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Pflanzenvermehrung

Geranien – Vermehrung durch Ableger und Samen

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Geranien - Vermehrung durch Ableger und Samen

Geranien (Pelargonium), auch Pelargonien genannt, sind die wohl häufigsten Sommerblumen auf heimischen Balkonen und Terrassen. Kein Wunder, denn die blühfreudigen, farbenfrohen Pflanzen wachsen üppig und sind in hängenden sowie stehenden Varianten erhältlich. Die Storchschnabelgewächse werden Experten zufolge in Europa allein jedes Jahr über 500 Millionen Mal verkauft. Wie man die hübschen Blumen selbst vermehrt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Neue Blütenpracht Jahr für Jahr

Wer ausreichend Platz in geeigneten Innenbereichen hat, wie beispielsweise einen kühlen Flur oder ein unbeheiztes Treppenhaus, kann Geranien überwintern. Dazu schneidet man sie kurz vor dem ersten Frost einige Zentimeter über dem Boden zurück. Mit etwas Glück entwickeln sich im Frühjahr neue Blätter und später farbenfrohe Blüten.

Es gibt jedoch weitere Möglichkeiten, wie die Anzucht aus Stecklingen und Samen, um Geranien für das neue Gartenjahr zu ziehen.

Vermehrung über Stecklinge

Vermehrung über Stecklinge


Geranien über Stecklinge zu vermehren, ist eine Methode, die mit vielen verschiedenen Pflanzen funktioniert und mit abgeschnittenen Sprossteilen beginnt. Botanisch fällt das Verfahren unter die vegetative Vermehrung und bringt Kopien der Mutterpflanzen hervor. Ideal ist es, wenn man ein besonders schönes Exemplar besitzt, das man erhalten bzw. vermehren möchte.

Die richtige Zeit für die Stecklingsvermehrung ist der Hochsommer, aber auch zu Jahresbeginn bis etwa März ist das möglich. Genutzt werden Triebe, die nicht mehr hellgrün und frisch, aber auch nicht alt und vollständig verholzt sind. Geschnitten wird unterhalb der Blattansätze. Die Blüten und Blätter im unteren Bereich werden entfernt, um Fäulnis zu vermeiden. Ein bis zwei Blätter sollten jedoch im oberen Bereich verbleiben.

Anschließend werden die vorbereiteten Stecklinge zwei bis drei Zentimeter tief in kleine Pflanzgefäße mit feuchter Anzuchterde gesteckt. Das Substrat sollte gut angedrückt und angegossen werden.

Ideale Standorte für die Stecklinge sind warme, geschützte und möglichst halbschattige Bereiche. Im Spätsommer können sie auch in Innenbereichen platziert werden und helle Fensterplätze erhalten. Sie können zusätzlich eine Haube aus Folie überstülpen, um ein gewächshausähnliches Klima zu imitieren. Nach einigen Wochen zeigen sich dann die ersten jungen Blätter und die Vermehrung geglückt.

Vermehrung über Samen

Vermehrung über Samen
Auch aus Saatgut lassen sich Geranien ziehen, was sowohl für gekaufte und als auch für selbst geerntete Samen gilt. Die ideale Aussaatzeit ist der späte Winter, etwa im Februar. Dann sind die Pflanzen im Mai bereit für das Auspflanzen ins Freie und entwickeln perfekte Blüten im Sommer.

Das Saatgut zu ernten ist nicht schwer. Im Herbst erscheinen Samenschoten an den Blüten. Sie sollten trocken und braun sein. Erst dann kann man die Schoten abschneiden und die Körner entnehmen. Sie müssen an der Luft getrocknet und bis zur Aussaat in einem verschlossenen Behältnis kühl und dunkel gelagert werden.

Am besten sät man in Anzuchtsubstrat, wobei das Saatgut mit einer nur sehr feinen Erdschicht bedeckt werden darf, da es sich bei Geranien um Lichtkeimer handelt. Ein durchsichtiger Deckel oder Folie sorgen für eine erhöhte Luftfeuchte. Die beste Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 22°C. Nach 10 bis 20 Tagen gehen die Samen auf und die Abdeckung muss entfernt werden. Viel Sonne unterstützt das Wachstum der jungen Pflänzchen. Sobald sie vier Blätter gebildet haben, dürfen sie pikiert werden.

Expertentipp

Es gibt eine Herausforderung bei der Vermehrung durch Stecklinge, da nicht jeder gesetzte Steckling Wurzeln bildet. Daher ist es ratsam, mehr Exemplare zu entnehmen, als tatsächlich benötigt werden. Die Erfolgschancen können erhöht werden, indem ein scharfes Messer für den Schnitt der Stecklinge verwendet wird, um Quetschungen zu vermeiden.

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