Optisch zwischen anderen Pflanzen untergehen? Das passiert beim Bärenklau, der auch als Bärentatze bezeichnet wird, nicht. Er ist äußerst imposant mit seiner stattlichen Größe von bis zu 4 Metern. Doch Achtung: Dieser Vertreter aus der Familie der Doldenblütler hat es in sich! Wie Sie ihn erkennen und was im Umgang mit ihm zu beachten ist, erfahren Sie im Folgenden.
Ein wahrer Gigant, der sich eingebürgert hat
Dieses Gewächs stellt die größte wild wachsende Staude Deutschlands dar. Sie erreicht ein Alter von zwei bis drei Jahren. Ein weiterer Name für sie ist „Herkulesstaude“, was an ihre kräftige Statur und auffällige Wuchshöhe angelehnt ist. Schon innerhalb weniger Monate wird der Bärenklau, der meist als Riesenbärenklau bezeichnet wird, extrem hoch. Unübersehbar ragt er an Wald- und Wegrändern, an Uferböschungen und auf Brachflächen empor. Am liebsten gedeiht er auf feuchten und nährstoffreichen Böden.
Äußere Merkmale von Bärenklau
Der Riesenbärenklau bildet im Erdreich eine bis zu 50 cm tiefe Pfahlwurzel aus. Über dem Boden erscheint ein Stängel, der an seiner Basis bis zu 10 cm breit werden kann. Er wird von Härchen überzogen und weist purpurne Flecken auf.
Die Blätter ordnen sich wechselständig um den Stängel an. Sie sind auffällig groß, breit gelappt, dreizählig zerschnitten, zugespitzt und grün. Nur die unteren Blätter sind gestielt. Da sie optisch entfernt an Bärenklauen erinnern, erhielt dieses Gewächs seinen bekannten Namen.
Zwischen Juli und September erscheinen die Blüten. Ebenso wie die Blätter werden sie mit bis zu 50 cm im Durchmesser recht groß. Es sind Blütendolden, die schirmartig geformt sind und an langen Stielen aufrecht ragen. Die vielen einzelnen, kleinen Blüten, aus denen die Dolden bestehen, sind in ein Weiß bis zartes Rosa getaucht.
Unterschiede zu Wiesenbärenklau

Im Gegensatz zum Riesenbärenklau, der vermehrt aufgrund seiner Größe von sich reden macht, ist der Wiesenbärenklau unscheinbarer. Er wird nur bis zu 1,50 m groß und ist nicht bis schwach giftig. Zudem ist der Wiesenbärenklau in Deutschland heimisch. Auch im Hinblick auf die Blätter können Sie Unterschiede erkennen. Der Wiesenbärenklau besitzt ungleich gelappte, am Rand stumpfe und stark behaarte Blätter in einer blaugrünen Farbe. Die Blüten sind nur halb so groß wie die des Riesenbärenklaus.
Verwechslungsgefahr mit …
Neben dem Wiesenbärenklau kann der Riesenbärenklau mit anderen Gewächsen verwechselt werden und das insbesondere im Jungstadium, also im Frühling.
Er ähnelt beispielsweise den folgenden heimischen Pflanzen:
- Hundspetersilie
- Schierling
- Wiesenkerbel
- Wilde Möhre
- Wald-Engelwurz
- Bibernelle
- Süßdolde
Eine hochgiftige Pflanze
Diese Pflanze will sich mithilfe eines Giftstoffes vor Fressfeinden schützen. Dieser nennt sich Furocumarin. Das ist ein phototoxischer Wirkstoff. Das bedeutet, er wird vor allem dann gefährlich, aber nicht nur, wenn Sonnenlicht auf betroffene Hautstellen trifft. Dann kann es zu Verbrennungen und Blasen kommen. Weitere Symptome einer Vergiftung können Juckreiz, Schwellungen, Schwindel, Fieber und Atemnot sein.
Aufgrund der Toxizität aller Pflanzenteile sollten Sie nach Kontakt mit dem Riesenbärenklau niemals in die Sonne gehen und die betroffenen Hautstellen sofort mit Wasser und Seife waschen.
Expertentipp
Sollten Sie Bärenklau bei sich im Garten entdeckt haben und ihn beseitigen wollen, so tragen Sie dabei vorsichtshalber nicht nur Gartenhandschuhe, sondern auch eine Schutzbrille und ggf. einen Mundschutz. Selbst die Dämpfe dieser Pflanze können es in sich haben und zu Atemnot und Übelkeit führen.
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