Der Gelbe Holunder ist ein sommergrüner Strauch, wächst überhängend und erreicht eine Größe sowie Breite von zwei bis drei Metern. Seine zwanzig bis dreißig Zentimeter großen Blätter sind besonders dekorativ und strahlen in einer gelb-grünen Farbe. Die Rinde ist grau und die in den Monaten Juli und August zum Vorschein kommenden Blüten sind cremeweiß. Die hellroten Früchte des Gelben Holunders zeigen sich ab September.
Anbau
Der Gelbe Holunder bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte, kommt jedoch auch mit einem Schattenplatz klar. Er gilt als sehr anspruchsloses Gewächs und gedeiht auf fast jedem Boden. Optimal ist jedoch feuchte, kalkhaltige Erde, welche reich an Humus ist. Der optimale Zeitpunkt für die Pflanzung liegt entweder im Herbst oder im zeitigen Frühjahr.
Pflege
Der Gelbe Holunder ist ein pflegeleichter und genügsamer Strauch und benötigt keine umfangreichen Pflegemaßnahmen. Unmittelbar nach der Pflanzung sollte er regelmäßig mit Wasser versorgt werden, damit sich sein Wurzelwerk optimal ausbilden und gut anwachsen kann. Ältere Gewächse hingegen benötigen nur wenig Wasser und können auch längere Trockenperioden ohne Probleme überstehen. Bereits vor der Pflanzung des Gelben Holunders sollte das Pflanzloch mit Kompost oder einem Langzeitdünger angereichert werden. Sobald der Strauch ausreichend angewachsen ist, benötigt er keine weiteren Düngergaben. Möchte man den Gelben Holunder in Form halten und zudem einem schnellen Altern vorbeugen, so sollte dieser regelmäßig zurückgeschnitten werden.
Vermehrung

Der Gelbe Holunder kann auf unterschiedliche Arten vermehrt werden. Da eine Aussaat sehr zeitaufwendig und langwierig ist, wird der Strauch häufiger durch Stecklinge vermehrt. Dafür werden zehn bis fünfzehn Zentimeter lange Triebe von der Pflanze entfernt und bis auf die oberen Blätter von allen Blättern und Blütenansätzen befreit. Anschließend werden die Stecklinge in einer Tiefe von drei Zentimeter in geeignete Anzuchterde in einen Behälter gesetzt. Dieser sollte an einen hellen Ort platziert werden. Die Erde sollte man durchgehend feucht halten. Auf diese Weise können die Stecklinge bereits innerhalb kurzer Zeit Wurzeln ausbilden und anwachsen.
Krankheiten und Schädlinge

Zwar gibt es keine spezifischen Krankheiten oder Schädlinge, welche beim Gelben Holunder festgestellt wurden, jedoch sollte man den Strauch regelmäßig auf Blattläuse kontrollieren. Weiterhin kommt es vor, dass Wühlmäuse an der Pflanze auftreten können, welche insbesondere bei einem trockenen und lockeren Boden dafür sorgen können, dass der Gelbe Holunder nicht mehr zu retten ist.
Ernte
Um die Früchte des Gelben Holunders zu ernten, wird die komplette Fruchtdolde vom Strauch entfernt, sobald sich die Beeren blauschwarz verfärbt haben. Einzelne Beeren, welche entweder verdorben oder noch nicht reif sind, werden aussortiert. Die Früchte des Gelben Holunders lassen sich zum Beispiel zu Saft oder auch Gelee weiterverarbeiten. Alternativ friert man diese zusammen mit der gesamten Dolde ein, um sie anschließend einfach abzuschütteln. Die Früchte können nicht in frischer Form verzehrt werden, da sie über für den Menschen schädliche Giftstoffe verfügen.
Expertentipp
Der Gelbe Holunder gilt als giftig und all seine Pflanzenteile enthalten giftige Blausäureglykoside. Das Gift wird in Form von Gas freigesetzt, wenn man entweder an seinen Blättern reibt oder die Triebe verletzt. Das Gift verursacht zum Beispiel Kopfschmerzen, Durchfall oder Erbrechen. Reife Holunderbeeren müssen vor der Weiterverarbeitung beziehungsweise dem Verzehr zunächst erhitzt werden, damit die toxischen Substanzen unschädlich gemacht werden.
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