossen werden sollte daher immer erst, wenn die Erdoberfläche trocken ist.
Ähnlich wie Rhododendren benötigt auch die Kamelie einen sauren Boden und ist sehr kalkempfindlich. Zum Gießen sollte daher nur entmineralisiertes Leitungswasser oder Regenwasser genutzt werden.
Die Luftfeuchtigkeit kann eher etwas zu hoch liegen als zu niedrig. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit, sollten die Blätter der Kamelie regelmäßig besprüht werden. Auch hierzu sollte ausschließlich Regenwasser oder kalkfreies Leitungswasser genutzt werden.
Kamelie richtig düngen

Damit die Kamelie viele Blüten entwickelt, benötigt sie genügend Nährstoffe. Richtiges Düngen ist daher wichtig. Am besten eignet sich ein Langzeitdünger oder ein organischer Dünger für Rhododendren.
Gedüngt wird, sobald der Neuaustrieb sichtbar wird. Ein Rhododendren-Langzeitdünger versorgt die Kamelie optimal während der gesamten Vegetationsphase. Bei einem organischen Dünger sollte im Mai noch einmal nachgedüngt werden. Alternativ kann die Pflanze ab dem Neuaustrieb bis zum Juni regelmäßig mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen versorgt werden.
Expertentipp
Kennt man die Bedürfnisse der Kamelie ist die Pflege gar nicht so schwer. Doch generell reagieren die hübschen Blütensträucher empfindlich, wenn ihre Bedürfnisse nicht optimal erfüllt werden. Kamelien haben zwar einen hohen Stickstoffbedarf, reagieren aber sehr empfindlich auf Salze.
Beim Düngen mit Rhododendren- oder Grünpflanzendünger ist es daher empfehlenswert, die auf der Packung angegebene Düngermenge grundsätzlich zu halbieren.
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