Gurkenpflanzen richtig zu schneiden ist einfach und kann sowohl den Ertrag erhöhen als auch Schäden an dem Gewächs verhindern. Wann und wie die Maßnahme durchgeführt werden sollte, zeigen wir hier.
Freilandgurken schneiden
Freilandgurken müssen meist gar nicht geschnitten werden. Das Entfernen von Geiztrieben ist jedoch sinnvoll. Ein Kürzen anderer Pflanzentriebe ist nur dann erforderlich, wenn das Wachstum sehr stark ausfällt und andere Gewächse im Beet dadurch zu stark beschattet werden oder die Pflanzen sehr eng stehen. Eine ausreichende Belüftung ist wichtig, um beispielsweise Schädlinge frühzeitig zu erkennen und einen Befall mit Pilzen zu vermeiden.
Salat- und Schlangengurken

Auch bei diesen ist das regelmäßige Ausgeizen wichtig, um die Pflanze auszulichten und eine bessere Belüftung zu ermöglichen. Hinzu kommt jedoch auch der eigentliche Schnitt.
Hierbei wird gewartet, bis der Haupttrieb das obere Ende der Kletterhilfe erreicht oder einige Zentimeter darüber hinauswächst. Ist dieser Fall eingetreten, wird er gekürzt.
Das Abschneiden sollte jedoch so erfolgen, dass die beiden obersten Seitentriebe erhalten bleiben. Auf diese Weise wird die Pflanze geschont und die Bildung von Knospen und Früchten erhöht sich. Gegebenenfalls muss der Vorgang mehrfach wiederholt werden, wenn sich an der Spitze erneut Triebe zeigen.
Hierdurch wird verhindert, dass zu viele der Reserven in den Haupttrieb gezogen werden und der Ertrag geringer ausfällt.
Wann sind Gurken zu beschneiden?

Der Schnitt ist nicht nur von der Höhe abhängig. Er sollte auch so durchgeführt werden, dass die Schnittfläche schnell abtrocknen kann und sich somit in kurzer Zeit schließt. Das bedeutet, den Schnitt bei hohen Temperaturen und trockenem Wetter aber nicht in der prallen Sonne durchzuführen. Gerade bei Freilandgurken ist dies entscheidend.
Denn die Schnittfläche ist empfindlich und kann daher verbrennen oder sich bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht schnell genug schließen. Da Gurkenpflanzen vergleichsweise empfindlich sind, stellt das ein erhöhtes Risiko dar.
Ebenfalls sinnvoll ist es, den Beschnitt morgens oder vormittags durchzuführen. Hierdurch ist tagsüber ausreichend Zeit zum Abtrocknen gegeben.
Da Gurkenpflanzen sehr schnell wachsen können, sollte der Haupttrieb in kurzen Abständen kontrolliert werden. Die Überprüfung der Gewächse ist auch in Hinblick auf einen Befall mit Schädlingen dringend angeraten. Durch die Kontrolle über Sicht wird es zudem möglich, frühzeitig erneute Austriebe zu schneiden. Hiermit bleiben die Schnittflächen klein und trocknen schnell ab.
Schnittwerkzeug und Sauberkeit
Als Schnittwerkzeug eignen sich sowohl Messer als auch stärkere Scheren. Die Klingen müssen in jedem Fall sauber sein, um die Übertragung von Keimen oder den Eiern von Schädlingen zu vermeiden. Vor jedem Einsatz ist es daher sinnvoll, sie zu desinfizieren.
Auch dann, wenn mehrere Pflanzen geschnitten werden, sollten Messer oder Schere nach jedem Gewächs gereinigt werden. Anderenfalls kann ebenfalls eine Übertragung von Sporen oder anderen Erregern erfolgen.
Zudem ist auf die Schärfe zu achten. Stumpfe Klingen verursachen Quetschungen an den Schnittflächen und können zum Ausfransen führen. Hierdurch trocknet die offene Fläche langsamer ab und das Risiko für eindringende Keime steigt.
Expertentipp
Der Schnitt sollte gerade und nicht schräg erfolgen. Die Größe der Schnittfläche lässt sich dadurch klein halten. Der Verschluss der Wunde wird begünstigt.
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