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Pflanzenvermehrung

Tulpen vermehren – Zeitpunkt und Anleitung

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Tulpen vermehren - Zeitpunkt und Anleitung

Farbenfroh läuten Tulpen (Tulipa) bereits im März den Frühling mit ihrer Vielfalt ein. Dank der Zwiebeln strahlen heimische Gärten und Parkanlagen in buntem Glanz. Um sie nicht jedes Jahr neu kaufen zu müssen, kann man die Frühblüher vermehren. Wie leicht das geht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der richtige Zeitpunkt

Viele Tulpen blühen zwischen März und Mai. Je größer die Blüten, desto länger dauert es, bis sie sich öffnen. Späte Sorten öffnen ihre Blüten erst Anfang Juni. Im Sommer verlieren sie ihre Blütenpracht und verwelken.

Der Herbst ist optimal, um neue Zwiebeln zu pflanzen, da die Erde locker ist und kein Frost herrscht. Tulpen sind winterharte Pflanzen, denen gefrorener Boden nicht schadet. Harte Winter nutzen den Zwiebeln, da Schädlinge durch die eisige Kälte absterben.

Vermehrung durch Tochterzwiebeln

Vermehrung durch Tochterzwiebeln


Ist die Blüte vorbei, wachsen kleine Zwiebeln heran. Zunächst gedeihen sie in der Mutterzwiebel, bevor sie neben ihr in der Erde reifen. Spät im Sommer, wenn die Stängel und die Blätter vertrocknen, ist die richtige Zeit, um die Tochterzwiebeln auszugraben. Sie befinden sich außen an der Mutterzwiebel und lassen sich mit der Hilfe eines Messers vorsichtig voneinander trennen.

Ein sonniger Standort ist ideal, um die kleinen Zwiebeln anschließend in den Boden zu setzen. Wichtig ist, sie mit der Spitze nach oben und in einem Abstand von 10 bis 15 Zentimetern zu pflanzen. Die Pflanzlöcher sollten doppelt so tief sein, wie die Zwiebeln hoch sind. Tulpen benötigen lockere Böden, um reifen zu können. Im ersten Jahr bringen sie keine Blüten hervor, da sie in dieser Zeit wichtige Nährstoffe aufnehmen.

Vermehrung durch Aussaat

Vermehrung durch Aussaat
Verwelken die Blüten Ende Mai, bilden sich nach 8 bis 10 Wochen kleine Fruchtknollen. Reife Kapseln vertrocknen mit der Zeit und platzen auf. In ihnen stecken die feinen Tulpensamen, die sich mit der Hand aufreiben lassen und dann leicht herausfallen. Danach können sie in Blumentöpfe auf lockere Erde gestreut und anschließend bewässert werden.

Das Saatgut benötigt eine Kälteperiode, um zu keimen. Dazu bietet sich ab Oktober ein schattiger Standort im Freien an. Im Frühjahr bilden sich dann die ersten Zwiebelchen und kleine Triebe sprießen aus empor. Nachdem sie verwelkt sind, lassen sich die Zwiebeln entnehmen und in einzelne Töpfe oder ins Freie pflanzen. Achten Sie darauf, den Boden durchgehend feucht zu halten.

Expertentipp

An einem kühlen, trockenen Ort lassen sich Tulpenzwiebeln gut einlagern. Dazu werden sie ausgraben, einzeln in Vlies gewickelt und in Kisten aufbewahrt. Bei mehr als 10 Grad Celsius besteht jedoch das Risiko, dass sie austreiben. Gut geschützt vor Mäusen und anderen Schädlingen, werden sie im Herbst ausgepflanzt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Wasser benötigen Tulpen?

Tulpen sind genügsam und benötigen wenig Wasser und kaum Dünger. Ist der Boden sehr trocken, empfiehlt es sich, sie mäßig zu gießen, sodass das Substrat leicht feucht bleibt. Für Schnittblumen in Vasen reicht kalkarmes, kaltes Wasser aus.

Weshalb faulen Tulpenzwiebeln?

Kann Gieß- oder Regenwasser nicht abfließen, bildet sich Staunässe. Verdichtete Untergründe schaden den Zwiebeln zusätzlich. Nicht selten faulen sie in diesen Fällen und die Blüte bleibt aus.

Warum schließen Tulpen ihre Blüten über Nacht?

Die Blüten biegen sich bei niedrigen Temperaturen nach innen. Sobald es wärmer wird, bewegen sie sich wieder nach außen und die Blüten öffnen sich. Verantwortlich dafür ist nicht die Dunkelheit, sondern die Temperatur.

Sind Tulpen für Tiere giftig?

Tulpen enthalten den Stoff Tulipanin, der für Tiere giftig ist. Es greift den Magen, Darm und das Nervensystem an. Tödliche Folgen sind durchaus möglich.

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