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Heckenpflanzen

Liguster – wie viel Sonne benötigen die Sträucher?

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Liguster - wie viel Sonne benötigen die Sträucher

Liguster (Ligustrum) sind dank ihrem dichten Wuchs beliebte Heckenpflanzen. Sie gelten zudem als robust und pflegeleicht. Da sie schnittverträglich sind und sich kreativ formen lassen, setzen viele Hobbygärtner sie einzeln als dekorative Elemente in geometrisch gestalteten Gärten ein. Doch nicht immer herrschen im Verlauf einer Hecke oder an einander geometrisch entsprechenden Punkten dieselben Lichtverhältnisse. In diesem Beitrag wird erläutert, wie viel Sonne Liguster tatsächlich benötigen und was man tun kann, um Lichtunterschiede auszugleichen.

Sonnige Standorte

Sonnige Standorte


Grundsätzlich gedeihen Liguster an vollsonnigen Standorten, die ihnen viel Licht für die Photosynthese bieten, am besten. Allerdings sollten insbesondere junge Exemplare nicht zu viel direkte Mittagssonne erhalten. Denn zu dieser Zeit ist die Wasserverdunstung so stark, dass die Sträucher verdursten können.

Einem solchen Fall können Sie durch eine stärkere Wasserversorgung vorbeugen. Achten Sie jedoch darauf, gerade zur Mittagszeit kein Wasser über die Blätter zu gießen. Auf ihnen verbleibende Wassertropfen können das Licht brechen und auf das Blatt fokussieren, was zu Verbrennungen führt. Zudem ist es wichtig, Staunässe zu vermeiden, da Liguster anfällig für Wurzelfäule sind.

Halbschattige Standorte

Halbschattige Standorte
Sind die sonstigen Wachstumsbedingungen gut, eignen sich Liguster auch für halbschattige Plätze. Achten Sie vor allem auf gut durchlässige Böden und ein ausreichendes jedoch nicht übermäßiges Nährstoffangebot. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes wachsen Liguster langsamer, was zu einem ungleichmäßigen Aussehen einer Hecke führen kann. Schneiden Sie, die in der Sonne stehenden Liguster häufiger zurück, um ihre Größe an die langsamer wachsenden Exemplare anzupassen.

Verzichten Sie bei einer Mischung von halbschattigen und sonnigen Standorten auf ungewöhnlich gefärbte Ligustersorten. Denn sie benötigen viel Licht, um ihre Farbe optimal zu entwickeln, wodurch bei einer unterschiedlichen Lichtversorgung auffällige Farbunterschiede entstehen würden.

Schattige Standorte

Schattige Standorte
Von rein schattigen Standorten raten die meisten Hobbygärtner ab. Solange es nicht zu Staunässe kommt, können die genügsamen Sträucher auch dort überleben. Neben einem sehr langsamen Wachstum führt Lichtmangel jedoch zum Verkahlen im unteren Bereich. Es reagieren jedoch nicht alle Sorten gleich empfindlich. Als die am besten für Schatten geeignete Sorte gilt der Ovalblättrige Liguster (Ligustrum ovalifolium).

Das Risiko des Verkahlens kann reduziert werden, indem die Pflanzen einen schrägen, nach oben hin spitz zulaufenden oder konischen Schnitt erhalten. Diese Formen verhindern, dass die Blätter der unteren Zweige von den darüber liegenden zusätzlich beschattet werden.

Auswirkungen im Winter

Im Winter verlieren an halbschattigen und schattigen Standorten gepflanzte, nicht immergrüne Liguster ihr Laub früher als in der Sonne stehende Exemplare. Rechnen Sie damit, dass Ihre Hecke in diesen Bereichen nicht ganzjährig blickdicht sein wird.

Bei an stark sonnigen Plätzen gepflanzten Sträuchern ist im Winter die Gefahr der Austrocknung am größten, da Verdunstungsverluste nicht ersetzt werden können, wenn das Wasser im Boden gefroren ist. Trotz dessen sollten Liguster bei herrschendem Frost nicht bewässert werden, da die Bildung von Eis an den Wurzeln zu Erfrierungen führt.

Expertentipp

Eine Beschleunigung des Wachstums durch vermehrte Düngergaben ist bei Liguster kaum möglich und birgt das Risiko einer Überdüngung. Sie können Ihre Hecke jedoch rascher blickdicht werden lassen, indem Sie die Pflanzen in halbschattigen und schattigen Bereichen etwas näher aneinander pflanzen oder eine gemischte Hecke mit unterschiedlichen Arten anlegen.

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