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Heckenpflanzen

Liguster – Wissenswertes zum Wachstum

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Liguster - Wissenswertes zum Wachstum

Liguster (Ligustrum) sind laubabwerfende oder immergrüne Sträucher, die zur Ordnung der Lippenblütenartigen (Lamiales) und zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehören. Die rund 50 Arten stammen ursprünglich aus Ostasien, einige wenige aus Afrika und Europa. Liguster zählen in heimischen Gärten zu den beliebtesten Heckenpflanzen und Formgehölzen, was nicht zuletzt auf ihr schnelles und dichtes Wachstum, ihre Robustheit und ihre Pflegeleichtigkeit zurückzuführen ist. Wissenswerte Informationen zum Wachstum erhalten Sie in diesem Beitrag.

Austrieb und Beschnitt

Liguster treiben zweimal pro Jahr aus. Der erste Austrieb, der im zeitigen Frühjahr erfolgt, ist deutlich stärker als der zweite Wachstumsschub im Mai. Das Längenwachstum kann angeregt werden, indem ein Beschnitt vor dem Austrieb erfolgt. Die Pflanzen sind außerordentlich schnittfest und sollten mindestens zweimal pro Jahr beschnitten werden, um schnell eine blickdichte, kompakte Hecke zu erziehen.

Wachstumsraten

Wachstumsraten


Allgemein gelten Rainweiden als schnell wachsend. Wie schnell einzelne Exemplare wachsen, hängt unter anderem von der Art und den Standortbedingungen ab. Als Durchschnittswert wird ein Längenzuwachs von 40 Zentimetern pro Jahr angegeben. Legt eine Pflanze deutlich weniger zu, können Pflegefehler, Schädlinge oder schlechte Standortbedingungen die Ursache sein.

Zwei bis drei Jahre alte Liguster können je nach Sorte Wuchshöhen zwischen 50 und 80 Zentimetern erreichen. Nach fünf Jahren kann beispielsweise eine Ligusterhecke eine stattliche Höhe von 150 Zentimetern vorweisen. Sorten wie der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) können problemlos weit über 2 Metern hoch werden.

Schnell- und schwachwüchsige Sorten

Schnell- und schwachwüchsige Sorten
Es gibt unterschiedlich wachsende Liguster. Die Sorte Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’ wächst schneller als der Gewöhnliche Liguster und wird ohne weiteres 3 Meter hoch. Zwergwüchsige Sorten wie Ligustrum vulgare ‘Lodense’ bleiben mit Höhen von 50 bis 100 Zentimetern relativ klein und werden aus diesem Grund gern als Beeteinfassungen oder in Vorgärten gepflanzt.

Liguster, die besonders schnell in die Höhe schießen, neigen zur Verkahlung im unteren Bereich. Ein regelmäßiger Beschnitt vor dem Austrieb ist bei diesen Sorten besonders wichtig.

Förderung des Wachstums

Förderung des Wachstums
Für ein optimales Wachstum benötigen Liguster sonnige bis halbschattige, gut belüftete Plätze und durchlässige, nährstoffreiche und kalkhaltige Böden. Staunässe vertragen Liguster ebenso wenig wie lange Trockenheit oder vollschattige Standorte. Zudem sollten sie für eine Hecke nicht zu dicht gepflanzt werden, damit sie sich in ihrem Wachstum nicht gegenseitig behindern. Als Richtwert gelten drei Pflanzen pro laufendem Meter.

In den Pflanzlöchern, die vorzugsweise mit etwas Kalk oder Kompost aufgewertet werden sollten, müssen die Wurzelballen ausreichend Platz finden. Die gesetzten Pflanzen sollte man im Anschluss regelmäßig bewässern. Durch das Mulchen der Wurzelbereiche wird das Wachstum von Unkraut eingedämmt. Liguster werden nach der Pflanzung im zeitigen Frühjahr 10 bis 15 Zentimeter zurückgeschnitten, um das Wachstum anzuregen.

Einmal pro Jahr, vorzugsweise im zeitigen Frühjahr, sollten Liguster mit organischem Dünger wie Kompost oder mit herkömmlichem Grünpflanzendünger versorgt werden. Regelmäßiges Mulchen versorgt sie mit zusätzlichen Nährstoffen.

Expertentipp

Unförmige, alte und verkahlte Liguster können für ein erneutes Wachstum radikal und bodennah zurückgeschnitten werden. Diese Maßnahme sollte im Winter erfolgen, wenn das Wachstum ruht.

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