Wer keinen eigenen Garten besitzt, kann sich einen Miniapfelbaum im Kübel anschaffen. Diese Bäumchen sind äußerst beliebt und stammen vermutlich aus dem asiatischen Raum. Zwergapfelbäume dienen nicht nur der Zierde, sie stehen in puncto Früchten ihren großen Artgenossen in nichts nach. Die kleinen Obstbäume bevorzugen einen hellen, sonnigen Standort, denn je mehr Sonne das Bäumchen abbekommt, desto aromatischer sind seine Früchte.
Die Pflege im Kübel
Für kleine Apfelbäume eignen sich Pflanzkübel, welche mindestens 25 bis 30 l Erde fassen. Verwenden Sie am besten Tontöpfe mit Loch, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Um die Drainage zu verbessern, bietet es sich an, am Boden des Pflanzgefäßes eine dünne Schicht aus Kies aufzubringen, die etwa drei bis fünf Zentimeter betragen sollte. Damit der Minibaum mit ausreichenden Nährstoffen versorgt wird, eignet sich eine gute Mischung aus herkömmlicher Blumenerde, Pflanzsubstrat und etwas Sand. Gießen Sie den Apfelbaum regelmäßig, um ein Austrocknen des Substrats zu vermeiden. Ältere Bäumchen benötigen aufgrund ihrer Pfahlwurzeln seltener Wasser, da sie dieses auch aus großer Tiefe holen können.
Düngen und Schneides des Apfelbaumes

Das Düngen des Bäumchens kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. Unabhängig, ob Sie mit mineralischem oder organischem Düngemitteln arbeiten, sollte nur bis zum August gedüngt werden, damit die Holzhärtung vor dem Einbruch des Winters nicht gefährdet ist. Beim Schnitt der Zwergobstbäume können Sie verschiedene Techniken anwenden. Wichtig ist hierbei, dass der erste Schnitt vor Austrieb der Bäume stattfindet. Im Gegensatz zu den großen Exemplaren sollten die kleinen Bäume regelmäßiger und kürzer zurückgeschnitten werden. Dies gilt beispielsweise für falsch wachsenden Ästen, sich nach innen bildende Triebe sowie totes Holz. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das Frühjahr oder unmittelbar nach der Ernte.
Das Überwintern des Bäumchens
Obwohl Apfelbäume hierzulande als winterhart gelten, benötigen die als Topfpflanze gezogenen Bäumchen einen Winterschutz. Sie können die kalte Jahreszeit zwar im Freien verbringen, dennoch müssen die empfindlichen Wurzeln vor Frost geschützt werden, um Erfrierungen zu vermeiden. Sie können das Pflanzgefäß mit isolierenden Materialien wie zum Beispiel Kokosmatten, Vlies oder Luftpolsterfolie umwickeln. Stellen Sie den Kübel am besten auf eine Platte aus Holz oder Styropor. Damit die Rinde bei eisiger Kälte nicht reißen kann, binden Sie Fichtenreisig um die Stämme des Bäumchens oder lehnen kleinere Holzbrettchen dagegen. Auch im Winter kann es hin und wieder nötig sein, den Apfelbaum mäßig zu gießen, am besten an frostfreien Tagen.
Expertentipp
Achten Sie auf eine richtige Größe des Pflanzgefäßes und verwenden ein nährstoffreiches Substrat. Topfen Sie Ihr Bäumchen ungefähr alle drei bis fünf Jahre um damit es prächtig gedeiht. Düngen Sie bis maximal August und schneiden den Apfelbaum regelmäßig. Verwenden Sie scharfes, steriles Werkzeug und schneiden immer direkt hinter den Knospen. Dichten Sie große Schnittflächen mit Latex oder anderen Verschlussmitteln ab.
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