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Pflanzenvermehrung

Aloe Vera – Vermehrung durch Ableger

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Aloe Vera - Vermehrung durch Ableger

Aloe Vera oder Echte Aloe sind die wohl beliebtesten Sukkulenten. Sie sind pflegeleicht, besitzen eine heilende Wirkung und lassen sich recht einfach vermehren. Die geschlechtliche Vermehrung durch Samen ist ein langwieriges Unterfangen, weshalb Hobbygärtner meist Ableger nutzen. Die beiden Möglichkeiten, Aloe Vera über Ableger zu vermehren, werden in diesem Beitrag erläutert.

Vermehrung über Kindel

Vermehrung über Kindel


Der einfachste Weg, Aloe Vera zu vermehren, erfolgt über sogenannte Kindel. Dabei handelt es sich um natürliche Ableger, die die Pflanzen selbst bilden. Sie erscheinen als kleine Pflänzchen neben den Mutterpflanzen und sind genetisch gesehen identische Kopien.

Warten Sie bis die Kindel etwa vier Blätter besitzen. Graben Sie die Pflänzchen aus und trennen Sie sie vorsichtig von der Mutterpflanze ab, ohne die Wurzeln zu verletzen. In den meisten Fällen lassen sich Kindel leicht mit den Händen ablösen.

Legen Sie in einem Blumentopf eine Drainageschicht aus Kies, Tonkügelchen oder Sand an. Füllen Sie den Rest des Pflanzgefäßes, etwa zwei Drittel der Gesamthöhe, mit Substrat für Sukkulenten oder mit einer Mischung von Blumenerde und Sand im Verhältnis 1:1.

Setzen Sie das Kindel so tief ein, wie es neben der Mutterpflanze gestanden hat. Drücken Sie das Substrat leicht an und stellen Sie das Pflanzgefäß an einen warmen Platz, z.B. auf ein Fensterbrett. Gießen Sie bedarfsgerecht und sparsam, sobald das Substrat trocken ist.

Vermehrung über Stecklinge

Vermehrung über Stecklinge
Finden sich keine Kindel, kann man Aloe Vera über Blattstecklinge vermehren, die Sie durch Abschneiden gewinnen. Im Gegensatz zu Kindeln haben sie keine Wurzeln, weshalb die Chancen des Anwachsens geringer sind. Aus diesem Grund werden meist mehr Ableger entfernt, als man Tochterpflanzen benötigt.

Wählen Sie gesunde Blätter am äußeren Rand Ihrer Pflanzen aus. Verwenden Sie ein scharfes, sauberes Messer und schneiden Sie die Stecklinge möglichst nahe am Stamm ab. Lassen Sie sie im Anschluss einige Tage an einem warmen Ort mit geringer Luftfeuchtigkeit ruhen, bis sich ein trockener Schutzfilm an den Schnittstellen gebildet hat.

Bereiten Sie die Anzuchttöpfe genau wie für Kindel vor und stecken Sie je einen Steckling mit der Längsseite nach unten hinein. Sie sollten etwa zu einem Drittel Ihrer Breite mit Erde bedeckt sein. Gießen Sie die Stecklinge gut an, stellen Sie die Anzuchttöpfe an einen warmen, hellen Platz und halten Sie das Substrat feucht, bis die Stecklinge Wurzeln gebildet haben. Das dauert etwa vier Wochen, ist jedoch nicht immer erfolgreich. Gehen Sie danach zu spärlicheren Wassergaben über, um Staunässe und daraus resultierende Wurzelfäule zu vermeiden.

Expertentipp

In seltenen Fällen sind Kindel zu fest mit der Mutterpflanze verwachsen und lassen sich nicht ablösen. Reißen Sie sie dann aus. Dabei könnten die Wurzeln abbrechen und die Pflanzen würden aufgrund von Wassermangel eingehen. Verwenden Sie stattdessen ein scharfes, gereinigtes Messer und schneiden Sie die Kindel mit einem glatten, möglichst kleinen Schnitt ab. Legen Sie die Kindel zur Seite und lassen Sie die Schnittwunden zwei bis drei Tage trocknen, bevor Sie die jungen Pflanzen eintopfen.

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