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Unkraut, Moos & Schimmel

Bärenklau erfolgreich und schnell bekämpfen

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Bärenklau erfolgreich und schnell bekämpfen

Ursprünglich stammt der Riesenbärenklau aus dem Kaukasus. Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde er als Gartenpflanze nach Europa importiert. Doch als Zierde wird er heute von den wenigsten Menschen betrachtet. Stattdessen hat sich die Art zu einem gefährlichen Unkraut entwickelt, das bei Hautkontakt hochgiftig sein kann. Zum Glück kann die bis zu vier Meter hohe Pflanze trotz allem Risiko bekämpft werden.

Sicherheitsmaßnahmen im Kampf gegen Bärenklau

Sicherheitsmaßnahmen im Kampf gegen Bärenklau


Der Riesenbärenklau ist nicht nur schwer zu beseitigen, sondern auch stark giftig. Denn der Saft der Pflanze sorgt dafür, dass die Haut ihren UV-Schutz verliert. Werden die betroffenen Stellen der Sonne ausgesetzt, kann es zu schweren Verbrennungen kommen. Im Extremfall ist die Behandlung in einem Krankenhaus nötig, für kleinere Verbrennungen eignen sich eine kühlende Salbe. Damit es aber gar nicht erst zu Verletzungen kommt, empfehlen sich passende Sicherheitsmaßnahmen.

In erster Linie ist die richtige Schutzkleidung wichtig. Tragen Sie unbedingt lange Hosen und ein langärmliges Oberteil, auch Gummistiefel, eine Schutzbrille und feste Handschuhe sind Pflicht. Sowohl die Kleidungsstücke als auch die Haut sollten nach der Gartenarbeit sorgfältig gewaschen werden.

Wählen Sie zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus außerdem einen bewölkten Tag aus. Kommen Sie doch in Kontakt mit dem Gift, ist das unter starker Sonneneinstrahlung deutlich schlimmer als bei bedecktem Himmel.

Bärenklau bekämpfen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Bärenklau bekämpfen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung
Vorzugsweise sollte der Riesenbärenklau noch vor seiner Blütezeit bekämpft werden, also zwischen April und Mai. Das liegt daran, dass einzelne Pflanzen gut und gerne bis zu 80.000 Blüten tragen können und diese bilden später den Samen. Wer den Bärenklau dann abschlägt, sorgt dafür, dass sich diese Samen sich im ganzen Garten verbreiten und dort jahrzehntelang neu austreiben. Zusätzlich ist die Pflanze im Frühjahr noch relativ niedrig, sodass die Wahrscheinlichkeit eines Hautkontaktes minimiert wird.

Ist der richtige Zeitpunkt eingetreten, muss der Vegetationskegel des Bärenklaus abgetrennt werden. Dabei handelt es sich um die rübenförmige Wurzel der Pflanze. Mit einem scharfen, schmalen Spaten oder auch einer Spitzhacke können Sie die oberen fünfzehn bis zwanzig Zentimeter der Wurzelrübe abtrennen.

Haben Sie eine kleine Pflanze erfolgreich abgestochen, können Sie diese einfach liegen lassen bis sie vertrocknet ist. Der untere Teil der Wurzel verrottet im Boden. Größere Exemplare, vor allem solche, die bereits blühen, müssen verbrannt werden. Im Anschluss kann die obere Bodenschicht abgetragen und entsorgt werden. Durch das Abtragen und Ausbringen neuer Erde stellen Sie sicher, dass keine Samen im Boden verbleiben.

Diese Methoden versprechen keinen Erfolg

Wer sich nicht ausreichend über den Riesenbärenklau informiert hat, neigt oft dazu eine der folgenden Vernichtungsmethoden auszuprobieren, in gutem Glauben sie würde helfen. Doch häufig machen diese Fehlgriffe das Problem nur schlimmer, sodass unbedingt Abstand von ihnen genommen werden sollte.

Mähen, Fräsen und Pflügen

Natürlich können Sie den Riesenbärenklau einfach oberflächlich abmähen oder abfräsen. Doch das führt dazu, dass die Pflanze umgehend Nottriebe ausbildet. An der Erdoberfläche liegen außerdem nach wie vor Samen, die bei passendem Wetter sofort zu keimen beginnen.

Unkrautvernichter

Da der Riesenbärenklau so giftig ist, ist es verlockend ihn mit Herbiziden zu bekämpfen, statt selbst Hand anzulegen. Doch das ist ohne ausdrückliche Erlaubnis nur auf land- oder forstwirtschaftlichen Flächen legal. Privatgärten zählen dazu leider nicht, unter anderem weil Lebensgefahr für Insekten, Fische und Tiere besteht.

Überbrühen

Zur Überbrühung der Pflanze mit heißem Wasser wird häufig geraten, da die starke Hitze Wurzeln und Samen effektiv abtötet. Das gilt jedoch auch für andere Pflanzen, die den Riesenbärenklau umgeben, was für viele Hobbygärtner ein zu großes Opfer darstellt.

Expertentipp

Haben Sie es geschafft den Bärenklau zu entfernen, sollten Sie auf einer Karte vermerken, wo die einzelnen Pflanzen gestanden haben. So können Sie im Frühjahr kontrollieren, ob es neue Austriebe gibt. Um dem vorzubeugen, kann die Stelle sofort mit möglichst durchsetzungsstarken Bodendeckern bepflanzt werden, die den Riesenbärenklau nachhaltig verdrängen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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