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Stauden & Ziergräser

Eisenhut – Merkmale der Samen und Wissenswertes zur Aussaat

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Eisenhut - Merkmale der Samen und Wissenswertes zur Aussaat

Die 400 verschiedenen Unterarten des Eisenhuts (Aconitum) bilden eine eigene Gattung, die zur Familie der Hahnenfußgewächse gehört. Obwohl sie zu den giftigsten heimischen Pflanzen zählen, sind sie aufgrund des attraktiven Aussehens der Blüten beliebte Gartenpflanzen. Beim Umgang mit den Samen ist jedoch Einiges zu beachten.

Naturschutz

Naturschutz


Mehrere Arten, insbesondere Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), Bunter Eisenhut (Aconitum variegatum) und Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum subsp. vulparia) wachsen in Deutschland wild. Alle drei gelten als gefährdet und stehen unter Naturschutz, weshalb man in freier Natur keine Samen sammeln sollte. Kaufen Sie Saatgut im Fachhandel.

Eigenschaften der Samen

Eigenschaften der Samen
Die Samen sind klein und erinnern an den griechischen Buchstaben Delta. Das Saatgut der meisten Arten ist dunkelbraun und besitzt kleine querlaufende Lamellen. Eisenhut-Samen gehören zu den giftigsten Pflanzenteilen und müssen mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Markieren Sie das Aufbewahrungsbehältnis deutlich und sperren Sie den Lagerort ab, sofern Kinder zum Haushalt gehören.

Auswahl geeigneter Sorten

Auswahl geeigneter Sorten
Neben den Wildformen gibt es viele besonders schöne Zuchtformen für heimische Gärten. Sie unterscheiden sich in der Farbe der Blüten, der Wuchshöhe und dem Zeitpunkt der Blüte. Nehmen Sie sich bei der Auswahl genügend Zeit und wählen Sie eine Art, die am besten in Ihren Garten passt.

Passender Standort

Eisenhüte bevorzugen halbschattige Plätze mit nährstoffreichen, feuchten Böden. Werden die Gewächse an sonnigen Standorten gepflanzt, darf der Boden niemals austrocknen. Staunässe ist ebenfalls schädlich. Aufgrund der Giftigkeit benötigen sie zudem einen für Kinder und Haustiere unzugänglichen Standort. Bedenken Sie, dass auch Fleischfresser wie Hunde und Katzen Pflanzen anfressen, um ihre Verdauung zu fördern.

Ideale Pflanzzeit

Als Kaltkeimer benötigen die Samen einen Kältereiz, um zu keimen. Als beste Zeit für die Aussaat gelten deshalb die Monate Dezember und Januar. Eine Pflanzung im Herbst oder im zeitigen Frühjahr vor den Eisheiligen ist ebenfalls möglich, wenn der Boden im Winter gefroren ist.

Richtige Aussaat

Wässern Sie das Beet vor der Aussaat gründlich. Diese Maßnahme sorgt für einen weicheren Boden, für ausreichend Feuchtigkeit und verhindert, dass das Saatgut beim nachträglichen Angießen ausgeschwemmt oder freigelegt wird. Als Dunkelkeimer müssen die Samen vollständig mit Erde bedeckt sein, um austreiben zu können. Die Erdschicht sollte jedoch recht dünn sein. Verteilen Sie die Samen auf der Erdoberfläche, drücken Sie sie leicht an und streuen Sie dann gerade genug feuchte Erde darüber, um sie abzudecken.

Pikieren

Bei der Aussaat ist es schwer, exakte Pflanzabstände einzuhalten. Pikieren Sie die Pflanzen deshalb, sobald sie eine Größe von etwa 3 Zentimetern erreicht haben. Graben Sie sie vorsichtig mit einem Pikierstab oder dem Stiel eines Löffels aus und setzen Sie sie vereinzelt in den für die jeweilige Sorte empfohlenen Abständen. Haben Sie zu viele Jungpflanzen für Ihr Beet, können Sie die schwächsten Exemplare entsorgen.

Expertentipp

Tragen Sie bei der Arbeit mit Eisenhut zwingend Handschuhe, um sich vor Hautkontakt zu schützen. Waschen Sie die Handschuhe und Ihre Hände anschließend gründlich, da das Gift selbst über unverletzte Haut rasch in den Körper eindringt. Empfindliche Personen leiden bereits nach einer leichten Berührung unter juckenden Nesselausschlägen. Der Verzehr von nur wenigen Gramm ist tödlich.

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