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Venusfliegenfalle richtig züchten

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Venusfliegenfalle richtig züchten

Fleischfressende Pflanzen üben eine ganz besondere Faszination auf viele Pflanzenfreunde aus, denn sie sind einzigartig und wirklich außergewöhnlich in der Welt der Pflanzen. An ihren natürlichen Habitaten sind sie an Standorten, die ebenso außergewöhnlich sind wie die Pflanzen selbst, zu finden.

Fleischfressende Pflanzen haben dank ihrer besonderen Strategien zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs Regionen erobert, die nahezu lebensfeindlich und für die meisten herkömmlichen Pflanzen völlig ungeeignet sind. Es ist also nicht verwunderlich, dass sie viele Pflanzenliebhaber zum Sammeln und Züchten anregen.

Die Venusfliegenfalle ist eine der bekanntesten Arten unter den Karnivoren und lässt sich sogar recht einfach selbst züchten.

Samen ernten

Samen ernten


Damit die Venusfliegenfalle Samen produziert, muss sie zunächst einmal blühen und die Blüten müssen anschließend bestäubt werden. Dazu muss man jedoch ein wenig Geduld mitbringen. Nur die älteren Exemplare der Venusfliegenfalle blühen. Es dauert etwa 4 Jahre, bis eine Jungpflanze zum ersten Mal blüht.

Da Venusfliegenfallen zwittrige Pflanzen sind, reicht eine Pflanze aus, um Samen zu ernten. Die Blüte erfolgt von April bis Juni. Normalerweise bestäuben Insekten die Blüten.

Bei der Kultivierung zuhause, kann die Bestäubung jedoch auch selbst vorgenommen werden:

  • mit einem Pinsel oder Wattestäbchen über die Staubgefäße aller Blüte gehen
  • den Blütenstaub so auf alle Blüten verteilen

Um ganz sicher zu gehen, sollte der Vorgang mehrfach wiederholt werden.

Sobald die Blüten verwelken, bilden sich Samenkapseln, die die unzähligen Samen der Venusfliegenfalle enthalten. Um ihn zu ernten, muss nur ein flaches Gefäß unter die vertrockneten Blüten gestellt werden. Sind die Samen reif, öffnen sich die Kapseln und die Samen fallen heraus.

Die richtige Aufbewahrung der Samen

Die richtige Aufbewahrung der Samen
Auch bei der Venusfliegenfalle erfolgt die Aussaat erst im nächsten Frühjahr. Die Samen müssen bis dahin richtig aufbewahrt werden, damit sie ihre Keimfähigkeit nicht verlieren.

Venusfliegenfallen gehören zu den Kaltkeimern. Das heißt, die Samen müssen in einer kühlen und dunklen Umgebung lagern, um die Fähigkeit zur Keimung zu erlangen. Die beste Methode zur Lagerung bietet der Kühlschrank.

Die Samen werden in einer Papiertüte oder einem anderen lichtundurchlässigen Behältnis aufbewahrt und im Gemüsefach des Kühlschranks bis zur Aussaat gelagert.

Samen aussäen

Die Aussaat erfolgt idealerweise Anfang März. Zur Zucht fleischfressender Pflanzen eignen sich kleine Anzuchttöpfe am besten. Diese werden mit zwei Dritteln Torf, gemischt mit einem Drittel Sand, befüllt. Anschließend wird das Substrat gut befeuchtet, denn zur Keimung benötigen die Samen ausreichend Feuchtigkeit.

Die Samen der Venusfliegenfalle gehören zu den Lichtkeimern. Sie werden daher nicht in der Erde gedrückt, sondern lediglich auf das Substrat aufgestreut.

Grundsätzlich benötigt die Venusfliegenfalle:

  • gleichbleibende Temperaturen von 20 bis maximal 30 Grad Celsius
  • einen hellen und sonnigen Standort
  • eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 Prozent

Dies gilt auch für die Keimung. Die Anzuchttöpfe sollten daher an einem möglichst hellen und sonnigen Standort aufgestellt werden. Damit ein ideales Mikroklima zur Keimung entsteht, müssen die Töpfe mit einer Abdeckhaube oder mit Klarsichtfolie abgedeckt werden.

Dabei gilt es jedoch darauf zu achten, dass keine Fäulnis und kein Schimmel entstehen. Eine Abdeckhaube darf den Topf nicht komplett verschließen, in eine Folie können Luftlöcher gestochen werden.

Einmal täglich sollten die Töpfe gelüftet werden. Das Substrat muss durchgehend feucht gehalten werden. Bis zur Keimung dauert es in der Regel circa 3 Wochen.

Expertentipp

Nach der Samenernte sollten die alten Blütenstände abgeschnitten werden. So erhält die Pflanze mehr Kraft, um neue Fliegenfallen zu bilden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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