Mit dem Oleander entsteht südliches Flair auf dem Balkon. Neben den Zitronen-, Orangen- und Olivenbäumchen gibt es keine andere Kübelpflanze auf dem Balkon, die so sehr Erinnerungen an den Süden weckt. Wer in Italien Urlaub macht, wird von den vielzähligen Oleanderbüschen fasziniert sein. Dieser wunderbare Zierstrauch blüht jedoch nicht nur südlich der Alpen üppig, sondern entwickelt seine Blütenpracht genauso auf den heimischen Balkonen.
Ein Dauerblüher in der Sonne
Der Oleander stammt aus dem Süden und liebt deshalb Wärme und Sonne. Ein sonniger Platz auf dem Balkon ist für den Oleander optimal. Ideal ist ein Süd- oder Südwestbalkon. Wo andere Kübelpflanzen streiken, entwickelt der Oleander ein Blütenmeer. Im Winter darf der Südländer nicht im Freien bleiben, sondern muss in das Winterquartier.
Oleandersorten werden in unterschiedlichen Wuchsformen angeboten. Als Busch oder erzogen als Hochstamm präsentiert sich der Oleander auch in verschiedenen Blütenfarben. Weiß, Rosa, Rot oder Gelb, die Blüten können außerdem einfach oder gefüllt sein.
Oleander richtig gießen
Der Oleander braucht viel Wasser und muss regelmäßig und reichlich gegossen werden. Gut ist, wenn der Pflanztopf auf einen Untersetzer gestellt wird, um das Gießwasser aufzufangen. Dann kann sich die Pflanze zwischen den Gießintervallen selbst mit Wasser versorgen.
Oleander überwintern

Der Oleander ist eine robuste Pflanze und sollte möglichst lange am Balkon in der frischen Luft bleiben. Jeder weitere Tag am Balkon ist ein Gewinn für den Oleander und tut ihm gut. Der Aufenthalt im Haus während der kalten Jahreszeit ist immer nur eine Notlösung. Bei mildem Herbstwetter kann der Oleander sogar noch im November am Balkon stehen.
Vorsicht ist jedoch geboten, denn bei Frostgefahr muss der Oleander in das Winterquartier. Die mehrjährige Pflanze möchte an einem frostfreien, hellen Ort überwintern. Ideal sind ein kühler Keller oder ein Wintergarten. Die Temperatur darf zwischen zwei und zehn Grad Celsius betragen.
Oleander richtig pflegen

Der Oleander sieht nach der langen Winterzeit oft recht mitgenommen aus. Immerhin musste er die kalten Tage in mehr oder weniger düsteren Räumen verbringen. Doch sobald sich der Frühling bemerkbar macht, kommt auch wieder Leben in die Pflanze.
Licht beeinflusst den Oleander
Das Wachstum des Oleanders wird wesentlich vom Licht beeinflusst. Im Winterquartier des Oleanders herrscht zwar keine völlige Finsternis, dennoch dringt nur wenig Licht in den Raum ein. Schon deshalb, weil die Tage kurz sind und in die Kellerräume nur selten Sonne eindringt.
Vom Winterquartier auf den Balkon
Die Umstellung vom Winterquartier auf den Balkon erfolgt am besten bei bedecktem Himmel. Der Oleander muss sich erst wieder an das Tageslicht gewöhnen. Der Oleander kann bereits Ende April auf den Balkon übersiedeln, aber selbstverständlich nur bei mildem Wetter.
Werden noch sehr kalte Nächte erwartet, muss der Oleander während der Nachtstunden mit einer Schutzfolie abgedeckt werden.
Oleander umtopfen
Der Oleander braucht von Zeit zu Zeit einen größeren Topf und frische Erde. Zum Umtopfen ist die Zeit vor dem Neuaustrieb günstig. Der Oleander bildet dann schnell Wurzeln und kann in der neuen Saison aus dem Vollen schöpfen. Der neue Pflanztopf muss wieder Wasserabzugslöcher haben.
Oleander düngen
In der frischen Erde sind genügend Nährstoffe enthalten. Steht der Oleander jedoch schon länger im selben Pflanztopf, muss die Pflanze gedüngt werden. Auch für die Nährstoffversorgung ist die Zeit vor dem Übersiedeln in das Freie günstig. Gedüngt wird mit einem Mineraldünger oder mit einem Langzeitdünger. Nützlich sind auch Kompostgaben, die jeweils auf dem Wurzelballen verteilt werden.
Expertentipp
Das Größenverhältnis von Oleander und Pflanzgefäß muss stimmen. Deshalb sollte der Pflanztopf zweimal so groß und tief sein wie der Wurzelballen des Oleanders.
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