Sternmagnolien sind wunderschöne Blütensträucher, die in jedem Garten ein wahrer Blickfang sind. Sie gehören zu den Hartriegel-Arten, die zu den wertvollen Blütengehölzen gezählt werden. Hat die Sternmagnolie genügend Platz, muss im Idealfall gar nicht geschnitten werden. Wenn aber eine Schädigung oder Erkrankung vorliegt und der Blütenstrauch viel größer geworden ist als geplant, dann muss zur Schere gegriffen werden. Wie der Schnitt bei der Sternmagnolie funktioniert, zeigen wir heute.
Wie wächst die Sternmagnolie?
Die Sternmagnolie und Magnolien generell wachsen recht langsam. Bis ins hohe Alter nimmt die Anzahl der Blüten stetig zu und der Strauch entwickelt selbstständig eine schöne gleichmäßige Krone. Dafür verantwortlich ist der akrotone Wuchs, der vor allem an den Seiten- und Endknospen immer wieder neue Triebe bildet. Daraus ergibt sich ein stark verzweigter Strauch mit vielen Blüten.
Wann ist die richtige Zeit für einen Schnitt?
Idealerweise sollte der Schnitt an der Sternmagnolie direkt nach der Blütezeit erfolgen. Diese ist im Regelfall gegen Mai oder Juni beendet. Durch diesen Zeitpunkt wird der Strauch zusätzlich geschont. Wird direkt im Frühjahr in der Krone der Sternmagnolie herumgeschnitten, wird schnell sichtbar, dass der Strauch stark blutet und viel Energie in die Heilung investieren muss. Der Austrieb kann in diesem Jahr geringer ausfallen.
Wie wird der Aufbauschnitt bei der Magnolie durchgeführt?

Beim Kauf eines neuen, eher kleinen Strauches kann der Aufbauschnitt direkt bei der Pflanzung einen ordentlichen Wachstumsschub bewirken. Dazu werden die Haupttriebe um ein Drittel gekürzt. Der Schnitt sollte immer direkt über einer Triebknospe stattfinden, die nach außen zeigt. Auf diese Weise wird verhindert, dass später Triebe ins Innere der Krone wachsen. Bei sehr jungen Pflanzen verheilen die Schnittflächen recht schnell.
Wie werden ältere Kronen der Sternmagnolie geschnitten?

Der Beschnitt älterer Sträucher ist in der Regel nur notwendig, wenn eine Beschädigung entstanden ist oder die Krone generell zu breit geworden ist. In diesem Fall ist es empfehlenswert, alte Äste komplett zu entfernen oder diese direkt hinter einem neuen Seitentrieb abzuschneiden. Generell sollten nur Triebe entfernt werden, die blütenarm oder erkrankt sind, sowie sich kreuzende Triebe, die nach innen gerichtet wachsen.
Werden ganze Triebe herausgenommen, so sollte der Schnitt unbedingt am Astring erfolgen. Das ist das leicht aufgewölbte Gewebe am Stamm, welches das sogenannte Teilungsgewebe enthält. Dieses bildet die neue Rinde, wenn Schnittwunden zugefügt werden. Auf Schnitte, die einen größeren Durchmesser als zwei Zentimeter haben, sollte verzichtet werden. Die Wundheilung dauert bei diesen Schnitten sehr lange und schwächt den Strauch stark. Das Versiegeln der Schnittstellen ist nicht notwendig, diese können den Strauch eher schädigen.
Welcher Schnitt führt zu einer schmalen Krone?
Bei einer sehr ausufernden Krone können mit wenigen Schnitten die entsprechenden Korrekturen durchgeführt werden. Die Äste, die am weitesten nach außen ragen, können entweder ganz entfernt oder nach einem vitalen Seitentrieb abgeschnitten werden. Auf diese Weise wird die Wachstumsenergie auf den günstiger gelegenen Seitentrieb umgelenkt.
Expertentipp
An Schnittstellen treibt die Magnolie nur sehr zögerlich bis gar nicht wieder aus. Dies sollte beim Schnitt beachtet werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare