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Beetpflanzen

Nelken pflanzen – Erde, Standort und Pflege

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Nelken pflanzen - Erde, Standort und Pflege

Der botanische Name der Nelken lautet Dianthus und sie stellen eine eigene Gattung innerhalb der großen Familie der Nelkengewächse dar. Es gibt etwa sechshundert unterschiedliche Nelkenarten, welche in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel wachsen. Eine besondere Eigenschaft der Nelken ist, dass diese auch an anspruchsvollen Standorten gedeihen, welche für andere Pflanzenarten nicht attraktiv sind. Dazu gehören zum Beispiel trockene, magere Sandböden oder Gewässerränder mit feuchter bis staunasser Erde.

Der optimale Standort und Erde

Nelken gedeihen am besten an Standorten mit viel Sonne. Weiterhin benötigen sie eine lockere und nicht zu nährstoffreiche Erde. Abhängig von der jeweiligen Sorte kommen sie sogar mit Staunässe zurecht. Die individuellen Ansprüche lassen sich dem zugehörigen Pflanz-Etikett entnehmen. Da Nelken mit vielen unterschiedlichen Standortgegebenheiten zurechtkommen, eignen sie sich für die Bepflanzung von Töpfen und Kästen und können auch auf der Terrasse oder dem Balkon kultiviert werden.

Pflanzung

Pflanzung


Der beste Zeitpunkt, um Nelken zu pflanzen, liegt im Frühjahr. Bei der Pflanzung im Beet sollte abhängig von der Art und Sorte auf einen Pflanzabstand von zwanzig bis dreißig Zentimetern geachtet werden. Als Faustregel gilt, dass pro Quadratmeter zwischen zehn und achtzehn Pflanzen in die Erde gebracht werden können.

Pflege

Pflege
Nelken brauchen nicht viel Wasser, da sie über grasartige Blätter verfügen, wie wiederum nur wenig Feuchtigkeit durch Verdunstung verlieren. Zudem sind ihre Blätter durch eine Wachsschicht geschützt. Zusätzliche Düngergaben sind ebenfalls nicht nötig. Man sollte darauf achten, dass regelmäßig die verwelkten Pflanzenteile entfernt werden, damit neue Blüten ausgebildet werden können. Für die meisten Nelkenarten gilt, dass diese sich nur schlecht teilen lassen. Für gewöhnlich bilden sie keine Ausläufer. Stattdessen verfügen sie über eine zentral gelegene Hauptwurzel, welche tief in die Erde reicht und nur wenig verzweigt ist. Auch bei der Kultivierung im Topf gilt, dass Nelken keine besonderen Pflegemaßnahmen erfordern. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Pflanzen in durchlässiger Erde stehen. Es ist empfehlenswert, Gartenerde mit groben Sand zu mischen. Düngergaben sollten sparsam und in Form von speziellen Düngesticks für Sommerblumen erfolgen. Zudem ist es wichtig, dass die Pflanztöpfe an einem vor Niederschlag geschützten Ort aufgestellt werden können. In dem Fall sind die Pflanzen gut winterhart.

Überwinterung

Überwinterung
Beinahe alle mehrjährigen Nelkenarten sind gut winterhart, wenn diese in einem ausreichend durchlässigen Boden kultiviert werden, welcher auch im Winter nicht nass ist. Bei Nelken, welche im Steingarten wachsen, kann es zu Kahlfrösten kommen, da sie über keine Schneedecke verfügen, welcher als natürlicher Winterschutz dient. Aus diesem Grund ist es bei den Arten empfehlenswert, eine schützende Vliesabdeckung anzubringen.

Vermehrung

Für die meisten Nelkenarten ist eine Vermehrung durch Stecklinge empfehlenswert. Diese werden im Frühsommer von den blütenlosen Trieben abgeschnitten und in eine sandige Anzuchterde gesetzt. Eine Vermehrung durch Aussaat ist insbesondere bei kurzlebigen Nelkenarten sinnvoll.

Krankheiten und Schädlinge

An zu feuchten oder zu schattigen Standorten neigen Nelken zu Pilzkrankheiten. Weiterhin besteht die Gefahr eines Befalls durch Blattläuse oder Schnecken.

Expertentipp

Für die Kultivierung im Pflanztopf sind insbesondere Duft-Nelken beliebt, da diese in ihrem direkten Umfeld für ein süßes und frisches Aroma sorgen. Einen ganz besonderen Duft erreicht man, wenn man in der Nähe der Pflanzen würzige Kräuter anbaut. Dazu eignen sich beispielsweise Thymian, Rosmarin, Basilikum, Minze, Salbei oder Lavendel. Pflanzt man die Kräuter gemeinsam mit den Nelken an, so lassen sie sich ohne Probleme von Zeit zu Zeit ernten. Weiterhin ist es möglich, gelegentlich einige Nelken für die Vase zu schneiden.

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Bildquellen:

© pixabay.com/BarBus

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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