Connect with us

Bäume

Apfelbaum – gängige Vermehrungsmethoden

Veröffentlicht

auf

Apfelbaum - gängige Vermehrungsmethoden

Äpfel aus dem Familiengarten wecken schöne Erinnerungen, die im eigenen Garten bewahrt werden sollen. Oder der lieb gewonnene Apfelbaum zeigt erste Anzeichen von Altersschwäche, dabei liefert er die besten Früchte. Ganz gleich, ob aus praktischen Gründen oder um Geliebtes zu bewahren, Apfelbäume müssen nicht neu erworben werden. Sie können über verschiedene Methoden selbst vermehrt werden. Welche Vermehrungsmethoden es gibt, wird in diesem Beitrag erläutert.

Verschiedene Vermehrungsmethoden

Es gibt unterschiedliche Methoden, Obstbäume zu vermehren. Am bekanntesten ist die Nutzung von Absenkern. Weiterhin ist das Lösen frischer Triebe und deren Anzucht in geeignetem Substrat möglich. Erfolgversprechend ist auch das Abmoosen.

Leider eignen sich diese Methoden nicht für Apfelbäume. Sie sind möglich, führen allerdings selten zum gewünschten Ziel. Sie lassen sich dennoch problemlos vermehren. Dazu stehen zwei praktikable Methoden zur Wahl – die Zucht aus Apfelkernen und die Veredelung.

Vom Apfelkern zum Apfelbaum

Vom Apfelkern zum Apfelbaum


Damit aus einem Kern ein neuer Apfelbaum entstehen kann, braucht es eine List. Denn Apfelkerne keimen in der freien Natur erst nach einem Kältereiz im Winter. Die kalte Jahreszeit kann einem Kern jedoch mit einfachen Mitteln vorgetäuscht werden. Dazu wird ein sauberer Apfelkern zwischen zwei befeuchteten Küchentüchern in eine Schale oder auf einen kleinen Teller gelegt und das Ganze für mindestens 2 Wochen in den Kühlschrank gestellt. Die Küchentücher müssen in dieser Zeit stets feucht gehalten werden.

Anschließend kann man den Kern in einen Topf mit lockerer Erde setzen. Wird regelmäßig gewässert, sollte er nach einigen Wochen austreiben. Bis zur ersten Ernte ist dann jedoch viel Geduld gefragt. Erst nach ungefähr sieben bis zehn Jahren tragen Apfelbäume erste Früchte. Weiterhin wird der Baum nicht identisch mit dem sein, von dem der Kern stammt, da Apfelbäume für den Fruchtansatz einen Bestäubungspartner benötigen. Aus diesem Grund sind in jedem Apfelkern die Erbinformationen von zwei verschiedenen Bäumen enthalten.

Veredelung eines Apfelbaumes

Veredelung eines Apfelbaumes
Im Gegensatz zur Zucht aus Apfelkernen führt die Veredelung schneller zu Erträgen. Zudem kann eine Apfelsorte gezielt vermehrt werden. Das Grundprinzip der Veredelung ist einfach. Ein Trieb des zu vermehrenden Baumes wird mit einem Pflanzenteil eines anderen Apfelbaums, der sogenannten Unterlage, verbunden.

Die Unterlage und der Trieb haben idealerweise die gleiche Dicke. Der Trieb des Apfelbaumes sollte etwa 15 Zentimeter lang sein und drei bis fünf Knospen besitzen. Die Unterlage wird auf eine ähnliche Länge gekürzt und die Wurzellänge halbiert. Damit der Trieb und die Unterlage gut aufeinander passen, werden sie am unteren bzw. oberen Ende auf rund 5 Zentimetern schräg angeschnitten. Die Schnittflächen setzt man im Anschluss aufeinander und umwickelt die Stelle mit Veredelungsband.

Dann kann der neue Apfelbaum in einen Kübel oder in den Garten gepflanzt werden. Dort sollte er mit Hilfe von Vlies vor Frost geschützt werden. Treibt der kleine Baum im Frühjahr aus, ist die Vermehrung erfolgreich gelungen.

Expertentipp

Bei der Veredelung vermischt sich das Erbgut des Ausgangsbaumes mit dem der Unterlage. Um die Eigenschaften des gewünschten Apfelbaums zu erhalten, eignen sich spezielle Unterlagen für Äpfel aus dem Fachhandel. Sie tragen lediglich die gewünschten Eigenschaften, wie eine bestimmte Wuchshöhe oder -form, zum neuen Baum bei und Überraschungen bleiben Hobbygärtnern erspart.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär