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Beetpflanzen

Geranien schneiden

Lars Reibemann

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Viele Hobbygärtner haben nicht im Blick, dass Geranien mehrjährige Pflanzen sind. Sie entsorgen die Pflanzen direkt nach der ersten Blüte – doch das muss nicht sein! Mit regelmäßigen Rückschnitten erhalten Sie eine gesunde, optimal wachsende Geranie über mehrere Jahre.

Geranien zurückschneiden: Der Hauptschnitt vor dem Winter

Der Hauptrückschnitt erfolgt bei Geranien vor der Überwinterung. So können sie sich im nächsten Jahr besser entwickeln und die räumliche Veränderung im Zuge ihrer Winterruhe besser überstehen. Der beste Zeitpunkt für diesen Rückschnitt ist Ende Oktober, bevor der erste starke Frost des Winters eingetreten ist.

Als Erstes werden hierbei die Blätter und Triebe vollständig entfernt. Sie entziehen der Geranie sonst zu viel Feuchtigkeit. Außerdem bieten die Blätter eine größere Angriffsfläche für Schädlinge und Fäulnis. Schrecken Sie nicht davor zurück, wenn die Geranie jetzt wie ein leeres Skelett aussieht: Im nächsten Sommer wird sie umso schöner sein.

Schneiden Sie die Geranie dann auf ungefähr 15 Zentimeter, also zwei Drittel ihrer Höhe, zurück. Dafür eignet sich eine saubere, scharfe Gartenschere. Mit stumpfen Klingen laufen Sie Gefahr, die Triebe zu quetschen und zu verletzen, sodass Krankheiten besser eintreten können. Der ideale Punkt für den Rückschnitt liegt etwa ein Fingerbreit über einem möglichst kräftigen Blattknoten.

Jetzt geht es für die Geranie ins Winterquartier. Wichtiger Tipp: Gießen Sie Ihre Geranien auch während der Winterruhe. Sonst trocknet das Substrat aus, die Pflanze stirbt ab und alle Mühen waren umsonst. Stattdessen sollte die Erde auf einem konstant leicht feuchten Level gehalten werden.

Der zweite Rückschnitt im Frühjahr

Im Februar oder März erfolgt ein zweiter Rückschnitt der Geranie. Entfernen Sie nun die vertrockneten Schnittflächen der alten Rückschnitte aus dem Herbst sowie welke und kranke Pflanzenteile. Sie können die Geranie anschließend bis auf ungefähr vier Knospen zurückschneiden. Enden Sie dabei erneut etwa ein Fingerbreit über einem kräftigen Blattknoten.

Beim Frühjahresrückschnitt werden Blätter und Blüten entfernt, die sich über den Winter gebildet haben. Das Gleiche gilt für die Geiltriebe. Das sind lange, dünne Austriebe, die im Sommer jedoch nicht blühen werden, weil sie über den Winter zu wenig Nährstoffe und Licht abbekommen werden. Die Entfernung der Geiltriebe regt außerdem die Bildung kräftigerer Sprossen an. Auch altes, abgestorbenes Wurzelmaterial können Sie abschneiden.

Die Größe des Frühjahresrückschnittes ist abhängig davon, wie intensiv der Schnitt im Herbst war. Wenn er damals schon reichhaltig ausgefallen ist, geht es jetzt nur noch um Details und leichte Formschnitte. Sie können diese Gelegenheit außerdem nutzen, um die Geranie in neue Erde umzutopfen, damit sie sich auf den Sommer vorbereiten kann. Wenn Sie wieder im Beet oder auf dem Balkon ist, wird sie dann sofort beginnen, neue Triebe zu bilden.

Weitere Zeitpunkte für einen Rückschnitt

Ein Rückschnitt kann auch zu anderen Zeitpunkten sinnvoll sein, beispielsweise wenn eine Krankheit aufgetreten ist. Bei den Geranien ist die häufigste Krankheit der Geranienrost, ein Pilz, der durch zu viel Feuchtigkeit entstehen kann. Er zeigt sich durch gelbe und bräunliche Verfärbungen, später auch durch Löcher in den Blättern. Der Rückschnitt ist dann wichtig, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Der Rückschnitt bietet sich auch für abgestorbene Triebe an. Doch Vorsicht: Hier trügt der Schein oft. Um festzustellen, ob ein Trieb wirklich abgestorben ist, sollten Sie ihn vorsichtig mit zwei Fingern zusammendrücken. Kaputt ist er, wenn er weich ist und leicht nachgibt. Gesunde Triebe hingegen fühlen sich stabil und fest an. Kürzen Sie die kaputten Triebe Stück für Stück.

Auch, wenn einzelne Triebe wenig blühen, kann ein Rückschnitt vorgenommen werden. Sie wachsen dann lebendiger und kräftiger nach. Zuletzt können Sie einige Triebspitzen abschneiden, wenn sich zu viele davon ausgebildet haben. Es können dann mehr Seitentriebe entstehen und die Geranie wächst buschiger.

Expertentipp

Wenn Sie im Herbst gesunde Triebe von Ihrer Geranie abgeschnitten haben, können Sie diese als Stecklinge verwenden. So lässt sich die Geranie einfach vermehren. Ziehen Sie die Stecklinge über den Winter und setzen Sie sie im Frühjahr ein. Im Sommer können Sie sich dann über eine prachtvolle Blüte freuen.

Häufig gestellte Fragen

Warum muss man Geranien zurückschneiden?

Der Rückschnitt im Winter ist für Geranien wichtig, damit sie sich im nächsten Jahr besser entwickeln und die Winterruhe besser überstehen können. Außerdem werden Rückschnitte vorgenommen, um kranke Pflanzenteile, Geiltriebe und blühschwache Spitzen zu entfernen.

Wann werden Geranien am besten zurückgeschnitten?

Der Hauptrückschnitt erfolgt bei Geranien vor der Überwinterung, am besten Ende Oktober. Im Februar oder März gibt es einen zweiten Rückschnitt. Auch, wenn im Sommer Krankheiten oder blühschwache Triebe auftreten, können Sie Ihre Geranie schneiden.

Wie schneide ich Geranien?

Verwenden Sie für den Rückschnitt stets eine saubere und scharfe Gartenschere. Der beste Punkt für den Schnitt liegt über einem kräftigen Blattknoten, um die besten Voraussetzungen für neue Austriebe zu schaffen. Schneiden Sie die Geranie auf etwa 15 Zentimeter zurück.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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