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Pflanzenvermehrung

Knoblauch – Vermehrungsmethoden

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Knoblauch - Vermehrungsmethoden

Seit Jahrhunderten ist Knoblauch (Allium sativum) eine unverzichtbare Zutat in vielen verschiedenen Gerichten auf der ganzen Welt. Die Knollen der Gewächse werden seit der Antike jedoch nicht nur aufgrund ihres würzigen Aromas geschätzt. Dank der wertvollen Inhaltsstoffe, die unter anderem als natürliche Antibiotika wirken, findet Knoblauch auch in der Pflanzenheilkunde Verwendung. Im eigenen Garten lässt sich die vielseitige Pflanze unkompliziert anbauen und vermehren. In diesem Beitrag werden verschiedene Vermehrungsmethoden vorgestellt.

Vermehrung mit Knoblauchzehen

Vermehrung mit Knoblauchzehen


Die einfachste Variante ist das Pflanzen einzelner Zehen. Bauen Sie Knoblauch an, können Sie einige Knollen für die Vermehrung nach der Ernte zurücklegen. Zur Pflanzsaison im Frühjahr und im Herbst wird im Fachhandel sogenannter Steckknoblauch angeboten. Er wird meist in ganzen Knollen verkauft, aus denen man vor der Pflanzung die Zehen herauslöst.

Knoblauchknollen aus dem Supermarkt sind für die Vermehrung nur bedingt geeignet. Denn in Supermärkten erhältlicher Knoblauch kommt meist aus südlichen Ländern und ist deshalb nicht an das hiesige Klima angepasst. Zudem wurden diese Knollen häufig mit Produkten behandelt, die die Keimung hemmen und sie lagerfähiger machen.

Die ideale Pflanzzeit für Steckknoblauch ist im Herbst von September bis Oktober und im Frühjahr von Mitte Februar bis Mitte April. Da nicht alle Sorten winterhart sind, ist bei der Pflanzung im Herbst auf geeignete Sorten zu achten.

Die Zehen legt man mit dem flachen Ende nach unten etwa 5 Zentimeter tief in den Boden. Der ideale Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen beträgt 10 bis 15 Zentimeter. Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von 25 bis 30 Zentimetern eingehalten werden.

Vermehrung über Brutzwiebeln

Vermehrung über Brutzwiebeln
Die Vermehrung über Brutzwiebeln, auch Bulbillen genannt, funktioniert ähnlich einfach wie die Pflanzen von Zehen. Bei der Vermehrung mit Hilfe von Brutzwiebeln ist allerdings Geduld gefragt. Vom Stecken der Bulbillen bis zur Ernte der ausgewachsenen Knollen vergehen zwei Jahre.

Im ersten Jahr bilden sich sogenannte Rundlinge aus den Bulbillen. Das sind kleine, runde Knollen, die aus einer einzelnen Zehe bestehen. Erst in der folgenden Saison wachsen aus den Rundlingen große Knoblauchknollen.

Brutzwiebeln erscheinen zwischen Juli und August an den Blütendolden des Knoblauchs. Pflanzen Sie Bulbillen sofort im Spätsommer oder lagern Sie das Pflanzgut an einem trockenen, dunklen Ort bis zum Frühjahr.

Stecken Sie Brutzwiebeln mit der Spitze nach oben etwa 2 Zentimeter tief in den Boden und halten Sie den Pflanzabstand von 10 Zentimetern ein. Ende Juli, wenn die Blätter der Knoblauchpflanzen abgestorben sind, holt man die Rundlinge aus der Erde und lagert sie trocken und dunkel bis zum Herbst ein. Von Anfang September bis Mitte Oktober werden die Rundlinge im Abstand von 15 Zentimetern in 25 bis 30 Zentimeter auseinander liegenden Reihen gepflanzt. Bis zum folgenden Sommer entwickeln sich aus ihnen erntereife Knollen.

Expertentipp

Mit einer guten Bodenvorbereitung schaffen Sie optimale Voraussetzungen, um Knoblauch erfolgreich zu vermehren. Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung tiefgründig auf. Für eine ausreichende Nährstoffversorgung wird eine großzügige Portion Kompost ins Beet eingearbeitet. Pro Quadratmeter empfiehlt sich eine Menge von 3 bis 5 Litern.

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