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Beetpflanzen

Wollziest pflanzen

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Wollziest pflanzen

Lange sah man kaum noch Wollziest in den heimischen Gärten – seit kurzem erfreut sich dieser jedoch vor allem unter Hobbygärtnern wieder größerer Beliebtheit. Schöne Blüten und dicht behaartes Laub, welchem der Wollziest auch den Spitznamen „Eselohr“ verdankt, zeichnen die Staude besonders aus. Ebendiese Haare verhindern das Austrocknen des Wollziest und befähigen ihn dazu eine robuste und pflegeleichten Zierde freier Gartenflächen zu sein.

Wissenswertes kurz zusammengefasst

Wissenswertes kurz zusammengefasst

Botanik

Der botanische Name des Wollziest lautet „Stachys byzantina“, da dieser zur Gattung der Zieste (Stachys) gehört. Diese Pflanzenart stammt zudem aus der Familie der Lippenblütler.

Weitere Namen

  • Wolliger Ziest
  • Ziest
  • Stachys
  • Eselohr
  • Hasenohr

Herkunft

Ursprünglich kommt der Wollziest aus dem Osten Asiens und dem Kaukasus.

Verwendung

Diese Pflanzenart wird hauptsächlich als Bodendecker und Rabattenpflanze verwendet. In naturnahen Gärten dient der Wollziest zudem als auffällige Dachbegrünung.

Blütezeit und Farbe

Die Blütezeit erstreckt sich von Anfang Juli bis hin in den August. Der Wollziest blüht dann in einem anmutigen silbergrau bis violett.

Laubbeschaffenheit

Die Blätter des Wollziest sind filzig bis wollig behaart. Sie bilden große und robuste Polster, weshalb sich diese Pflanze nicht zuletzt auch zu den Blattschmuckstauden zählen darf.

Standort und Boden

Diese Pflanzenart benötigt einen trockenen Boden, am besten in der prallen Sonne. So dient sie neben der Begrünung von Pflanzringen auch dazu, Wegesränder zu bepflanzen. Der Wollziest ist einige der wenigen Pflanzen, welche sich mit einem sandigen und nährstoffarmen Boden zufriedengeben.

Höhe

Mit einer Höhe von 30 bis 50 Zentimetern kann diese Pflanze beispielsweise mit Stammrosen kombiniert oder auch einfach im Kübel gepflanzt werden.

Insektenfreund

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insekten werden von dem Duft dieser Pflanze angelockt und erfreuen sich an ihren wertvollen Pollen.

Geeignet für

Aufgrund seiner silbergrauen Blätter kann der Wollziest mit vielen weiteren und auch farbenreicheren Pflanzen kombiniert werden. Er benötigt kaum pflege und ist sehr robust. Der Wollziest eignet sich somit sowohl für Hobbygärtner mit als auch ohne viel Erfahrung.

Gartenart

Der Wollziest ist vielseitig einsetzbar und verziert jeden Garten. Er kann als Blickfang in einem Steingarten dienen oder auch neben Efeu in einem englischen Garten platziert werden. Selbst in einer Wildblumenwiese ist der Wollziest gut aufgehoben und bezaubert mit seiner Blütenpracht nicht nur die Insekten, sondern auch Hobbygärtner.

Überwinterung

Eine Überwinterung ist gut möglich, da die Staude winterhart ist.

Bevorzugter Standort des Wollziest

Bevorzugter Standort des Wollziest
Ein sonniger Standort mit gut durchlässigem Boden eignet sich am besten für die Bepflanzung mit Wollziest. Sofern kein freier Platz mehr in der Sonne zur Verfügung steht, ist der Wollziest auch mit Halbschatten zufriedenzustellen. Wird diese Pflanzenart zur Dachbegrünung oder Unterbepflanzung von Gehölzen genutzt, so sollte ausreichend Humus zu Speicherung von Feuchtigkeit zur Verfügung stehen. Staunässe ist in jedem Fall zu vermeiden.

