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Zierpflanzen

Edelweiß – Wirkung als Heilpflanze

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Edelweiß - Wirkung als Heilpflanze

Das Edelweiß (Leontopodium) ist als Lieblingsblume der österreichischen Kaiserin Sisi bekannt und steht bereits seit 1886 unter Naturschutz. Aus diesem Grund kommt die Anwendung als Heil- und Zierpflanze von in der Natur gepflückten Exemplaren nicht in Frage. Welche Wirkung das Edelweiß als Heilpflanze hat und ob es sich lohnt, Edelweiß zu kultivieren oder Edelweißprodukte zu nutzen, erfahren Sie in diesem Beitrag

Das Edelweiß – eine streng geschützte, alpine Pflanze

Das Edelweiß - eine streng geschützte, alpine Pflanze


Edelweiß sind niedrige, weißlich-grüne und dicht behaarte Pflanzen mit einzigartigen Blütenköpfen und strahlenförmig abstehenden Hochblättern, die zur Familie der Korbblütler gehören. In alpinen Regionen wachsen sie beispielsweise in Felsspalten in Höhen von bis zu 1.700 Metern. Ihr lateinischer Name geht auf das Altgriechische zurück und bedeutet Löwenfüßchen. Ein regional gebräuchlicher Trivialname weist jedoch auf die heilsame Wirkung hin. Es wird als Wollblume, Almsterndl, Silberweiß und in Bayern und Österreich auch als ‘Bauchweh-Bleamerl’ bezeichnet.

Traditionelles Heilkraut

Traditionelles Heilkraut
In alpinen Regionen wurde das Edelweiß von jeher als Heilkraut genutzt. Die Pflanzen wurden dazu von den Bergbewohnern mit Honig und Milch aufgekocht und das Getränk bei Bauchschmerzen verabreicht. Extrakte aus verschiedenen Pflanzenteilen der ewigen Blume wurden zudem bei Durchfall-Erkrankungen, bei Erkrankungen der Atemwege und bei Herzkrankheiten eingesetzt.

Moderne Nutzung

Moderne Nutzung
In der Schweiz, aber auch in Österreich und Deutschland, wird Edelweiß kultiviert und für verschiedene Produkte genutzt. Es gibt zum Beispiel ein isotonisches, entzündungshemmendes Instantgetränk. Edelweiß enthält einen hohen Anteil an Antioxidantien und kommt in der Kosmetikindustrie vor allem in Anti-Aging-Produkten und in Produkten zum Schutz vor UV-Strahlung zum Einsatz. Als Zusatz für Tee, Bier und Likör wird es vor allem in Schweizer Produkten verwendet.

Hoffnung für die Medizin

Im Jahr 2019 wurde das Edelweiß zur Heilpflanze des Jahres erklärt. Tatsächlich setzen Medizin und Pharmazie neue Hoffnung in die einzigartige Alpenblume. Denn die Pflanzen enthalten mehr als 60 interessante Inhaltsstoffe, die als Quelle wirksamer Verbindungen identifiziert wurden und als Basis für Medikamente zur Behandlung von Gefäß- und Herzerkrankungen dienen können.

Intensive Forschungen werden an der medizinischen Universität der Johannes-Kepler-Universität im österreichischen Linz durchgeführt. Besonders die Wirkstoffe 5-Methoxyleoligin und Leoligin sind vielversprechend, denn sie schützen vor Verkalkung und senken den Blutzucker sowie das Cholesterin nach den Mahlzeiten. Auch die entzündungshemmende, antioxidative und antimikrobielle Wirkung konnte medizinisch nachgewiesen werden.

Für die Forschung und Industrie, aber auch für Liebhaber werden die Pflanzen kultiviert. Die in Edelweiß enthaltenen Substanzen können zudem synthetisch hergestellt werden. Die Entwicklung von wirksamen Arzneiprodukten steht allerdings noch am Anfang.

Expertentipp

In der freien Natur ist Edelweiß ausgesprochen selten und darf keinesfalls gepflückt werden. Das Edelweiß war die erste Pflanze, die unter Naturschutz gestellt wurde. Das Pflücken wird in allen Alpenländern mit sehr hohen Strafen geahndet. Auf die alpinen Blumen müssen Sie in heimischen Steingärten oder Balkonen dennoch nicht verzichten. Denn im Fachhandel werden die Pflanzen als Stauden angeboten

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