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Pflanzenvermehrung

Liguster – Vermehrung durch Ableger

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Liguster - Vermehrung durch Ableger

Liguster (Ligustrum), auch Rainweiden genannt, zählen in heimischen Gärten zu den beliebtesten Gewächsen für Zierhecken und als Sichtschutz. Liguster stellen eine eigene Gattung mit rund 50 auf der nördlichen Halbkugel verbreiteten Arten dar und gehören zur Familie der Ölbaumgewächse. Wie man die immer- oder sommergrünen Pflanzen mit den hübschen, duftend weißen Blütenrispen über Ableger vermehrt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Vermehrung über Ableger

Vermehrung über Ableger


Für die Vermehrung von Liguster über Ableger gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die wichtigste Voraussetzung, dass eine Vermehrung gelingt, sind gesunde Mutterpflanzen. Das Ziehen von Ablegern ist eine vegetative Methode, die über das Bilden von Absenkern, aber auch über Stecklinge und Steckhölzer erfolgen kann.

Vermehrung über Absenker

Die beste Zeit für die Vermehrung über Absenker ist der Sommer. Wer diese Methode vorzieht, sollte sich mit dem Beschnitt der Pflanzen zurückhalten. Für Absenker benötigt man lange Triebe, die bis zum Boden gebogen werden.

Lange Triebe werden zunächst unterhalb der Spitze mit einem sauberen, scharfen Messer eingeritzt. Dort, wo die Triebe im Boden verankert werden sollen, gräbt man kleine Mulden. Die gebogenen Triebe werden mit den eingeritzten Stellen in die Mulden gelegt, mit Erde bedeckt und eventuell mit Steinen beschwert. Dabei schauen die Triebspitzen aus der Erde heraus.

Damit sich Wurzeln bilden können, bewässert man die Absenker regelmäßig und hält das Substrat feucht. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, können die jungen Pflanzen von der Mutterpflanze getrennt und an den gewünschten Stellen eingepflanzt werden.

Alternativ kann man Absenker in Pflanzgefäßen verankern. Dazu benötigt man größere Kübel, die mit lockerem Substrat gefüllt und unter die ausgewählten Triebe gestellt werden.

Vermehrung über Stecklinge

Rainweiden lassen sich auch über Stecklinge vermehren. Diese Methode erfolgt ebenfalls im Sommer. Nach dem Beschnitt der Gewächse kann das anfallende Schnittgut auf Stecklinge abgesucht werden. Andernfalls werden junge Seitentriebe mit einer Länge von 6 bis 8 Zentimetern mit einem sauberen, scharfen Messer oder einer Gartenschere ausgeschnitten.

Die Blätter an den Triebspitzen lässt man stehen, die Blätter im unteren Bereich werden entfernt. Im Anschluss setzt man die Stecklinge etwa 3 Zentimeter tief in Pflanzgefäße gefüllt mit Anzuchterde, hält sie feucht und stellt sie an einen warmen Platz. Mit einer Folienabdeckung wird die Bildung der Wurzeln gefördert.

Vermehrung über Steckhölzer

Bei der Vermehrung über Steckhölzer werden im Spätherbst etwa 15 Zentimeter lange, leicht verholzte Teilstücke aus Trieben geschnitten und entlaubt. Die Stöcke lagert man den Winter über, als Bündel mit Vlies umwickelt, in humusreicher Erde. Im zeitigen Frühjahr pflanzt man die Hölzer an die Plätze, an denen sie anwachsen sollen.

Expertentipp

Als schneller und effizienter gilt die Vermehrung über Stecklinge oder Steckhölzer. Die Vermehrung über Absenker hat dennoch Vorteile. Die Methode wurde zu früheren Zeiten in traditionellen Baumschulen genutzt. Vor allem, wenn eine lediglich begrenzte Anzahl neuer Pflanzen benötigt wird, bietet sich die Vermehrung über Absenker an.

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