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Austernpilze – so setzt man Kaffeesatz zur Zucht ein

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Austernpilze - so setzt man Kaffeesatz zur Zucht ein!

Austernpilze (Pleurotus ostreatus) sind beliebte Speisepilze, die sich gut für die Zucht zu Hause eignen. Sie sind proteinreich, lecker und stellen geringe Ansprüche an ihr Nährmedium. Eine erfolgreiche Anbaumethode für die heimische Pilzzucht besteht darin, Kaffeesatz und abgekochtes Stroh als Substrat zu verwenden.

Angesichts von Millionen Tonnen Kaffeesatz, die jährlich auf Mülldeponien landen, stellt das eine umweltfreundliche Anzuchtmöglichkeit dar. Möchten auch Sie sich an der Pilzzucht versuchen, findet sich die notwendige Anleitung in diesem Beitrag.

Benötigte Materialien für die Zucht von Austernpilzen

Benötigte Materialien für die Zucht von Austernpilzen


Damit Pilze gedeihen, ist eine Reihe von Materialien nötig, von denen die meisten in jedem Haushalt vorhanden sind. Für das Substrat benötigen sie frischen Kaffeesatz, in etwa zehn Zentimeter lange Halme vorgeschnittenes Stroh und Austernpilzbrut. Die Pilzbrut kann man im Internet und bei örtlichen Pilzzüchtern erwerben. Bewahren Sie diese bis zur Verwendung im Kühlschrank auf.

Eine Mischung aus 70 Prozent Kaffeesatz, 20 Prozent Stroh und 10 Prozent Pilzsporen ist empfehlenswert. Weiterhin werden Reinigungsalkohol zur Desinfektion, ein ausreichend großes Gefäß, beispielsweise ein alter Kochtopf, durchsichtige, für Lebensmittel geeignete Plastikbeutel, Gummibänder oder Kabelbinder, Gummihandschuhe, ein Sieb, eine Küchenwaage und ein präzises Messer benötigt.

Ansetzen des Substrats

Ansetzen des Substrats
Bevor Sie die Sporen, den Kaffeesatz und das Stroh vermischen, muss das Stroh von schädlichen Bakterien befreit werden. Die vorgeschnittenen Strohhalme werden für eine Stunde in 80°C heißem Wasser abgekocht. Lassen Sie sie im Anschluss in einem Sieb abtropfen.

Mischen Sie den Kaffeesatz und das saubere Stroh in einem Gefäß. Achten Sie darauf, dass es zuvor beispielsweise mit Isopropylalkohol desinfiziert wurde und tragen Sie bei der Arbeit Gummihandschuhe, um eine Kontamination des Substrats zu verhindern. Der Kaffeesatz muss frisch sein und darf keinen Schimmel aufweisen. Im letzten Schritt mischen Sie die Pilzsporen klumpenfrei unter das Substrat.

Aufzucht in Plastikbeuteln

Aufzucht in Plastikbeuteln
Wurde das Substrat gut mit den Sporen vermischt, kann man es in saubere Plastikbeutel füllen. Die Beutel werden mit Kabelbinder oder Gummiband verschlossen. Sorgen Sie dafür, dass keine Luft in den Beuteln verbleibt. Stechen Sie mit einem scharfen Messer kleine, etwa 1 Zentimeter große Luftlöcher in die Beutel.

Die gefüllten Beutel lagert man in einer dunklen, feuchten Umgebung. Die Temperatur sollte circa 20°C betragen. Nach zwei bis drei Wochen zeigt sich dann ein flauschig weißes Pilzmyzel. Das Myzel ist der eigentliche Pilz und die Voraussetzung, dass sich essbare Fruchtkörper bilden. Sobald Pilzköpfchen erkennbar sind, erweitert man die Luftlöcher. Ein Durchmesser von zwei Zentimetern ist ausreichend.

Dann kann die Pilzzucht an einen hellen, sonnigen Platz, beispielsweise auf eine Fensterbank, umziehen. Achten Sie darauf, dass die Pilze lediglich indirektem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Pralle Sonne vertragen sie nicht. Sprühen Sie die Anzuchtbeutel zweimal pro Tag mit Wasser ein.
Zehn bis vierzehn Tage später sollten sich die Fruchtkörper weit genug entwickelt haben, sodass man die typische abgeflachte Form von Austernpilzen erkennen und sie ernten kann.

Expertentipp

Statt Plastikbeuteln lassen sich große, gut verschließbare Joghurtbecher für die Anzucht verwenden. Schneiden Sie 10 Millimeter große Belüftungslöcher in die Deckel und füllen Sie das vorbereitete Substrat ein.

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