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Beetpflanzen

Knoblauch pflanzen und ernten

Lars Reibemann

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Der Knoblauch ist eine sehr alte Kulturpflanze und gehört zu den Lauchgewächsen. Er kommt ursprünglich aus Zentralasien und wurde von den Römern nach Europa gebracht. Um den Knoblauch ranken sich viele Mythen. Er soll zum Beispiel Vampire vertreiben.

Die Geschichte des Knoblauchs

Schon 2.000 vor Christi wurde der Knoblauch von den Herrschern des Königreiches Babylon verzehrt. Im alten Ägypten streikten die Arbeiter, die die Pyramiden erbauten, weil es zu Engpässen bei der Knoblauchlieferung kam. Die Juden erkannten ebenfalls die Heilkraft des Knoblauchs. Ihrer Meinung nach konnte die Wunderknolle Sperma vermehren und Würmer vertreiben. Im antiken Griechenland wurde der Knoblauch nur in den unteren und ärmeren Bevölkerungsschichten gegessen. Sie machten Knoblauchsuppe aus ihm. Von der reichen Oberschicht wurde er aufgrund seines Geruchs abgelehnt. Für Künstler und Wissenschaftler war der Knoblauch in der Antike der König der Gewürze. Er hatte viele Anhänger und seine Heilkraft wurde bewundert.

Die Römer verwendeten die Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse. Er wurde als Allheilmittel der Bauern gewürdigt. Auch die Gladiatoren verspeisten vor ihren wichtigen Kämpfen den scharfen Knoblauch in großen Mengen. Er gab ihnen Kraft und Ausdauer für den Kampf. Die Römer brachten den Knoblauch nach Europa und die Benediktiner pflanzten ihn in ihren Klöstergärten. Es gab spezielle Knoblauchgärten. Hildegard von Bingen schwörte auf Knoblauch genauso wie Paracelsus, der Knoblauch als Heilmittel gegen die Pest empfahl. Auch im Mittelalter bei den Slawen war der Knoblauch sehr beliebt.

Die heutige Verbreitung des Knoblauchs

Der Knoblauch wird heutzutage hauptsächlich in der osteuropäischen, russischen, italienischen und spanischen Küche als Gewürz verwendet. Die Spanier huldigen der Superknolle mit einem speziellen Knoblauchfest.

Der Knoblauch in den heimischen Gärten

Mittlerweile wird der Knoblauch bei uns in Deutschland auch in heimischen Gärten oder in Gärtnereien angebaut. Er kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gepflanzt werden. Die Knoblauchpflanzen, die im Herbst gepflanzt werden, sind in der Regel robuster und haben größere Knollen. Sie wachsen einfach schneller. Im Juli kann der Knoblauch aus der Erde entnommen werden.

Woran erkennt man einen reifen Knoblauch?

Wann der richtige Erntezeitpunkt für Knoblauch ist, bestimmen mehrere Faktoren. Die Knoblauchknolle schaut mit ihren Zehen bereits aus der Erde heraus und das Kraut oberhalb der Knolle ist bereits verwelkt.

Wie lange braucht guter Knoblauch, um bis zur Vollendung zu reifen?

Richtig guter Knoblauch kann schon mal ein bis zwei Jahre wachsen, bis er richtig reif und mundig ist. Am besten wächst der Knoblauch, wenn er in lockere Humuserde gepflanzt wird. Er benötigt für seine Reifung viele Nährstoffe. Trotzdem ist der Knoblauch, wie alle Lauchpflanzen, eine perfekte Anfängerpflanze, da er sehr pflegeleicht ist. Zudem ist er winterhart. Gedüngt werden muss er nicht. Er sollte sonnig stehen, da er viel Licht benötigt. Staunässe ist zu vermeiden. Der Knoblauch benötigt wenig Wasser und muss daher nicht so häufig gegossen werden. Er kann ruhig auch gelegentlich mal trocken stehen.

Wie wird der richtig Knoblauch geerntet?

Ist die Erntezeit angebrochen, werden die Knoblauchknollen durch Herausziehen der Stengel aus der Erde entfernt. Vorher wird die Erde etwas aufgelockert, um das Herausziehen zu erleichtern.

Muss der Knoblauch nachreifen?

Knoblauch kann nachreifen, in dem er noch etwas gelagert wird. Dann erhält er ein besonders feines und schmackhaftes Aroma.

