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Beetpflanzen

Agapanthus Pflege

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Agapanthus Pflege - Ratgeber

Ob als Zimmerpflanze, auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten – der Agapanthus sticht durch seine edlen Blüten immer besonders hervor. Nicht zuletzt wegen seinem majestätische Erscheinungsbild wird dieser auch „Schmucklilie“ genannt. Viele Hobbygärtner liebäugeln schon seit langem mit dem Agapanthus, schrecken jedoch wegen der damit verbundenen intensiven Pflege vor einer Anschaffung zurück. Dieser Artikel liefert wichtige Pflegetipps und verrät, wie die optimale Überwinterung gelingt – so bleibt die Schmucklilie nicht weiter nur ein Hobbygärtner-Traum.

Herkunft und Botanik

Herkunft und Botanik

Gattung

Der Agapanthus ist eine aufrechte Staude und gehört zur Gattung der Schmucklilie. Diese umfasst wiederum zehn Arten mit sommer- und immergrünen Sorten, welche zur Familie der Lauchgewächse gehören. Den Namen „Liebesblume“ erhielt der Agapanthus aufgrund seiner betörend aussehenden Blüten, welcher sich aus „agape“, also Liebe und „anthos“ für Blüte zusammensetzt.

Ursprung

Die Stauden stammen ursprünglich aus Südafrika und wachsen dort in felsigen Gebieten und auf offenem Grasland. Da die sommergrünen Arten eher kühlere Regionen bevorzugen, sind diese etwas toleranter gegenüber Frost. Die immergrünen Sorten hingegeben sind in Südafrika in milderen, eher küstennahen Gebieten verbreitet.

Wissenswerter Kurzüberblick

Wissenswerter Kurzüberblick

Bekannteste Arten

  • Agapanthus africanus – immergrüne Art
  • Agapanthus praecox – immergrüne Art
  • Agapanthus campanulatus – sommergrüne Art

Blütezeit

Die Schmucklilie blüht in blauen und weißen, sternförmig angeordneten Ähren von Juni bis September.

Blätter

Die Staude wächst aufrecht und bildet dabei lineale, mittelgrüne Blätter aus.

Höhe

Unter idealen Voraussetzungen kann der Agapanthus 1,5 Meter hoch und 50 bis 70 Zentimeter breit werden.

Standort

Am besten eignet sich ein sonniger Standort mit humusreichen und durchlässigen Boden. Sofern es sich um einen geschützten Ort handelt, verträgt die Schmucklilie leichten Frost.

Pflanzung

Die sommergrünen Arten können in milderen Regionen auch im Beet ausgepflanzt werden. Immergrüne Arten sollten hingegen nur in Kübel gepflanzt werden, da diese überwintert werden müssen. In der Regel wird der Agapanthus im Herbst eingepflanzt, einige Sorten bevorzugen jedoch das Frühjahr.

Wässerung

Schmucklilien benötigen viel Wasser, weshalb ein Austrocknen der Erde zu vermeiden ist. In jedem Fall ist die Pflanze zudem bei der Überwinterung vor Winternässe zu schützen.

Giftig?

Wird die Pflanze verletzt, so sondert sie eine schleimige Flüssigkeit aus. Diese ist zwar nicht giftig, kann aber bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen. Der Kontakt mit Kleidung ist ebenfalls zu vermeiden, da der Pflanzensaft Flecken verursacht.

Schnitt

Alle 2 bis 3 Jahre ist die Pflanze zu teilen, dabei sind Triebe und schwache Wurzeln zu entfernen. Dies sorgt für eine gute Vitalität sowie prächtige Blüten im Sommer.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege

Warmer Standort

Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig. Kübelstauden bleiben klein und müssen deshalb immer in der ersten Reihe stehen, um genügend Sonnenlicht aufnehmen zu können. Je wärmer die Schmucklilie steht, desto besser wächst sie.

Gießen und Düngen

Kübelpflanzen sollten am besten mit Unterschalen versorgt werden. Die richtige Wassermenge lässt sich so einfach dosieren und im Laufe des Tages kann das Wasser dann verdunsten – anschließend werden die Schalen erneut befüllt. Je kälter es wird, umso weniger Wasser benötigt die Agapanthus Pflanze und das Gießen kann entsprechend ausgesetzt werden. Freilandpflanzen sind je nach Niederschlag zu wässern, ein Austrocknen ist jedoch zu vermeiden. Für in Kübeln gepflanzte Schmucklilien empfiehlt sich ein Kübelpflanzendünger, solitäre Pflanzen können mit einem Blüh-Dünger versorgt werden.