So wird richtig gepflanzt – 7 Tipps zur richtigen Pflanzung

  • 1. Eine Pflanzung ist ganzjährig möglich, sofern der Boden nicht mehr gefroren ist
  • 2. Vor dem Einpflanzen sollte der Boden aufgelockert und von sämtlichem Unkraut befreit werden
  • 3. Bei einem lehmhaltigen Boden ist Sand unterzumischen, leichten Böden werden mit Kompost versetzt
  • 4. Vor dem Setzen ist sicherzustellen, dass der Wurzelballen ausreichend feucht ist
  • 5. Für eine optimale Einwurzelung sorgt hochwertige Pflanzenerde und Bio-Naturdünger
  • 6. Nachdem die Staude in das Loch gesetzt wurde, wird der Hohlraum mit Gartenboden aufgefüllt und die Erde angedrückt
  • 7. Der frisch gepflanzte Wollziest wird nun mit 2 bis 3 Litern Wasser gegossen

Mit diesen Tipps gelingt es Hobbygärtner nicht nur einen optimalen Standort für den Wollziest zu finden, aufgrund seiner Vitalität wird dieser auch noch lange Freude bringen.

Die optimale Pflege

Düngung

Diese Pflanzenart ist nahezu anspruchslos. Bei richtiger Pflege ziert sie den heimischen Garten allerdings sogar für viele Jahrzehnte. Damit der Wollziest auch dauerhaft den Garten ziert, ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit wichtig. Zudem empfiehlt es sich eine Düngung mit Staudendünger zu Beginn des Frühjahrs und eine gegen Ende Juli.

Vermehrung

Wer eine Selbstaussaat verhindern möchte, sollte die Blütenstände direkt nach der Blüte entfernen. Ist die Vermehrung im ganzen Garten jedoch gewünscht, können die Blütenstände bis ins nächste Frühjahr an der Staude verbleiben.

Rückschnitt

Im Frühjahr nach dem letzten Frost sollte zur Verbesserung der Vitalität ein Rückschnitt des Laubes stattfinden. Jedoch keinesfalls früher, da das dichte Blätterwerk als natürlicher Winterschutz dient.

Wässerung

Im ersten Jahr sollte die Wollzieste nach Bedarf gewässert werden. Dies bedeutet, dass lediglich bei großer Hitze, der Bepflanzung auf Sandboden und in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag zu gießen ist. An einem schattigen Standort reicht eine Wässerung alle 8 bis 10 Tage aus, je nach Reaktion der Pflanze sollte bei einem sonnigen Standort allerdings alle 3 bis 4 Tage gegossen werden. Sobald die Pflanze einige Sommer durchlebt hat, reicht eine Bewässerung in trockenen Phasen vollkommen aus. Um Staunässe zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass zwischen den Gießvorgängen der Boden abtrocknen konnte. Wer die Wollziesten in Kübel gepflanzt hat, muss regelmäßig wässern. Durch den Topf sind die Wurzeln nämlich nur sehr begrenzt und können nicht bedarfsgerecht Feuchtigkeit aus dem Erdreich aufnehmen.

Weitere Stachys-Arten

Wer seinen Garten besonders gerne mit Wollziest geziert sieht, der kann diesen zudem noch mit weiteren Stachys-Arten kombinieren. Die Sorten unterscheiden sich nicht nur durch Blattfarbe, -struktur und -größe, sie haben auch einen unterschiedlich hohen sowie breiten Wuchs. Während die Sorte „Big Ears“ sehr groß und verzweigt wächst, überzeugt „Silver Carpet“ mit majestätisch silbergrau behaarten Blättern. In Europa sind von den über 300 Arten der Gattung Stachys folgende Sorten bekannt:

  • Alpen-Ziest (Stachys alpina) – von Europa bis zum nördlichen Iran verbreitet
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – gedeiht in gemäßigten Gebieten von Europa über Südwest- bis Zentralasien
  • Einjähriger Ziest (Stachys annua) – von Euro bis in den fernen Osten Russlands verbreitet
  • Deutscher Ziest (Stachys germanica) – von den Kanaren über Europa bis zum Kaukasus Raum verbreitet
  • Acker-Ziest (Stachys arvensis) – ist von Makaronesien bis Taiwan verbreitet

Wie hoch die jeweiligen Stauden werden, hängt von der Art und dem Standort ab. Der Wollziest kann unter optimalen Bedingungen eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Einige andere Arten werden bis zu 100 Zentimeter hoch. Alle Stachys-Arten sind Sommerblüher und belohnen Hobbygärtner mit einer langen Blütezeit und einem angenehmen Duft.

Expertentipp

Schnecken fühlen sich unter dem Blätterdach des Wollziest sehr wohl. Sie fressen die Stauden zwar nicht an, legen allerdings ihre Eier dort ab, weshalb diese nicht in der Nähe von Gemüsebeeten gepflanzt werden sollten.

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Bildquellen:

© pixabay.com/Hans
© www.istockphoto.com/apugach
© www.istockphoto.com/Galina Sandalova

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