Wie wird Knoblauch am besten gelagert?

Knoblauch soll dunkel, trocken und luftig liegen. Durch Trocknen und Einfrieren lässt er sich auch prima länger konservieren. Der Knoblauch kann somit über Monate gelagert werden, ohne, dass er verdirbt.

Wie wird Knoblauch am besten verarbeitet?

Am besten verarbeitet man den Knoblauch, wenn er frisch geerntet ist, damit man sein volles Aroma für die Zubereitung von mediterranen Speisen auskosten kann. Dazu löst man die Haut über der Knolle und schält die einzelnen Zehen. Entweder stückelt man die Zehe mit einem kleinen Küchenmesser oder man presst die Zehe in einer Knoblauchpresse.

Wie schmeckt der Knoblauch?

Der Knoblauch ist ein sehr scharfes Gewürz und schmeckt, wenn er im heimischen Gärten gezogen wird, noch intensiver.

Die heilende Wirkung der Knoblauchknolle

Der Knoblauch ist als natürliche Heilpflanze in vielen Kulturen beliebt und bekannt. Knoblauch wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und senkt den Blutdruck beim Menschen. Das Blut kann besser fließen und die Blutgefäße werden durch Knoblauch entlastet. Isst man viel Knoblauch, geht der Blutdruck automatisch runter. Bis zu vier Zehen am Tag werden empfohlen. Vorsicht bei übermäßigem Verzehr, ist bei geringem Blutdruck und bei der Einnahme von Blutverdünnern, angesagt. Knobloch hilft nicht nur bei Bluthochdruck, sondern verspricht auch Rheumapatienten Linderung.

Woher kommt der typische Geruch des Knoblauchs?

Der Inhaltsstoff Allicin, bei dem es sich um eine Schwefelverbindung handelt, ist verantwortlich für den typischen Knoblauchgeruch. Allicin bewirkt ebenfalls die medizinischen Vorteile. Allicin ist nur im rohen Zustand im Knoblauch vorhanden. Die Duftstoffe des Knoblauchs werden beim Menschen über die Haut und den Atem ausgeschieden. Gegen den Geruch hilft Pfefferminze, Rotwein, Milch und Schokolade.

Die richtige Verarbeitung des Knoblauchs

Mit dem Knoblauch lassen sich Speisen ganz wunderbar würzen. Die kleinen Zehen können zerkleinert pur ins Essen gegeben werden. Knoblauch lässt sich aber auch zu Pasten oder Ölen verarbeiten. Knoblauch lässt sich ebenso mit anderen Kräutern und Gewürzen mischen.

Wieviel Zehen hat eine Knoblauchknolle?

Ein gesunder und reifer Knoblauch kann in der Knolle sechs bis zwanzig Zehen ausbilden. Die Knolle ist in der Regel weiß, kann aber auch rosa bis lila schimmern.

Der Feind des Knoblauchs

Die Knoblauchfliege, ein Schädling, kann die Knoblauchpflanze zerstören und schädigen. Der Knoblauch sollte besser frei im Wind stehen. Wenn der Wind pfeift, hat die Knoblauchfliege keine Chance, an der Pflanze Schaden anzurichten. Auch zu starker und häufiger Regen lässt den Knoblauch nicht richtig wachsen. Es kann zu Staunässe und Schimmel kommen und im schlimmsten Fall kann der Knoblauch einfach verfaulen.

Expertentipp

Um Staunässe beim Knoblauch zu vermeiden, sollte der untere Teil des Topfes mit kleinen Kieselsteinen befüllt werden. Schimmel wird somit verhindert, da das überschüssige Wasser durch die kleinen Steinchen sehr gut abfließen kann.

Fazit

Der Knoblauch ist ein Gewürz, das aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken ist. Es ist vielseitig einsetzbar und auch als alternative Medizin der absolute Renner. Seine natürliche Heilkraft ist seit Jahrhunderten legendär und bekannt. Knoblauch ist ein anspruchsloses Gewächs, das Pflanzenfreunde und Experten begeistert. Der Knoblauch ist als Gewürz und als Knolle in Supermärkten und Reformhäusern ganzjährig verfügbar. Sein Geruch mag zwar den einen oder anderen stören, doch überwiegt seine heilende Kraft diesen Nachteil.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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