Schneiden

Da der Agapanthus nicht verholzt, müssen lediglich die verwelkten Blüten sowie deren Stängel entfernt werden. So bilden sich den ganzen Sommer lang immer wieder neue Blüten. Vertrocknete und gelbe Blätter sind regelmäßig zu entfernen.

Optimale Überwinterung

Kalter Frost im Spätherbst bedeutet für den Agapanthus eines: Wintersaison. Zwar zeigen sich einige Sorten robust gegen Frost, eine Garantie gibt es hierfür allerdings nicht. Immer unterschieden werden muss zwischen der Winterpflege von immergrünen Arten, der Überwinterung im Kübel oder im Beet.

Immergrüner Agapanthus

Diese Sorte wächst in der Regel ganzjährig und legt keine Winterpause ein. Die Schmucklilie blüht zwar in der kalten Jahreszeit nicht, verliert jedoch keine Blätter und sieht deshalb das ganze Jahr über schön aus. Im Sommer mag es dieser Agapanthus zwar gerne warm und kann auch als Zimmerpflanze verwendet werden, im Winter benötigt er jedoch einen kühlen und hellen Ort. In keinem Fall ist diese Art längerer Zeit Frost auszusetzen, weshalb sich hier auch eine Freiland-Überwinterung erübrigt.

So gelingt die richtige Überwinterung:

  • 0 bis 7 Grad Celsius Umgebungstemperatur
  • Tageslicht oder künstliche Pflanzenbeleuchtung, jedoch keine direkte Sonnenstrahlung
  • Niedrige bis trockene Luftfeuchtigkeit, beispielsweise in der Garage, dem Keller oder einem Gartenhaus mit Fenstern
  • Gegossen werden sollte, sofern sich die obere Erdschicht weniger als einen Zentimeter eindrücken lässt
  • Gedüngt wird nach der verwelkten Blüte, um den Agapanthus zu stärken
  • Ein Rückschnitt ist nicht nötig, lediglich verwelkte Blüten und trockene Pflanzenteile sind abzuschneiden

Kübel-Überwinterung

Wurde der Agapanthus in Balkonkästen oder Kübel gepflanzt und kann deshalb nicht in ein frostfreies Winterquartier um platziert werden, sollten folgende Bedingungen für eine optimale Überwinterung gewährleistet werden:

  • Wind- und regengeschützter Standort
  • Staunässe durch Wasserablauf vermeiden und Trockenheit fördern
  • Laub, Tannennadeln oder Reisig als Dämmung verwenden
  • Auf dem Boden stehende Kübel mit Holz oder Styropor unterlegen

Freiland-Überwinterung

  • Je nach Frostempfindlichkeit bereits im Frühherbst in einen Kübel umpflanzen
  • Gegebenenfalls mit einem Wärmevlies umwickeln
  • Dämmmaterialien wie Laub, Tannennadeln oder Reisig verwenden
  • Mit einer Folie abdecken, Winternässe jedoch vermeiden

Alle Agapanthus Arten beginnen recht früh im Jahr wieder mit dem Wachstum, weshalb ihre Überwinterung frühestens Mitte März, spätestens Ende März dann auch endet. Zu dieser Zeit sind die Pflanzen aus ihrem Winterquartier zu holen oder von den Überwinterungsmaßnahmen zu befreien. Können höhere Minustemperaturen noch länger erwartet werden, so ist mit einer Beendigung der Überwinterung noch zu warten. Ein Rückschnitt ist zwar nicht notwendig, wird die Pflanze allerdings zu breit, kann sie von April bis Mai zurück geschnitten werden. Ab April wird dann auch wieder mit der Wässerung und Düngung begonnen. Kalkfreies Gießwasser hält die Erde feucht und ermöglicht ein kräftiges Wachstum des Agapanthus. Kurz nach dem Überwinterungsende sorgt ein Blühdünger dann für prächtige Knospen und prachtvolle Blüten im Sommer.

Expertentipp

Da Schnecken und Wildkaninchen den Agapanthus verschmähen, kann dieser gut zum Schutz der Gemüsebeete gepflanzt werden.

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Bildquellen:

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