Die Schwertlilie, auch Iris genannt, beeindruckt mit ihrer Blütenpracht in allen Farben und Formen. Sie gehört zu den vielseitigsten Stauden und schmückt unzählige Gärten. In früheren Zeiten wurden Teile der Schwertlilie als Wundermittel gegen verschiedene Erkrankungen genutzt. Doch wie bei allen Lilienarten beinhalten Teile der Schwertlilie Giftstoffe und bergen Gefahren für Mensch und Tier.
Giftstoffe der Schwertlilien
Lilien beinhalten verschiedene Glykoside und Säureamide. Glykoside sind chemische Verbindungen, die vor allem die Kalziumzufuhr zum Herzmuskel vermindern können. Bei Säureamiden handelt es sich um Scharfstoffe, die mit ihrem unangenehmen Geschmack Fressfeinde vom Verzehr abhalten sollen. Nach dem Verzehr von Pflanzenteilen verursachen sie bei Menschen und Tieren vor allem Magen-Darm-Beschwerden.
Sowohl die in der Schwertlilie enthaltenen Glykoside, als auch die Scharfstoffe können bei Menschen und Tieren Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Besonders gefährdet sind Kinder, denn bereits eine kleine Menge an Glykosiden ruft bei ihnen Vergiftungen hervor. Die Glykoside sind vor allem in den Zwiebeln enthalten, die oberirdischen Pflanzenteile enthalten geringere Mengen.
Bei Kindern kann jedoch oft schon der Verzehr einer kleinen Menge von oberirdischen Pflanzenteilen problematisch werden. Auch Haustiere sind durch die Schwertlilie gefährdet. Aufgrund ihres geringen Gewichts kann eine Vergiftung bei Katzen und kleinen Hunden sogar zum Tod führen.
Vergiftungssymptome

Beim Verzehr von oberirdischen Teilen der Schwertlilie können beim Menschen folgende Symptome auftreten:
- Übelkeit und Erbrechen
- blutiger Durchfall
- Magen-Darm-Beschwerden
Bei Hunden und Katzen können ähnliche Symptome wie bei Menschen auf eine Vergiftung durch Teile der Schwertlilie hindeuten. Zudem fallen viele Tiere in Apathie und leiden unter vermehrter Speichelbildung. Vor allem bei Katzen und Hunden mit geringem Gewicht ist Vorsicht geboten, denn fast die Hälfte aller betroffenen Tiere stirbt an einer Vergiftung durch die Schwertlilie.
Expertentipp
Besteht bei Mensch oder Tier der Verdacht auf eine Vergiftung sollte keinesfalls ein Erbrechen herbeigeführt werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann man die Giftstoffe durch Wassergaben verdünnen. Ein Arzt oder Tierarzt sollte dennoch umgehend konsultiert werden.
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